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Warum Instagram sich gegen Snapchat durchsetzen wird

Sollten Marketer auf Instagram oder Snapchat setzen? Die Entwicklung des vergangenen Jahres spricht eine deutliche Sprache.

© pixabay.com

Was Mark Zuckerberg anfasst, wird zu Gold. Nachdem Snapchat ihm verwehrt blieb, verbaute er kurzerhand einige der beliebtesten Features der App in Instagram. Das hat nicht nur positiv zum Nutzererlebnis beigetragen, sondern die Facebook-Tochter an der Konkurrenz vorbeiziehen lassen.

Updates vom Band und ein medialer Buzz für Instagram

Instagram verzeichnet ein überproportionales Wachstum. Allein im letzten halben Jahr hat die App 100 Millionen aktive Nutzer dazugewonnen und kommt derzeit auf ganze 600 Millionen Accounts. Snapchat hat unseren Konsum von Inhalten, die Nutzung unserer Kameras und die Erwartungen, die wir an Unternehmen stellen, komplett verändert und ist für eine jüngere Zielgruppe weitaus attraktiver als Instagram. Während Snapchat ein wenig an Advertising-Möglichkeiten herumprobiert und sich ansonsten auf die Spectacles konzentriert hat, erzeugte Instagram aufgrund der fast wöchentlichen Updates schlichtweg den größeren medialen Buzz und blieb so im Gespräch. So konnte sich Letzteres als Dreh- und Angelpunkt für das Marketing etablieren und die Plattform weiter ausbauen.

Waren die User über die Ankündigung eines Algorithmus im Instagram Newsfeed im ersten Moment entsetzt, hat sich die Aufregung inzwischen gelegt. Die 100 Millionen neu hinzugekommenen Nutzer haben Instagram ausschließlich mit einem Algorithmus-basierten Newsfeed kennengelernt, ihnen ist die chronologische Reihenfolge völlig fremd. Letzten Endes ist die Sortierung nach Relevanz gar nicht schlecht angekommen und sehr viel besser als zuvor befürchtet.

Das einschneidende Algorithmus-Update hat die App weiter beflügelt. In der Folge kamen weitere richtungsweisende Updates wie Stories, Business Pages oder Live Video. Und erst kürzlich führte Instagram kleinere Updates, wie etwa Lesezeichen, hinzu sowie Fotos und Videos in den Direktnachrichten, die sich nach 24 Stunden selbst löschen.

Wachsende Usergemeinde, hochwertige Markeninhalte

Die bedienerfreundliche und populäre App zieht immer mehr User an. So machen die 30- bis 49-jährigen derzeit bereits 28 Prozent der Gesamtanzahl an Usern aus, weitere 11 Prozent werden von den 50- bis 64-jährigen gestellt.

Instagram gelingt es, die verschiedenen Ansprüche der unterschiedlichen Generationen unter einen Hut zu bekommen. So erfreut sich die jüngere Altersgruppe an sich selbstlöschenden Privatmitteilungen, während die älteren, einkommenstärkeren User sich an exquisitem Content und Werbeinhalten erfreuen.

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Werbeanzeige von Ratsherrn auf Instagram.

Die geposteten Inhalte werden qualitativ immer hochwertiger: Freizeit-Mittagessen-Knipser wurden derweil abgelöst von professionellen Bloggern und Fotografen. Die Usergemeinde sieht sich gern Markeninhalte an und folgt proaktiv Brands auf Instagram. Viele Brands haben ihr Instagram Marketing inzwischen professionalisiert und liefern der Zielgruppe entsprechende Inhalte.

Organischer Post von Bolia, einer dänischen Designer-Einrichtungskette mit hohem Engagement.

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Die beliebtesten Features der populärsten Social Networks vereint

Nicht nur, dass die Updates des vergangenen Jahres die Plattform wesentlich verbessert und zu einem überproportionalen Wachstum beigetragen haben dürften. Sie haben auch für den nötigen medialen Buzz gesorgt, so dass die App stets im Gespräch blieb. Die Weiterentwicklung hat Facebook sich einen hohen Betrag kosten lassen, doch die Implementierung beliebter Features anderer populärer Plattformen haben auch dazu beigetragen, dass die App für 600 Millionen User weltweit zu einem unverzichtbaren Begleiter und einer effektiven Marketingmaschine für Brands avanciert ist.

Quelle: Entrepreneur

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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