Social Media Marketing

Linkbuilding als Spion: So unterwanderst du Communitys in 5 Schritten

Die Generierung von Links ist unabdingbar für erfolgreiches SEO. Wir zeigen einen innovativen Weg auf, wie du soziale Netzwerke geschickt dafür nutzen kannst.

© Flickr / Nic McPhee, CC BY-SA 2.0

Links zu generieren, gehört mit zu den Königsdisziplinen der Suchmaschinenoptimierung. Natürlich könntest du einfach nach Links fragen – und wie der Großteil der anderen SEOs, die es mit dieser plumpen Methode versuchen, einfach abgeschmettert werden. Oder du reitest weiter ohne besondere Zielsetzung auf der Social Media-Welle und hoffst darauf, dass sich irgendwann ein Erfolg einstellt. Aber Vorsicht: Die Leute dazu zu bekommen, dich einmal zu verlinken, ist eigentlich nicht die Kunst – die Kunst liegt darin, die Arbeit mit Social Media-Kanälen effektiv statt zufällig zu gestalten. Deshalb zeigen wir dir, wie du die Internet-Gemeinde so unterwandern kannst, dass sie es selbst gar nicht merkt, dass sie dir einen Gefallen tut. Wir stützen uns dabei auf die Vorgehensweise von Peter van der Graaf, der sich auf Search Engine Land ausführlich dazu Gedanken gemacht hat.

1. Schritt: Visiere das Ziel an

Besuche zunächst redaktionelle Websites, die sich mit deinem Thema oder deiner Branche beschäftigen und suche die Social Media-Profile der dort führenden Persönlichkeiten. Sieh dir nun genauer an, in welchen Gruppen und mit welchen Profilen sie interagieren und was sie lesen – ob Facebook-Gruppen, Twitter-Accounts oder Instagram-Profile. Im Regelfall werden sich darunter auch Nischengruppen finden. Die sind dein Ziel, nicht etwa die größten und bekanntesten Communitys in der Branche, denn sie sind selten die großen Linkgeber.

2. Schritt: Schleich dich von hinten an

Werde Teil der Nischengruppen, die für die Webmaster wichtig sind. Bringe dich in diese Gruppen ein, mach dir einen Namen und werde ein aktives Mitglied. Oh ja, das kostet Zeit, viel Zeit – aber wenn du es richtig anstellst, lohnt sich die investierte Arbeit mehr als einmal. Arbeite darauf hin, regelmäßig in den Timelines und Feeds der Social-Media-Profile deiner Ziele aufzutauchen. Sorge dafür, dass dein Name bekannt wird. Wenn sie dann irgendwann einen deiner Inhalte verlinken, werden sie das Gefühl haben, es freiwillig getan zu haben, statt dir nur einen Gefallen zu tun.

3. Schritt: Sorge mit Top-Content für die richtige Basis

Auch wenn sich lustige Videos in Social Media schnell verbreiten, solltest du dir diese Schiene sparen – ist ein Video erst einmal geteilt, hat niemand das Bedürfnis, es auch noch auf seiner Website zu veröffentlichen. Stattdessen solltest du eine Geschichte auswählen, die in der Lage ist, eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln, und zu der die Leute ihre eigene Ansicht teilen möchten. Hält sich eine Nachricht nämlich über mehrere Tage in den Gemütern, wird sie ganz automatisch auch von normalen Websites aufgegriffen. Du wirst überrascht sein: Mitunter wird das Thema nämlich schließlich auch von Leuten aufgegriffen, mit denen du gar nicht gerechnet hattest und Links entstehen von unterschiedlichsten Websites.

4. Schritt: Locke die Leute auf deine Seite

Jetzt solltest du die Leser auf deine Website locken – immer noch mit dem Gefühl, dass sie es aus freien Stücken tun und nicht weil du es willst. Beachte dazu diese Tipps:

  • Fasse dich in Social Media kurz und verweise für die Hintergrundinfos auf deine Website.
  • Verfasse einen faszinierenden Titel oder stelle eine waghalsige Behauptung auf.
  • Halte deine Website immer aktuell und füge nach und nach weitere Details der sich entwickelnden Storys sowie auch das Feedback in der sozialen Welt fest.
  • Schreibe verschiedene Titel für die unterschiedlichen Zielgruppen.
  • Wähle das Titelbild weise – immerhin sorgt es dafür, dass deine Nachricht aus der Masse hervorsticht.
  • Verteile deine Nachricht über die infiltrierten Kanäle. Denk immer daran: In jedem Kanal bekommst du wahrscheinlich nur eine einzige Chance, also plane deinen Artikel sorgfältig.
  • Beobachte, in welche Richtung sich die Diskussionen entwickelt und reagiere entsprechend.

5. Schritt: Sorge dafür, dass sie dir nachfolgen

Sei wie der Rattenfänger von Hameln und sorge dafür, dass alle dir nachfolgen. Wenn deine erste Social-Linkbuilding-Kampagne ein voller Erfolg war, kannst du das Ganze in einigem zeitlichen Abstand mehrfach wiederholen. Wichtige Webmaster und Influencer sollten dir früher oder später auf deinen eigenen sozialen Kanälen folgen. Wenn du es jetzt schaffst, regelmäßig eine gute Mischung aus eigenen Inhalten und sinnvollen Botschaften zu posten, werden sich deine Follower fast wie von selbst vermehren. Der Aufwand für deine Maßnahmen wird sich nun verringern.

Gewonnen hast du eine Fanbase, die in deiner Branche zuhause ist und wahrscheinlich aktiv mit deiner Seite agiert – etwas, das so manches Unternehmen nach Jahren des „Social Media-Bombardements“ ihrer Follower nicht schafft.

Was meinst du, könnte diese Strategie aufgehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Quelle: Search Engine Watch

 

Über Sabine Hutter

Sabine Hutter

Sabine Hutter arbeitet seit 2008 als Online-Redakteurin und Texterin. Als Betriebswirtin und Personalerin schreibt sie bevorzugt über Themen rund um das Personalwesen sowie aus dem Online Marketing.

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4 Gedanken zu „Linkbuilding als Spion: So unterwanderst du Communitys in 5 Schritten

  1. Melanie Tamble

    Sehr gute Darstellung. Das ist genau das, was man heute neudeutsch mit Influencer Marketing beschreibt. Ich bezeichne diese Strategie als eine sehr enge Verbindung von Content Marketing und Blogger bzw. Social Media Relations.
    Ich würde die 5 Schritte hier allerdings noch etwas erweitern, bzw. vereinfachen:
    Schritt 1: Suche redaktionelle Beiträge aus Medien und Blogs, die zu Deinem Thema passen und prüfe, ob du dich direkt in die Diskussion zu diesen Beiträgen einbringen kannst, denn nicht nur auf den Social Media, sondern auch auf Themen-Blogs und Online-Magazinen finden Diskussionen statt und man hat die Möglichkeit sich zu vernetzen bzw. eigene, passende Beiträge zu verlinken. Auf diese Weise kann man sowohl den Blogbetreiber oder Autor, als auch mit den anderen Kommentatoren auf sich aufmerksam machen.
    Der nächste Schritt wäre dann für mich die erst Suche nach den Social Media Profilen der Sharer, denn Personen, die einen Beitrag teilen, der zu meinem Thema passt, sind offensichtlich auch für mich wichtige Influencer.
    Doch bei der Suche nach aktuellen Beiträgen habe ich immer einen konkreten und aktuellen Aufhänger, um mich in Gespräche und Diskussionen zu meinen Themen einzubringen und erziele damit auch eine höhere Aufmerksamkeit.

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  2. Doris

    Das ist wie Du schon eingangs erwähnst extrem aufwendig, andererseits muss man es aber quasi genauso tun und ich glaube jeder gute Online Marketer macht das quasi „automatisch“. Wenn man in einem Bereich bekannt sein will, verlinkt werden von den wichtigen Personen usw. dann muss man sich ja genau in dieser Zielgruppe aufhalten und aktiv „auffallen“, um dort überhaupt wahrgenommen zu werden und dann auch später mal in Blogs, Foren oder wo auch immer erwähnt zu werden.
    Letztendlich kommt es dann aber wieder auf den Content an und der muss eben stimmen, da sich sonst diese ganze Mühen sicherlich nicht lohnen werden.

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