Social Media Marketing

Instagram Stories: Mit kopiertem Feature zu höheren Interaktionsraten

Mit Instagram Stories erweitert die Plattform ihre Features um ein Element, das Viele bereits von einer anderen App kennen.

© Flickr / Banalities, CC BY 2.0

Instagram beginnt heute mit dem Rollout seines neuen Features „Instagram Stories“ und übernimmt damit eine beliebte Funktion der direkten Konkurrenz. Damit will die Plattform die Interaktionsraten wieder erhöhen – ob die Idee bei den Usern aber so gut ankommt?

Instagram Stories sollen für mehr Engagement sorgen

Eigentlich ist es bislang ja Snapchat, das berühmt für seine flüchtigen Inhalte ist, die sich sowohl auf normale Snaps als auch auf die sogenannten Stories erstrecken. Dass das Unternehmen den 3 Milliarden Dollar Übernahme-Deal von Facebook ausgeschlagen hat, hindert das Zuckerberg’sche Imperium allerdings nicht daran, nun unverblümt Features zu kopieren, mit denen sich eigentlich Snapchat einen Namen gemacht hat: Mit Stories launcht Instagram nun ein neues Format, das nahezu identisch zu den Snapchat Stories ist – und auch so heißt. Wohl vor dem Hintergrund des weiterhin sinkenden Engagements will Instagram die User damit dazu bewegen, wieder mehr Inhalte aus ihrem Leben zu posten.

Denn Instagram hat sich als Plattform für Hochglanzfotos etabliert. Die Ansprüche der User sind hoch, weshalb viele von ihnen nur einmal pro Woche oder noch seltener Bilder hochladen – auch besteht die große Gefahr, Follower zu vertreiben, wenn zu viel hintereinander veröffentlicht wird. Snapchat, die Personalisierung der Vergänglichkeit, konnte die Nutzer mit seinen sich selbst löschenden Inhalten dazu bewegen, die App regelmäßiger zu nutzen. Die Bilder und Clips verschwinden nach einmaligem ( maximal aber zweimaligem) Ansehen gänzlich, so dass die User freizügiger und häufiger posten. Außerdem ist die App für die meisten regelmäßigen User eher ein privater Messenger als ein Social Network, denn wer die Inhalte zu sehen bekommt, entscheidet immer noch der Nutzer selbst.

Instagram Stories: Erscheinung und Funktionsweise

Mit Instagram Stories will der Facebook-Ableger die Messlatte nun tiefer legen, so dass Nutzer auch hier häufiger Content hochladen, der nicht unbedingt den Ansprüchen und hohen Erwartungen entspricht, die man ansonsten von der Plattform gewohnt ist.

Über dem Newsfeed werden also die Avatare von Usern zu sehen sein, die eine Story veröffentlicht haben und denen du folgst. Die Stories enthalten alle Fotos und bis zu zehn Sekunden lange Videos, die innerhalb der letzten 24 Stunden gepostet wurden. Die Reihenfolge, in denen die Avatare angezeigt werden, sind angeblich nach Relevanz sortiert. Nach dem Antippen einer Story wird diese im Vollbildmodus abgespielt. Anders als bei Snapchat, führt ein Klick auf die linke Displayhälfte zu einem früheren Post. Auch können die Inhalte in den Stories nicht geliked, dafür aber Nachrichten verschickt werden.

Instagram Stories - Creating

Auf dem linken Screenshot ist zu sehen, dass die Stories über dem Newsfeed in Form von Avataren platziert sind. 

Neue Stories sind durch einen farbigen Kreis gekennzeichnet. Um zu sehen, wer deine Story angesehen hat, musst du nach oben swipen und darüber hinaus kannst du einzelne User blocken, so dass sie deine Story nicht ansehen können. Auch sind deine Stories so öffentlich wie dein Account: Ist er privat, sind die Inhalte nur von deinen Followern einsehbar, ist er öffentlich, hat prinzipiell jeder Zugriff.

Instagram Stories

Die Inhalte der Instagram Stories können – wenig überraschend – wie bei Snapchat durch bunte Text- und Zeichenfunktionen abwechslungsreicher gestaltet werden.

Das weltweite Rollout findet in den kommenden Wochen durch ein iOS- sowie Android-Update statt.

Was haltet ihr vom neuen Feature? Sinnvolle Ergänzung oder langt die Funktion euch auf Snapchat aus?

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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