Marketing Strategie

Trotz Rückgang des Hypes: 500 Millionen Besuche in Pokémon Go Partner Stores

Pokémon Go hat bislang über 500 Millionen Besuche bei Sponsored Locations bedingt. Hersteller Niantic plant Neuerungen, um den Hype wiederzubeleben.

© Flickr / Eduardo Woo, CC BY-SA 2.0

Im vergangenen Sommer ein weltweiter Riesen-Hype, ist Pokémon Go inzwischen beinah in Vergessenheit geraten. Dennoch hat Hersteller Niantic bekannt gegeben, dass Sponsored Locations allein dank der App über 500 Millionen Besuche verzeichnet haben. Eine zweite Spielversion und neue Features sollen das Spiel relevant halten.

Pokémon Go – der Hype und dessen Rückgang

Als Pokémon Go, ein von Niantic entwickeltes Spiel für Smartphone oder Tablet, im Juli 2016 veröffentlicht wurde, trat es einen unglaublichen Hype los. Besonders Teenager, aber auch junge Erwachsene, die mit den berühmten Gameboyspielen um die kleinen Monster aus Japan groß geworden sind, luden das Spiel herunter. Bis heute gab es über 650 Millionen Downloads.

Das Spiel ist location-based und nutzt dank Augmented Reality die Spielumgebung. Der Spieler wird über GPS und Echtzeitlokalisierung auf einer virtuellen Landkarte positioniert. Diese Landkarte basiert auf Google Maps-Material. Hier kann der Spieler Pokémon fangen, trainieren etc.

© Flickr / Darren Mark Domirez, CC0 1.0

So sieht ein Spieler das Spiel auf seinem Smartphone, © Flickr / Darren Mark Domirez , CC0 1.0

Pokémon Go ist kostenlos und wird durch In-App Käufe und Partnerschaften finanziert. Im Sommer und Frühherbst konnte man Scharen von Usern beobachten, die in Parks und an öffentlichen Plätzen auf der Jagd nach Pokémon waren.

© Flickr / Dick Thomas Johnson, CC BY 2.0

Bilder wie dieses von Usern der App, hier in Japan, waren im letzten Jahr an der Tagesordnung, © Flickr / Dick Thomas Johnson , CC BY 2.0

Doch schon recht schnell flaute der Hype ab. Zwar war die Zeit, die User im Juli 2016 mit der App verbrachten, erstaunlich, wie diese Grafik zu iOS Usern von Sensor Tower zeigt.

US iOS User verbrachten im Juli 2016 im Schnitt mehr Zeit am Tag mit Pokemon Go als mit Facebook oder Twitter, Screenshot Tech Crunch

US iOS User verbrachten im Juli 2016 im Schnitt mehr Zeit am Tag mit der App als mit Facebook oder Twitter, Screenshot TechCrunch

 

Aber schon Mitte September fielen die Einkünfte von 16 auf zwei Millionen US-Dollar pro Tag. Während auch die täglichen Downloads von 27 Millionen auf 700.000 schrumpften, schien Niantic bei der Spieloptimierung Schwierigkeiten zu haben, berichtet ABC. So konnten die Entwickler neue Elemente nicht schnell genug einbauen und beliebte Features, wie das Pokémon Tracking, wurden gar entfernt. Daher war das Interesse eines Großteils der Spieler schnell minimiert.

Die Sponsored Locations profitierten; und hoffen auf mehr

Wie John Hanke, CEO von Niantic, nun beim Mobile World Congress in Barcelona verkündete, haben Stores, die eine Partnerschaft mit Pokémon Go eingegangen sind, insgesamt über 500 Millonen Besuche verzeichnet, die auf die App zurückzuführen sind. Es scheint, dass die 35.000 Sponsored Locations der App trotz geringerer Aufmerksamkeit Vorteile aus der Partnerschaft ziehen. Während besonders Cafés und Bars als offizielle PokéStops fungieren, gibt es auch Kirchen und Stores von Mobilfunkanbietern, die mit Pokémon Go zusammenarbeiten.

© Flickr / Rob Westwood-Payne, CC BY 2.0

Auch die Kirche sprang auf den Zug auf, © Flickr / Rob Westwood-Payne , CC BY 2.0

Vielleicht können diese Partner der App sich bald auf neue Besucher freuen.

© Flickr / Ian Stannard, CC BY-SA 2.0

Besonders Bars und Restaurants erfreuten sich am Hype, © Flickr / Ian Stannard , CC BY-SA 2.0

Denn diesen Monat gab es ein Update von Niantec. 80 neue Pokémon finden sich in der neuen Spielversion. Außerdem wird über die Einführung der Features Tausch und Player-vs.-Player-Kämpfe spekuliert, so mobiFlip. Besonders relevant erscheint jedoch für die Zukunft der App, dass Niantec an Projekten für Augmented Reality Brillen arbeitet, die mit der App kompatibel sein sollen. Schon im vergangenen Jahr wurde Pokémon Go für die Apple Watch angepasst.

Obwohl der große Hype vorbei ist, ist das Erfolgsspiel nicht tot. Die unglaublich hohen Einkünfte vom Beginn verringerten sich zwar, sind aber keineswegs verschwunden. Und die Sponsored Locations haben allem Anschein nach auch ihren Profit aus der Beliebtheit des Spiels gezogen.

Mit den neuen Features und der aktualisierten Spielversion könnte die Begeisterung nochmals aufflammen; und weiteren Partner Stores und PokéStops Besuche und Einkünfte bescheren. Bilder von überfüllten Parks voller PokéTrainer und Unfällen, weil diese auf der Straße ein Pikachu fangen wollen, scheinen jedoch der Vergangenheit anzugehören. Die Marketingmöglichkeiten der App waren und sind jedoch innovativ und einen Blick wert.

Quelle: AdWeek

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