Mobile Marketing

Neues Google-Tool beendet Wurstfinger-Problematik

Schluss mit versehentlichen Klicks auf mobile Anzeigen. Google hat ein Tool entwickelt, um den “fat finger”- Klicks ein Ende zu setzen.

Schluss mit "Wurstfinger-Klicks"

Google hat gestern ein neues Tool für mobile Anzeigen auf den Markt gebracht, das die Wurstfinger-Problematik lösen soll. So hat wohl jeder von uns schon aus Versehen auf einen Banner geklickt, eben einfach, weil er beim Scrollen „im Weg“ war. Ärgerlich für den Nutzer – denn meist landet er auf Seiten, die ihn nicht im Geringsten interessieren. Aber auch ärgerlich für die Werbetreibenden, da sie für nahezu wertlose Klicks bezahlen müssen. Damit soll nun Schluss sein.

„Wurstfinger-Klicks“

Jonathan Alferness, der bei Google für Mobile Ads verantwortlich zeichnet, erklärt, dass  das neue Feature für Text- und App-Promotion-Anzeigen bereits lange erprobt ist. Und so funktionierts: Die neuen Mobile Ads enthalten einen blauen Pfeil, auf den der Link gelegt ist. So ist im ersten Step bereits die verlinkte Fläche verkleinert worden und statt des gesamten Werbemittels reagiert nur noch der Pfeil on Click. Klickt man einen anderen Bereich des Formats, erscheint ein “Visit site”- Button, über den man per Klick  bestätigen muss, dass man den Anzeigenlink  tatsächlich aktivieren möchte. Somit können im Grunde alle “Wurstfinger-Klicks” ausgeschlossen werden. Die Pfeilvariante wurde von Google  bereits eingehend getestet und bekam im Juni 2012 Auftrieb durch die Implementierung von AdMob in die AdWords, wodurch auch mobile Kampagnen via Google AdWords verwaltet werden können.

Klickzahlen sinken – Conversion Rate steigt

Bis vor kurzem arbeitete Google noch an der Finalisierung dieses Prinzips für andere Anzeigenformate wie Banner und In-App-Bilder. Auch hier sind bereits ausführliche Tests gelaufen und ab sofort bezeichnete Alferness das Tool als “fully launched” (zumindest in den USA) Worüber sich der Werbende im Vorfeld klar sein muss: In logischer Konsequenz nehmen die reinen Klickzahlen ab. Dafür steigt aber der Wert der Klicks und die Conversion Rate  sollte markant gesteigert werden, was erste Tests laut Google Blog Post auch bestätigten.

Im Grunde schmälert Google durch sein Tool also die eigenen Einnahmen – ist es doch Usus, per Click bezahlt zu werden. Dennoch scheint es sich für den Konzern zu lohnen. So gab Alferness gegenüber Techcrunch zu, dass die Nutzung des neuen Features bei Agenturen “pretty phenomenal” ankam, woraus sich schließen lässt, dass die Einbuße durch sinkende Klicks durch zusätzliche Schaltungen wieder wettgemacht würde.

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