Social Media Marketing

Kostenlos werben auf Facebook?

Immer mehr Firmen entdecken die besonderen Infrastrukturen von Facebook für ihre Werbekampagnen.

Grafik: Julien Christ / pixelio.de

Die Beispiele sprechen für sich: Intuit, seines Zeichens Hersteller von Finanzsoftware, schaltet Ende 2011 ein kleines Finanzquiz auf Facebook, um ein paar Anhänger dazu zu gewinnen. Jeder, der das Quiz absolviert hat, erhält eine kleine Belohnung. Ergebnis: 101.000 neue „Fans“. Februar 2012: Intuit schaltet einen reach block auf Facebook, der eine Umfrage über Steuerrückzahlungen inkludiert. Der block erreicht 50 Millionen User und die Kategorie „die Leute reden über dich“ springt auf 170.000.

Werbeintensität auf Facebook steigt

Facebook Advertising ist billig – und wird immer beliebter, wie Experten trotz der überdurchschnittlichen Bemühungen von Intuit prognostizieren. Wie Adage.com mit Verweis auf das Social-Media-Management System Vitrue als Quelle berichtet, das sich die Anzahl von speziell auf Facebook spezialisierten Managern von 2.8 im Februar 2011 auf 5.3 in diesem Februar erhöht hat. Übereinstimmend ist die Meinung vorherrschend, dass Advertising auf Facebook wachsen wird.

Kampagnen ändern sich

Für Firmen, die eine Million U.S. $ jährlich auf Facebook ausgeben, werden 60-80% des Budgets für Werbung anfallen, schätzt Colin Sutton, Chef der Agentur OMD. Da Content und Community Management relativ konstante Kosten erwarten lassen, werde der Anteil bei Großinvestoren bis 5 Mill.$ unter Umständen sogar noch weiter steigen, so Sutton weiter. Im Zuge von Time Line-Funktion und Rebrandingmaßnahmen ändern sich auch die Werbestrategien der Marken. Vor der Time Line ging die Tendenz hin zur Schaffung von landing pages, im Zuge dieser Neuerung setzen Werbetreibende jedoch zunehmend auf social apps, weil Komponenten wie Aktivität oder Vernetzung der Kontakte die bloßer Reichweite mehr und mehr überlagern.

Klasse statt Masse

„Ein Unternehmen mit einem Budget von 5 Millonen $ , welches Traffic auf Facebook generieren möchte,  müsste circa 2 Millionen davon auf die Pflege von Inhalt und Community verwenden, schätzt Scott Symonds, von AKQA Media. Somit wären 20-50% des verbleibenden Geldes für Werbung auf Facebook zu verwenden, so Symonds weiter. Es geht also um die Qualität des Inhalts. Symonds will hier gar einen Paradigmenwechsel aufgrund des Turns zu sozialen Netzwerken erkennen und resümiert: „Wenn Sie guten Content produzieren, müssen Sie weniger Geld für die Verbreitung ausgeben.“ Denn das geschieht dann ganz von selbst.

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