Social Media Marketing

Promoted App Pins: Pinterest bietet jetzt App Install Ads an

Auf Pinterest lassen sich nun Werbeanzeigen für die Akquisition von englischsprachigen App-Nutzern schalten. Die Plattform macht damit Facebook & Co. Konkurrenz.

© Unsplash - Igor Miske, CC0

Pinterest launcht Promoted App Pins und gibt damit Mobile Advertisern eine spannende Möglichkeit an die Hand, App Install Ads in einer neuen Umgebung zu schalten. Die Beta-Tests und daraus resultierenden Ergebnisse sind vielversprechend.

Promoted App Pins – App Install Ads für die Bildersuchmaschine

Pinterest stellt Werbetreibenden die Promoted App Pins zur Verfügung, die eine Werbeanzeige für Apps prominent im News Feed der Nutzer platzieren. Bislang gilt das allerdings nur für die englischsprachigen Märkte USA, Großbritannien, Kanada, Irland, Australien und Neuseeland.

Beispiel für einen Promoted App Pin, © Adweek

Die Tests für das Werbeprodukt laufen schon lange, jetzt soll es für alle Werbetreibenden ausgerollt werden. Die App Install Ads sind auf anderen Plattformen wie Facebook und Google bereits eine beliebte Werbeform und die Nutzung wächst konsequent an. Schließlich strebt jede App nach möglichst vielen Nutzern (allen voran Facebook, dessen Nutzer gleichzeitig das Produkt sind).

Adjust hat die Performance der Test-Kampagnen auf Pinterest analysiert und mit diversen Kanälen verglichen. Insgesamt registrierte das AdTech-Unternehmen 61 Millionen App Installs von 44 Werbetreibenden in Europa, 115.000 davon via Pinterest. Die Apps stammten aus den Branchen Fitness, E-Commerce, FinTech und Gaming.

Bei der plattformübergreifenden Analyse zeigte sich, dass die über Pinterest akquirierten User deutlich mehr Umsatz für die jeweiligen Apps generierten als diejenigen aus anderen Kanälen. Im Schnitt war der ARPU (Average Revenue Per User) zweieinhalbmal so hoch.

Der gemessene Average Revenue Per User im Vergleich, Quelle: Adjust

Die Fitness-Apps schneiden bei der Erhebung am besten ab. Hier generierten die Nutzer 836 Prozent mehr Umsatz im Vergleich. E-Commerce hingegen funktionierte deutlich schlechter: der Umsatz für den Online-Handel beträgt lediglich ein Drittel des Mittels. Pinterest-User neigen demnach nicht zu direkten Kaufentscheidungen nach dem Installieren einer App.

Mobile Advertising auf Pinterest wird zur interessanten Option

Pinterest legt mit dem neuen Werbeformat Promoted App Pins den Fokus klar auf Mobile Advertiser. Bei einer User Base, die zu 80 Prozent mobil in die Bildersuchmaschine strömt, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Über die klaren Kaufabsichten und die Kaufkraft der User wurde in der Vergangenheit viel spekuliert, Werbepartner äußerten sich überwiegend positiv.

Vergangenes Jahr brachte Pinterest die Promoted Pins nach Europa, zunächst nach Großbritannien. Das Unternehmen plant die Präsenz auch auf dem hiesigen Markt vorantreiben, ein Termin für den Launch in Deutschland ist aber noch nicht bekannt. Deutsche Advertiser müssen sich also leider noch etwas gedulden, um diese neue Zielgruppe zu erschließen.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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