Social Media Marketing

Regram Feature auf Instagram: Beiträge auf mehreren Accounts gleichzeitig veröffentlichen

Nutzer können dieselben Posts nun Account-übergreifend veröffentlichen. Ob das zu mehr generischem Content führt oder sinnvollen Einsatz findet, ist fraglich.

© Omkar Patyane | Pexels, CC0

Mit dem neuesten Feature erlaubt Instagram es iOS-Nutzern neuerdings, ein und dieselben Beiträge auf mehreren Accounts gleichzeitig im Feed zu teilen, wie TechCrunch berichtet. Damit sollen Prozesse gerade für Social Media Manager oder Influencer, die mehrere Accounts betreuen, vereinfacht werden. Die Originalität bleibt dabei jedoch auf der Strecke.

Mit einem Klick auf mehreren Accounts posten

Seine Instagram-Präsenz zu pflegen, kann durchaus aufwendig sein – insbesondere, wenn es mehrere Accounts zu betreuen gibt. Jeder einzelne Beitrag muss neu aufgesetzt werden, auch wenn auf verschiedenen Accounts das gleiche Meme gepostet werden soll. Zwar ändert Instagram das nun mit Einführung der „Self Regram“-Funktion, womit die Plattform sicherlich einigen Nutzern den Alltag erleichtert. Ob die User aber auf mehreren Accounts, denen sie folgen, dieselben Inhalte sehen wollen, wird sich noch herausstellen.

Mit dem Regram Feature erlaubt Instagram iOS-Nutzern nun, einen Beitrag auf mehreren Accounts gleichzeitig posten.

Bereits jetzt posten ausreichend Feature-Accounts derselben Nische oft genug auch dieselben Inhalte, lediglich die Captions unterscheiden sich hier und da. Die Freude beim Scrollen im Feed ständig ein und denselben Posts zu begegnen, hält sich in Grenzen und langweilt Nutzer. Sind künftig also auch die Bildunterschriften exakt gleich, könnte das spammy wirken, User schnell nerven und dazu führen, dass diese eher entfolgen als das Feature zu würdigen. User sollten auf Instagram ursprünglich nur ihre eigenen Inhalte posten. Eine Regram-Funktion, mittels derer Beiträge anderer User geteilt werden können, wurde vor diesem Hintergrund auch nie eingeführt.

Weniger Originalität, mehr Massenware

Content zu kuratieren und auf verschiedenen Kanälen passend für die jeweilige Zielgruppe zu distribuieren, ist eine der Maxime des Social Media Marketings. Da gehört es eher zum schlechten Ton, identische Inhalte auf verschiedenen Plattformen zu teilen. Wie sich diese Neuerung nun im Alltag bewährt, bleibt abzuwarten. Es empfiehlt sich in jedem Fall, von der Funktion eher zurückhaltend Gebrauch zu machen. Denn kein Publisher erfreut sein Publikum lange mit lieblosem Abklatsch – auf keiner anderen Social Plattform ist Qualität wichtiger als auf Instagram. Im Zweifel sortiert der Algorithmus generischen Content aus. Die Gefahr, dass der Feed verwässert allerdings scheint durch die Self-Regram-Funktion größer.

Und während der Trend im Allgemeinen wieder gen mehr Authentizität und Originalität geht, um sich aus dem Grundrauschen zu erheben, geht Instagram mit dem Feature in der Social Media-Evolution eher ein paar Schritte zurück. Die Einführung neuer Features sind bei Instagram beinah an der Tagesordnung. Nur wenige davon sind den inzwischen eine Milliarde Menschen nützlich, die Instagram monatlich verwenden. Die Features, die ein Großteil gern sehen würde, werden hingegen nie eingeführt.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 bei OnlineMarketing.de, seit 2019 Senior Content Manager.

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