Mobile Marketing

Millenial Media: Schwierigkeiten nach Börsengang

Dem kürzlichen Börsengang verdankt Millenial Media seine Umsatzsteigerung. Die übrigen Zahlen sehen nicht ganz so gut aus.

Logo: Millenialmedia

Drei Monate nach seinem IPO gibt es die ersten Zahlen von Millenial Media – und die geben durchaus Anlass zur Sorge. Den eigenen Schätzungen des Mobile Advertising-Unternehmens zufolge erwartet Millenial für das laufende Jahr Umsatzsteigerungen von knapp 70% gegenüber dem Vorjahr. Dies entspräche einem Jahresumsatz von über 170 Mio. US$. Allein, die Anleger hatten mehr erwartet, nicht zuletzt durch ein externes Gutachten, das von 202,8 Mio. US$. ausging. Nachdem die Aktie am ersten Tag auf über 100% gestiegen war, folgte der langsame Abstieg.

Gründe

Vier Millionen Dollar Nettoverlust und 53% Umsatzsteigerung auf Aktionärskosten, so könnte man den Teufel an die Millenial-Wand malen. Tatsächlich könnte es von Bedeutung sein, dass das Unternehmen Techcrunch auf Nachfrage jegliche Auskünfte zu ihren eCMPs (der Gewinn aus 1.000 Ad Impressions als Metrik zur Umsatzmessung) verweigerte und lapidar auf die Notwendigkeit eines besseren Targetings verwies.

Millenial Media befände sich mit dem Problem des Preisverfalls bei Onlinewerbung in bester Gesellschaft. Auch die dicken Fische der Branche haben zurzeit erhebliche und erheblich wachsende Nöte damit. “Schuld” ist der Mobile-Boom, der derartig rasant vonstatten geht, das selbst Google und Facebook die schnellen Lösungen für eine Umstellung von stationären zu mobiler Werbung ausgehen. Es geht teilweise schlicht um ein Platzproblem. Wovon auch Millenial betroffen sein könnte.

Bisher konzentriert sich Millenial Media fast ausschließlich auf den US-amerikanischen Markt. Nur 12 % des Gesamtumsatzes kamen nicht aus Amerika. Dies soll sich nun laut Millenial ändern: mit einer guten internationalen Teamaufstellung und soliden Fill Rates, bei denen die Kunden zuverlässig bedient werden.

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