SEO - Suchmaschinenoptimierung

SEO-Basiswissen: So macht Google aus strukturierten Daten Rich Results

Google zieht für die Darstellung der Suchergebnisse immer mehr Informationen von deiner Seite heran. Diese sollten entsprechend aufbereitet sein.

© Arthur Osipyan - Unsplash

Google fasst seit Kurzem alle Suchergebnisse, die mit zusätzlichen Informationen in den SERPs angereichert sind (Rich Snippets, Rich Cards etc.), unter dem Begriff Rich Results zusammen. John Lincoln, Hochschullehrer und CEO von Ignite Visibility, nahm dies zum Anlass, um eine Einführung in das Thema zu geben. Wir stellen im Folgenden die wichtigsten Punkte für euch heraus.

Rich Results basieren fast immer auf strukturierten Daten

Wie John Mueller selbst verrät, kann Google zwar auch ohne Markup Rich Results anzeigen, aber das ist sehr selten. In dem meisten Fällen liest die Suchmaschine die strukturierten Daten einer Seite aus, um ein Rich Result in den SERPs zu präsentieren. Das funktioniert nach der Einbindung und Verwendung der Vorgaben von Schema.org. Falls du dabei zusätzliche Unterstützung benötigst, kannst du auf die Google Markup-Hilfe zurückgreifen und das Ergebnis mit dem Testtool überpüfen.

Das klassische Testtool von Google prüft, welche strukturierten Daten erkannt werden

Google bevorzugt das JSON-LD Format (JavaScript Object Notation-Linked Data), unterstützt aber auch Microdata oder RDFa. Da die Suchmaschine jedoch ein Format präferiert, solltest du wenn möglich dieses verwenden.

Wie Google dein Markup schnell übernimmt

Es kann mehrere Wochen dauern, bis neu eingegebene Markups von Google als Rich Results ausgespielt werden. Zunächst müssen die Crawler die Seite neu indexieren. Lincoln verrät, dass dieser Prozess mit der “Abruf wie durch Google”-Funktion in der Search Console (im Menü unter “Crawling”) beschleunigt werden kann. Demnach werden aus Wochen des Wartens manchmal lediglich Stunden.

Crawling Feature in der Search Console

Strukturierte Daten gelten übrigens nicht als Rankingfaktor. Wobei sich natürlich eine höhere Klickrate auf ein Rich Result wiederum positiv auf das Ranking der Seite auswirken kann. Spam mit strukturierten Daten, die gegen die Richtlinien von Google verstoßen, kann aber auch hier wie bei allen unlauteren Methoden, um das Ranking zu manipulieren, zu Penalties führen.

Das neue Tool für Rich Results

Google hat kürzlich im hauseigenen Blog ein frisches Testingtool vorgestellt. Dieses befindet sich noch in der Beta-Version, daher werden bestimmte Fehler in den Markups nicht erkannt. Es soll jedoch weiter ausgebaut werden und gegenüber dem vorherigen (oben in Aktion gezeigten) klare Vorteile haben. Bislang prüft das Tool ausschließlich Rezepte, Stellenausschreibungen, Kurse und Filme.

Ein Test mit Chefkochs Griechischem Zitronenhähnchen veranschaulicht das Interface:

Googles neues Testingtool in Aktion

In dem neuen Werkzeug ist es darüber hinaus möglich, sich eine Vorschau der Rich Results anzuschauen. So würde das Griechische Zitronenhähnchen in den SERPs aussehen:

Zwei verschiedene Varianten von Rezepten als Rich Result

Selbst wenn alles korrekt implementiert wurde und die Crawler deine Seite neu indexiert haben, bedeutet das leider nicht zwangsläufig, dass Google sie auch als Rich Result anzeigt. Dafür gibt es mehrere Gründe wie beispielsweise das verwendete Gerät, den Suchverlauf des Users oder den Standort. Der einfachste: Bei manchen Anfragen reicht ein schlichter Link mit Text nun einmal aus.

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