Social Media Marketing

Sinkendes Engagement auf Instagram: Das können Marketer tun

Eine Studie untersucht die Engagement Rate bei Marken- und Influencer-Accounts auf Instagram. Seit Mai sinkt sie unerklärlicherweise.

© Marvin Ronsdorf - Unsplash

Auf Plattformen wie Instagram, die viel zu Marketingzwecken genutzt werden, sind die Accounts davon abhängig, dass mit ihren Posts auch interagiert wird. Das Engagement der Nutzer, also wie viel Prozent der erreichbaren Nutzer auch mit Content interagieren, kann dementsprechend als Erfolgsindikator dienen. Trust Insights hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Engagement auf Instagram im bisherigen Jahr zu untersuchen und hat vor allem Eines festgestellt: Die durchschnittliche Engagement Rate ist besonders seit Mai gesunken.

Seit Mai sank die Engagement Rate

Für die Datenerhebung wurden im Zeitraum von 1. Januar bis zum 24. Juni 2019 über 3.500 Markenaccounts auf Instagram und insgesamt 1.430.995 Posts (keine Stories) analysiert. Der kleinste Account hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung eine Followeranzahl von 12.451 und der größte von 8,53 Millionen. Die Engagement Rate errechnet sich, indem die totale Anzahl der Interaktionen mit einem Post durch die Anzahl der Follower zum entsprechenden Zeitpunkt geteilt wird.

© TrustInsights.ai

Wie an der Grafik zu erkennen ist, sinkt die Engagement Rate seit Mai beständig ab, bis sie am 23. Juni bei 0,8 Prozent vorerst ihren Tiefpunkt erreichte. Wie Trust Insights erkannte, liegt dies mehr an einem Rückgang an Likes und nicht so sehr an weniger Kommentaren. Ein Grund für den Rückgang sei nicht erkennbar; schließlich waren die Zahlen bisher den Großteil des Jahres stabil. Auch an eventuellen API-Veränderungen kann es nicht liegen – zumindest wurde nichts über solche auf dem Facebook Developer Blog verlautet.

Nicht nur Marken bekommen diese Veränderung zu spüren. Besonders auch individuelle Accounts von Influencern erfahren einen starken Rückgang in der Engagement Rate.

Was können Marketer tun?

Wer große Teile seiner Marketingstrategie auf Instagram verlegt hat, sollte über entsprechende Maßnahmen nachdenken. Die weitere Entwicklung lässt sich nicht vorhersagen, doch in einem Teufelskreis sorgt geringes Engagement auf längere oder eher kürzere Sicht für weniger Visibility, die in noch weniger Engagement resultiert. Um dagegen anzugehen, haben Marketer nun einige Möglichkeiten.

  • Wie wir schon oft berichtet haben, ist das Engagement in Instagram Stories besonders hoch, so kann es sich auszahlen, bestimmte Feed Posts in Stories zu promoten.
  • Natürlich nutzen einige Marketer Anzeigen, um ihre Post Performance zu verbessern.
  • Wer beispielsweise einen Newsletter oder eigenen Blog hat, kann über diese Kanäle zu dem Profil und einzelnen Posts verlinken und so mehr Aufmerksamkeit auf das Profil ziehen.

Trust Insights rät vor allem dazu, weniger auf Algorithmus-abhängige Plattformen wie Facebook und Instagram zu vertrauen und eher auf private Slack-/ Discord-Gruppen, Foren oder E-Mail-Verteiler zu setzen. Realistisch gesehen, ist dies jedoch nur als Zusatzmaßnahme und nicht als Ersatz für Instagram und Facebook zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.