SEO - Suchmaschinenoptimierung

Keyword-Strategie: Die Suchintention als Schlüssel zum SEO-Erfolg

Wie lassen sich in den Suchergebnissen die Absichten der User entdecken? Was bedeutet das für deine Keyword- und Content-Strategie?

Suchintention als Schlüssel für SEO

© unsplash - Evan Dennis, CC0

In einem jüngst veröffentlichten Whiteboard Friday beschäftigt sich Rand Fishkin mit unterschiedlichen Suchintentionen zu ein und demselben Keyword. Bei seiner Analyse untersuchte er zu drei verschiedenen Keywords die erste Suchergebnisseite, die Ergebnisse in Google Suggest und die Keyword-Vorschläge der Related Search.

Damit stellt er dar, dass das Verstehen der Suchabsicht einer der wichtigsten Schritte der Keywordstrategie ist.

Darstellung der Fallstudie

Fall 1: Keyword “damaged furniture”

Hier ließen sich drei unterschiedliche Suchintentionen identifizieren. Was zeigten die SERPs?

  • Platz 1 und 2: Verkaufsangebote für günstige Möbel mit Fehlern.
  • Platz 3: Serviceangebot, beschädigte Möbel zu reparieren.
  • Platz 4: Ratgeber, wie du beschädigte Möbel selbst reparierst.

Fall 2: Keyword “ecommerce site design”

Jetzt zeigten sich zwei Suchintentionen:

  • Angebote für Shop-Design auf Platz 1 als Intention A.
  • Dahinter Inspirationen für Shop-Design als Intention B.
  • Intention B beherrschte auch die Ergebnisse der Related Search

Fall 3: Keyword “Halloween Kostüme”

Hier spielt Google überwiegend multimediale Inhalte aus.

  • Zuerst wird das Snippet der Bildersuche ausgespielt.
  • Anschließend URLs von Bildportalen wie Pinterest.
  • Danach Video-Ergebnisse von Youtube.
  • Die Keyword-Vorschläge der Related Search verweisen ebenfalls auf bildhaltigen Content und offenbaren Suchintentionen, welche die erste Ergebnisseite nicht abbildet.

Gehen wir auf Fishkins Schlussfolgerungen näher ein.

Was tun, wenn eine abweichende Suchintention die SERPs beherrscht?

Dominiert eine Suchintention die hohen Positionen der SERPs und die Suchwortvorschläge der Related Search, so ist ein gutes Ranking für eine alternative Suchintention schwierig bis unmöglich. In diesem Fall ist es besser, Anzeigen zu schalten oder ein präziseres Keyword zu targeten.

Was tun, wenn Multimedia Content die SERPs dominiert?

Tauchen überwiegend Bilder in den Suchergebnissen auf, dann ist SEO für Bilder absolut notwendig.

Außerdem ist kanalübergreifende Suchoptimierung gefragt. Im Beispiel sprach Fishkin von Pinterest-SEO oder Youtube-SEO.

Fall: Related Search offenbart eine Lücke

In dem Multimedia-Beispiel offenbarten die Suchwortvorschläge der Related Search eine Content-Lücke. Dort zeigte sich eine Suchintention, die auf der ersten Ergebnisseite nicht berücksichtigt wurde.  Hier, so Fishkin, bieten sich Ranking-Chancen auf Seite 1 für den, der es versteht, diese Suchintention mit entsprechendem Content auf seiner Website und in den Multimedia-Kanälen zu füllen.

Beurteilung

Fishkins Studie zeigt sehr schön, wie wichtig die Analyse der Nutzerintention für den SEO-Erfolg ist. Nur stur Keywordlisten in SEO-Tools abzuarbeiten ist zu wenig. Auch die Vorschläge in Google Suggest oder in der Related Search helfen, die Absichten der User zu verstehen. Das Verständnis der Suchintention ist daher ein entscheidender Schritt bei der Keyword-Strategie.

SEO-Content-Chancen ergeben sich dann, wenn beispielsweise die Related Search Suchintentionen offenbart, welche die erste Ergebnisseite nicht berücksichtigt.

Sehr wertvoll für die Diskussion um die perfekte Keyword-Strategie sind die Tipps, wie mit Suchanfragen umzugehen ist, die multimediale Suchergebnisse auslösen.

Trotzdem bleiben Fragen offen. Ist es in der Keyword-Recherche nicht besser, sofort auf Suchanfragen mit eindeutiger Intention zu setzen? Beispielsweise ausgehend vom Shorttail-Keyword die Longtail-Keywords mit eindeutiger Suchabsicht zu identifizieren.

Wie geht Ihr mit dem Thema “Suchintention” um? Was ist eure Vorgehensweise?

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

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