Programmatic Advertising

Real Time Bidding: 2017 werden die weltweiten Ausgaben in RTB rund 21 Mrd. US-Dollar betragen

RTB hat sowohl für Advertiser als auch für Publisher enorme Vorteile – eine Erklärung und Prognose, wie sich der Markt zukünftig entwickelt.

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Im Rahmen des Research Roundtables von RoeverBroennerSusat (RBS) und GP Bullhound in Hamburg wurden interessante Zahlen zum RTA vorgestellt. Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag auf der Entwicklung und dem aktuellen Stand vom RTBJens Jokschat, CEO und Co-Gründer von d3media, gab zusammen mit Thomas Promny, ebenfalls Co-Gründer von d3media und Online-Unternehmer, Einblicke in die Praxis des RTB-Geschäfts. Andy Cocker, Co-Gründer von Infectious Media, sorgte ebenfalls für fachlichen Input.

2017 wird der RTB-Anteil der gesamten Investitionen in Display Advertising in Deutschland bei 27 Prozent liegen

Nach den Vorträgen der Experten konnte man eines festhalten: der Programmatische Handel wird in Zukunft stetig zunehmen. Laut Andy Cocker wird der Anteil des RTB 27 Prozent der gesamten Investitionen in Display Advertising in Deutschland ausmachen. Derzeit liegt er bei etwa 15 Prozent.

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Die CAGR (Compound Annual Growth Rate = jährliche Wachstumsrate) liegt beim RTB zwischen 2012 und 2017 in Europa bei 54 Prozent:

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Laut dem Research Report von GP Bullhound werden die Ausgaben in RTB von 2,7 Milliarden US-Dollar in 2012 auf rund 20,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 ansteigen. Insbesondere der Mobile- und Video-RTB-Markt haben enormes Potential. Weltweit werden die Investitionen in Online Display Werbung für 2017 auf 80 Milliarden US-Dollar geschätzt.

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Warum gewinnt die RTB-Technologie im Online Marketing immer mehr an Bedeutung?

Sowohl die Advertiser- als auch die Publisher-Seite profitieren vom Real Time Bidding. Während die Publisher durch das Bieten der Werbetreibenden höhere Peise für ihre Werbeplätze erzielen können, sind die Werbeanzeigen durch das RTB auch wesentlich effizienter. Mithilfe von Cookies ist für Unternehmen das Retargeting der Zielgruppe möglich. Die Seitenbesucher werden quasi markiert und können so auf anderen Webseiten wieder identifiziert werden. Somit können Werbetreibende dann in Echtzeit ihr Angebot auf den Werbeplatz abgeben, um den Besucher ein zweites Mal gezielt anzusprechen. Diese Erinnerungswirkung steigert die Effizienz der Werbekampagne ungemein.

Jens Jokschat, CEO und Co-Gründer d3media:

jens_jokschatImmer mehr Advertiser erkennen, dass gerade performanceorientierte Zielsetzungen mit klassischer Mediaplanung kaum mehr sinnvoll bedient werden können. Klassische AdNetworks, die traditionell erste Anlaufstelle für Performancekampagnen waren, verlieren rasant an Bedeutung. Ihre Hauptaufgabe, die Bündelungsfunktion von Inventar wird heute von jedermann zugänglichen Technologien geleistet. Dies, in Kombination mit menschlicher Expertise und entsprechend intelligenten Targeting Technologien, wird RTA auch weiterhin steigende Budgets bescheren. Weitere Treiber sind aus unserer Sicht die Themen Bewegtbild und Mobile, die sich zunehmend über RTA sinnvoll steuern lassen.

Zu den von Jens Jokschat angesprochenen Targeting Technologien gehört auch das semantische Targeting, eine Targeting-Art, die die Anzeigenschaltung gezielt in einem relevanten Umfeld ermöglicht. Dieses Marketinginstrument macht das Bieten auf Werbeplätze für Advertiser äußerst attraktiv. Außerdem können die RTB-Kampagnen bis ins letzte Detail optimiert werden. Aufgrund des Wissens darüber, wie der Nutzer auf Werbung reagiert und wie hoch die Klickwahrscheinlichkeit ist, kann zum Beispiel entschieden werden, Nutzern ohne Klickinteresse keine weitere Werbung auszuspielen und bei möglichen Kunden die Frequenz zu erhöhen.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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