Social Media Marketing

KMU: Social Media und Mobile auf dem Vormarsch

So reagieren kleine und mittlere Unternehmen auf die Trends zu Mobile und sozialen Netzwerken.

Paul Moore / photoXpress

Hierzu die aktuellste Version des Local Commerce Monitor von BIA/Kelsey, der das Werbeverhalten von KMU und deren Einstellung zu aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche durch Umfragen untersucht und regelmäßig erscheint.

So betreiben 32% der befragten KMU Mobile Advertising, 2012 waren es noch 28 Prozent. 40% gaben an, im Handel die Zahlungsabwicklung durch Mobile-Credit-Card-Systeme wie PayPal Here oder Square anzubieten.

52% nutzen Facebook, 25% Google Plus

Social Media sind unter KMU weit verbreitet: 72% der befragten Unternehmen gaben an, soziale Netzwerke für Marketingzwecke einzusetzen. 52% unterhalten eine Facebook-Seite, 25% eine Google Plus – Seite. Zwei Drittel gaben an, viel oder sehr viel Zeit und Engagement in den Aufbau und Betrieb ihrer Social-Media-Präsenz sowie der Kommunikation mit ihren Fans und Kunden zu stecken.

Warum bleibt Google Plus so weit hinter dem direkten Konkurrenten zurück? Viele KMU müssen sich für den Auf- und Ausbau wegen begrenzter Budgets auf wenige oder nur ein Netzwerk konzentrieren. Facebook verspricht dank einer breiteren und vor allem aktiveren Nutzerbasis noch immer die beste Alternative vor der vermeintlichen Geisterstadt Google Plus.

Großunternehmen verfügen hier über mehr Möglichkeiten: Die diesjährigen Fortune 500 nutzen größtenteils Twitter, Facebook und YouTube parallel für PR- und Marketingzwecke. Zum direkten Vergleich: 77% der Fortune 500 betreiben einen aktiven Twitter-Account, 70% eine Facebook-Seite und 69% einen YouTube-Kanal.

Hier die Ergebnisse des Local Commerce Monitor visualisiert:

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4 Gedanken zu „KMU: Social Media und Mobile auf dem Vormarsch

  1. WSU Beratungsgesellschaft mbH

    Danke für den Artikel! Wir beobachten Ähnliches: Viele KMUs sehen inzwischen ein, dass sie in den sozialen Medien vertreten sein müssen, bzw., dass das viele potentielle Vorteile mit sich bringt. Jedoch scheitert es häufig an der Umsetzung. Zu zeitintensiv, zu viele Kosten oder das Know-How fehlt einfach. Dass Google-Plus dabei deutlich schlechter abschneidet, ist ja nicht weiter verwunderlich. Bis auf einen geringen SEO-Effekt konnten wir bis dato bei fast keinem Kunden großartige Kundenreaktionen oder -interaktionen feststellen.
    Viel interessanter finden wir dann doch die neue GMB-Funktion für Beiträge. Diese sind zwar nur für etwa eine Woche sichtbar, sie lassen sich jedoch schön auf etwaige Blogposts verweisen.
    Liebe Grüße aus München

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  2. Werner

    @Michael, ich teile Deine Meinung voll und ganz und kann das nur bestätigen. Ich habe viele Jahre für einen Verzeichnisverlag im Internet-Sektor Internet-DL verkauft. Bis ein Handwerker oder Schreiner einsieht, dass er nicht nur eine gut konvertierende Webseite braucht und darüber hinaus mit solchen

    Bis die zu Themen wie SEO; SEM, SM, MM oder sonstigen für ihn böhmischen Dörfer auch nur einen Euro ausgeben, verblasen diese „Unterlasser“ ihr ganzes Jahresbudget für Marketing und Werbung in schwachsinnige und überteuerte Printwerbung.

    Das hat auch überhaupt keinen Sinn, dagegen zu argumentieren, da spare ich mir lieber die Zeit.

    Ich habe bei meinem neuen Projekt im Bereich „mobile Marketing“ zwar als Zielgruppe KMIU stehen, aber das „K“ daraus dick durchestrichen.

    Erst bei Firmen ab einer gewissen Größe und in bestimmten Branchen macht es Sinn, dort zu akqurieren. Die sind auch eher für neue Technologien aufgeschlossen und lassen sich auch überzeugen von der Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen.

    BG
    Werner

    Antworten
  3. Michael Marheine

    Grundsätzlich kann ich die Zahlen nachvollziehen, jedoch möchte ich aus meiner Erfahrung gerne eine Ergänzung geben. Ich kenne viele KMUs, die mir in den ersten Gesprächen auch mitteilen, dass sie auf diversen Plattformen unterwegs und aktiv sind. Jedoch nach einigen weiteren Fragen kommt dann meist raus, dass irgendeiner sich der Sache angenommen hat, der kurz vor der Pensionierung steht und das nur, weil er Head des IT-Bereichs und für die Datensicherheit im Unternehmen zuständig ist. Da werden dann gerne mal ein paar Dinge gepostet und von mir aus auch noch regelmäßig, aber nahezu nie mit einer von der Geschäftsleitung abgesegneten Strategie, selten mit interner Abstimmung zu den Marketingleuten, ganz selten mit dem Vertrieb des Unternehmen …

    Ich möchte nicht sagen, dass die vorgelegten Zahlen lügen, jedoch sehe ich die deutschen Unternehmen ganz schön hinten dran, wenn es um die richtige Nutzung der Social Media Profile für die Unternehmen selbst geht, also strategisch richtig, sehe ich die Zahlen zu optimistisch.

    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die zur Verfügung stehenden Budgets gar kaum einen wirklichen strategischen Aufbau möglich machen. Es begegnet mir eher immer das „wir wollen irgendwie mal versuchen, aber wir wissen noch nicht wie, … testen sollten wir schon mal, aber noch nicht so richtig investieren“ … so findet man aber keine Dienstleister mit Expertise, sage ich!

    Die vorgestellten Zahlen passen nicht zu der mir immer wieder entgegenschlagenden Frage: „Sagen Sie mir doch mal, was das für einen Sinn machen soll“ und der Aussage „meine Kunden sind nicht auf Facebook & Co.“ – das ist keine Beratung, keine Überzeugung sondern Missionarsarbeit!

    In Zeiten, da es Studiengänge zu diesen Themen gibt, kann sich doch nicht wirklich noch jemand fragen, ob das ganze unternehmerisch Sinn macht!

    Ach ja, Missionarsarbeit! Vielleicht gehe ich auch mit diesem Artikel bzw. mit den offerierten Zahlen zu hart ins Gericht. Ich kann aber nur meine Erfahrung darlegen, denn ich will mich nicht am Gesagten und Geschriebenen anderer (die durchaus andere Erfahrungen gemacht haben können) entlang hangeln. Ich schreibe nicht etwas, nur weil es andere auch so darlegen!
    Vielleicht darf ich deshalb – für Interessierte – auch ausnahmsweise einmal in einem solchen Post auf einen meiner Themenblogs hinweisen!? Ich werde ihn am Ende anhängen oder sie googeln einfach meinen Namen und Social Media bzw. Online-Marketing.

    Danke, dass Sie hier die Möglichkeit geben sich über Themen auch einmal kontrovers auseinander setzen zu können! Das bringt uns schliesslich alle weiter!

    Setzen Sie alle auf Social Media!

    Michael Marheine

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  4. Oliver Brügmann

    Guter Artikel. Wir erleben ähnliches, wobei sich auch immer mehr KMU auf andere soziale Netzwerke wie Instagram, Pinterest oder Tumblr einlassen. Ein größer Vorteil von Facebook ist sicherlich, dass sich insbesondere durch gezielte Werbemaßnahmen mit Facebook Ads eine große Followerschaft aufbauen lässt und man seine Zielgruppe relativ gezielt erreichen kann (Targeting). Was wir jedoch auch beobachten ist, dass es vielen Unternehmen an dem richtigen Content fehlt und die User/Kunden wenig eingebunden werden.

    In diesem Fall bieten übrige Netzwerke oft mehr Möglichkeiten. Insbesondere wenn es darum geht User Generated Content zu erzeugen und eine echte Community aufzubauen. Facebook wird von vielen sehr „privat“ genutzt und birgt daher auch eine gewisse Hemmschwelle, was die Interaktion mit Unternehmen angeht. Unsere Erfahrung zeigt, dass z.B. Instagram oder Tumblr weit mehr Interaktion zulassen. Wenn es gut angestellt wird, können Unternehmen ihren Kunden hier eine Plattform geben, auf der sich diese mit präsentieren können und somit eine viel stärkere Kundenbindung und Identifikation mit der Marke erfolgt.

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