Video Marketing

Microsofts Streaming-Plattform Mixer führt Ads ein – aber verdienen Creators überhaupt mit?

Mixer ist Microsofts Antwort auf Twitch und setzt nun auch auf Werbung. Diese soll aber zunächst nur Microsoft selbst Umsatz bescheren.

© WatchMixer

Twitch gilt unter den Streaming-Plattformen im Gaming-Kontext als Top-Adresse. Doch mit Mixer von Microsoft ist ein großer Konkurrent auf den Plan getreten. Die Ambitionen wurden deutlich untermauert, als Fortnite-Ikone Ninja abgeworben wurde und rasant über eine Million Abonnenten generierte. Jetzt führt Mixer Ads ein, um die Plattform weiter zu monetarisieren. Doch diese könnten erstmal nur Microsoft Geld einspielen. Wie steht es aber mit den Creators?

Werbung bei Mixer

Vergangenen Freitag kündigte Mixer die Entwicklung auf der Plattform an, The Verge berichtet nun darüber. Demnach werden Nutzer des Abo-Pakets Pro keine Ads sehen. Auch User, die Abonnenten eines Partner-Channels sind, dürften durch die Werbung nicht behelligt werden. Ethan Rothamel, der die Show Level Up Cast co-hostet, bei der über die Entwicklung gesprochen wurde, erklärte:

I get it: ads are not the most fun thing in the world to deal with, but it’s super important to remember what you’re doing on the site. The site is free, you’re watching content for free, and you’re supporting partners.

Rothamel gab auch an, dass derzeit nur Microsoft Geld mit den Ads verdient. Allerdings sollen die Creators, bei deren Videos Werbung geschaltet wird, langfristig ebenso ihren Anteil erhalten. Hier wird wohl noch ein wenig experimentiert werden, ehe es eine optimale Lösung gibt. Microsoft selbst bestätigte keine konkreten Pläne und gab nur ein allgemeines Statement ab:

We are always testing and exploring new features and monetization options for Mixer creators, but have nothing more to share at this time.

Bei Twitch wird in Bezug auf die Ads dargestellt, wer daran wie sehr mitverdient. Mehr Transparenz wünschen sich einige von Mixer auch, wenn es darum geht, wie Deals mit dem neuen Aushängeschild Ninja aufgebaut sind.

Mixer könnte sich nun schnell als wichtige Plattform etablieren und mit gutem Ad Placement viel Geld verdienen. Gerade dann haben die User aber ein Recht darauf, Abgrenzungen von Content und Sponsored Content erkennen zu können und zu wissen, wer mit welcher Werbung verdient. Für Werbetreibende wiederum könnte sich das Umfeld langfristig als besonders wertvoll erweisen, wenn die Nutzer ihren Channels treu bleiben.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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