SEO - Suchmaschinenoptimierung

Moskau – Die Stadt ohne Linkvalue

Yandex geht einen Schritt in die Zukunft und verzichtet bei bestimmten Suchanfragen auf Links als Rankingfaktor.

Foto: carlovilla / PhotoDune

Ende letzten Jahres hatte Yandex auf der Internet Business Conference angekündigt, in Zukunft bei bestimmten Suchanfragen auf Links als Rankingfaktor zu verzichten. Marcus Tandler, Gründer und Geschäftsführer von OnPage.org, hat sich im Juni in Russlands Hauptstadt mit Alexander Sadovsky, Yandex’ Head of Web Search, getroffen, um mehr über den Suchalgorithmus ohne Linkbewertung zu erfahren. Entstanden ist ein aufschlussreiches Interview.

Lokale Suchanfragen in der Region Moskau betroffen

Yandex verzichtet derzeit bei kommerziellen Suchanfragen im Raum Moskau auf den Einfluss von Links in das Ranking. Betroffen sind unter anderem folgende Branchen:

  • Elektronik- und Haushaltsgeräte
  • Kleidung und Accessoires
  • Immobilien
  • Lifestyle und Gesundheit
  • Tourismus
  • Webseiten-Entwicklung
  • SEO
  • und einige mehr…

Diese Praxis soll bald auf weitere Geschäftsfelder ausgeweitet werden. Bei nicht kommerziellen Suchbegriffen will die russische Suchmaschine jedoch weiterhin Backlinks in das Ranking miteinbeziehen.

Über 800 Faktoren bestimmen das Ranking

Mit mehr als 800 Faktoren, versucht Yandex die Autorität von Webseiten in diesen Branchen, zu bewerten. Der Suchmaschinenbetreiber sammelt dabei möglichst alle Daten, die zu einer Webseite gefunden werden können. Alexander Sadovsky verrrät im Interview, dass OnPage-Faktoren vor allem bei Long Tail Suchanfragen eine wichtige Rolle spielen, da diese typischerweise Mehrwort-Suchanfragen sind und die Inhalte einer Webseite gerade hier eine wichtige Rolle spielen.

Linkkauf ist eine verschwendete Investition

Das Ziel einer Suchmaschine ist es, den Usern das bestmöglichste Ergebnis zu präsentieren, so auch bei Yandex. Sadovsky glaubt, dass Webmaster durch das Entwerten von Links mehr Investitionen im Bereich Usability, Inhalt und Design tätigen werden.

Das gesamte Interview könnt ihr im privaten Blog von Marcus Tandler nachlesen.

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