Social Media Marketing

Instagram optimiert Visuals für Sehbeeinträchtigte

Instagram ermöglicht sehbeeinträchtigten Nutzern ein besseres Verständnis der Inhalte. Per Screen Reader hören sie automatisierte Beschreibungen.

Instagram inkludiert Sehbeeinträchtigte mehr, © Instagram

Für mehr als eine Milliarde Nutzer weltweit ist Instagram längst zum Social Place to be avanciert. Doch die digitale Erreichbarkeit von stark bildbasierten sozialen Medien birgt gerade für Menschen mit sehr starken Sehschwächen einige Hürden. Solche Barrieren baut Instagram nun dank KI ab und erleichtert die Wahrnehmung der Inhalte auf der Plattform.

Sehbeeinträchtige erhalten besseren Zugang zu Instagram

Das soziale Medium gab bekannt, dass zwei Updates dafür sorgen sollen, dass auch sehschwache Nutzer Content aus dem Feed, Explore oder von Profilen auf der Plattform besser wahrnehmen können. Immerhin haben weltweit über 285 Millionen Menschen eine Sehbeeinträchtigung, die die Ansicht von Social Media-Inhalten kaum möglich machen würde.

Zu den Neuerungen zählt, dass automatisiert alternative Texte für Fotos bereitgestellt werden. Diese werden über eine KI generiert und können von den Nutzern mit Problemen beim Sehen über einen Screen Reader abgehört werden. Eine Object Recognition-Technologie beschreibt die Bilder und geht dabei auch auf einzelne Elemente ein – an dieser Stelle ließe sich schon annehmen, dass diese Optimierung ebenso hinsichtlich der Werbung für Zielgruppen mit Sehbeeinträchtigung von Vorteil sein könnte.

Außerdem wird aber genauso ein individualisierbarer Text für die Bilder entwickelt, damit die Beschreibung der Visuals aussagekräftiger gestaltet werden kann.

Die Erstellung von Texten als Bildbeschreibungen macht die Visuals mehr Menschen zugänglich (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Instagram

Für viele User wird das eine absolute Bereicherung darstellen und die Community ist begeistert.

In der Tat ist eine solche technologische Entwicklung förderlich für mehr Partizipation. Instagram selbst kann auf diese Weise womöglich langfristig seine Nutzerzahlen steigern. Und vielleicht wird auf diese Weise ebenfalls eine spezialisierte Option für die umfassendere Distribution von digitaler Werbung geschaffen. Diese sollten auch andere Plattformen nicht außer acht lassen. Für den Moment darf das Update aber einfach als Optimierung für die Internetgesellschaft anerkannt werden.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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