Social Media Marketing

National Geographic knackt als erste Marke die 100 Millionen Follower auf Instagram

National Geographic kann als erste Marke 100 Millionen Instagram Follower verzeichnen. Dabei setzt man neben dem Content-Kapital besonders auf Social Ads.

natgeo auf Instagram, © National Geographic

Im Januar 2019 ghörten die Accounts mit den meisten Followern bei Instagram der Plattform selbst, Cristiano Ronaldo und Selena Gomez. Nicht mehr sehr weit entfernt von der Top Ten ist inzwischen aber kein Star, sondern National Geographic, die erste Marke mit 100 Millionen Fans auf der Plattform. Zu diesem außerordentlichen Erfolg trägt eine spezielle Posting-Vorgabe ebenso bei wie sinnvolle Partnerschaften mit Marken.

100 Millionen Fans für National Geographics Instagram Channel

Die 100 Millionen sind eine starke Zahl, wenn man bedenkt, dass Neymar auf Platz zehn der Accounts mit den meisten Followern bei knapp 111 Millionen steht. Der Account von National Geographic hat nun als erste Marke überhaupt den Sprung zu diesen immensen Follower-Zahlen geschafft, wie Ad Weeks David Cohen darstellt. Zum Vergleich: Adidas hat gut 23 Millionen Fans, Chanel hat 33 Millionen und Mercedes-Bez gut 18 Millionen.

Da kann man sich fragen, warum ausgerechnet diese wissenschaftliche Gesellschaft in Social Media so erfolgreich ist. Die Gründe sind vielfältig.

Der Erfolg von National Geographic hat viele Gesichter

Ein Engagement von mehr als einer Million Likes wünscht sich sicher jede Marke. Der Account natgeo kann das inzwischen schon des Öfteren bieten.

Ein Grund für das enorme Interesse an der Marke ist deren extrem reichhaltiger Fundus an exklusivem und äußerst hochwertigem Bildmaterial. Material, das nur zu einem Bruchteil im Magazin verarbeitet werden kann. Daher setzt man auf Instagram und Social Media überhaupt, um die fantastischen Bilder und Videos mit der Welt zu teilen.

So many things can only be told in Instagram. There is obviously not enough space in the magazine. You might spend a year and a half to get eight, 10 or 12 published pictures, but in that same time period on Instagram, you can tell 30, 40 or 50 stories,

erklärt NatGeo-Fotograf Aaron Huey gegenüber Ad Week. Dabei ist es nicht nur relevant, dass die Marke unheimlich viel Content bereitstellen kann, der potentiell von Interesse ist. Vielmehr überzeugt der Account auch mit Authentizität und Vielfätigkeit, die andere Marken vermissen lassen. Diese Aspekte speisen sich aus der Tatsache, dass die Fotografen den Kanal eigenmächtig mit ihren je eigenen Geschichten und Bildern beispielen können. So entsteht ein Kaleidoskop aus Naturphänomenen und ihren Hintergründen, das die User begeistert.

We have that 100 million number because they let the photographers control the stream. Content is what other big brands are putting up. We are putting up our original stories on our own terms. That authenticity is what people are looking for,

ergänzt Huey.

Tradition und Inhalte werden vermarktet

Außerdem betont National Geographic Media Executive VP und General Manager David Miller, dass das Magazin, aber auch das Mediennetzwerk überhaupt auf 130 Jahre hochwertigen Content zurückgreifen kann – und gegenüber konkurrierenden Marken damit gerade in bildbasierten sozialen Medien einen großen Vorteil besitzt.

We can bring images to people that most other brands and social accounts don’t have the ability to do.

Miller hatte bei Ad Week ebenfalls angedeutet, dass National Geographic auch aufgrund von sinnvollen Werbepartnerschaften in Social Media floriert. 2018 waren die Einnahmen durch Social Advertising im Vorjahresvergleich um 80 Prozent gestiegen.

We’re not talking about going from $100 to $180. This is well over seven figures,

kommentiert Miller. Bei Instagram finden sich einige Partnerschaften mit Marken, die für Werbeerlöse sorgen. Zum Beispiel wird mit Samsung kooperiert, wenn Aufnahmen mit Geräten des Herstellers gemacht wurden. Auch Partnerschaften mit Intel sind dabei, welche Technologien hervorheben, die die Ingenieure von heute und morgen unterstützen.

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Photo by @katieorlinsky // #sponsored by @intel // Devin Johnson and Madilyn St. Cyr work on their project for the TSA (Technology Student Association) competition’s Structural Engineering event at Glen Allen High School in Richmond, Virginia. They are researching truss and structural framing designs in order to develop, engineer, build, and test a design for a section of a pedestrian bridge using laptops that run the AutoCAD package, which they used to design and create a set of blue prints for their bridge design. // As part of their commitment to enhanced learning with education technology, @Intel is taking some of the most immersive technology to schools and museums across the country, to help educators build the leaders of tomorrow. #GivingTuesday #EdTech *Henrico County Schools have not benefited from Intel’s education initiatives.

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Andererseits finden auch Ads ihren Weg in den Channel, die thematisch gut zu den Inhalten passen und beinah nativ wirken.

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Photo by Robert Clark @robertclarkphoto // Sponsored by @AlitaMovie // The merger of man and machine has long been a concept in popular culture, the man-machine mixture was mentioned in science fiction well before World War II. The term cyborg, short for "cybernetic organism", was coined by Manfred E. Clynes and Nathan S. Kline in 1960 to refer to their conception of an enhanced human being who could survive in extraterrestrial environments. Their concept identified the need for a connected relationship between human and machine as the new frontier of space exploration was expanding. The OpenBCI headset, which is displayed above, senses brain waves and transmits them to hardware and software, making it possible for anyone to become a cyborg. While the industry is in its infancy, the possibility to control things with our minds appears to be more than just a fantasy. // The future of cyborgs and mankind living as one is closer than you think. See James Cameron’s visionary masterpiece Alita: Battle Angel now! #Alita

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Die einzigartigen Bilder beim natgeo Channel sprechen für sich. Das Konzept dahinter macht die Marke so populär bei Instagram. Auch bei Twitter (22,5 Millionen Follower) oder Facebook (45 beziehungsweise beim TV-Sender 63 Millionen Follower) hat die Marke eine immens große Anhängerschaft – die sich dank passender Ads rentiert.

Stories helfen National Geographic dabei, ihre Geschichten noch wirkmächtiger zu erzählen. Instagram habe das digitale Arbeitsverhalten der Fotografen bei der Marke verändert, erklärt Huey. So ist National Geographic, auch dank des erstaunlichen Pools an visuellem Content, zu einer der stärksten Marken in Social Media avanciert. Davon kann man im Advertising noch lange zehren. Allerdings nur, solange die Ads dem starken Konzept von natgeo gerecht werden. Bisher ist die Erfahrung bei Instagram jedoch äußerst nutzerfreundlich. Und vielleicht steigt die Marke schon bald in die Top Ten der Accounts dort auf.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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