Social Media Marketing

Influencer Marketing: Vom Underdog zur aufstrebenden Disziplin im Marketing-Mix

Influencer Marketing erfreut sich großer Beliebtheit. Eine Studie zeigt nun, dass die Disziplin weiter wächst – aber weniger populär ist, als angenommen.

© Anthony DELANOIX | Unsplash.com

Zwar ist Influencer Marketing gefühlt in aller Munde, doch kennt die Mehrheit der verantwortlichen Marketer die Disziplin laut einer Studie noch nicht. Nichtsdestotrotz ist sie mehr als ein Buzzword und auch weiterhin stark am Wachsen, wie die Untersuchung der webguerillas nun zeigt.

Zielgruppen mit Influencern erreichen, Reichweite erhöhen

Die Social Media- und Influencer Agentur befragte im Juni dieses Jahres 250 Marketing Entscheider zu ihren bisherigen Erfahrungen mit der Trend-Disziplin. Demnach war der Mehrheit der Befragten (58 Prozent) nichts über Influencer Marketing bekannt. Diejenigen aber, die es bereits nutzten (42 Prozent), waren davon auch überzeugt.

So sehen zwar nur 16 Prozent der Marketer die Möglichkeit, durch Influencer Kampagnen ihre Umsätze zu steigern, doch nannten 41 Prozent das Erschließen neuer Zielgruppen als Grund für den Einsatz der beliebten Internet-Popstars. 40 Prozent nutzen Influencer, um mit ihrer Zielgruppe interagieren zu können, und 38 Prozent der Befragten gaben einen Image-Lift als Grund an.

Der WWF spannte für seine #VivaAmazonia Kampagne den YouTube Influencer Unge ein.

Der WWF spannte für seine #VivaAmazonia Kampagne den YouTube Influencer Unge ein.

Dies passt auch zu den bereits gemachten Erfahrungen mit Influencer Kampagnen: 40 Prozent der Marketer konnten durch den Einsatz tatsächlich neue Zielgruppen erschließen, 29 Prozent sprachen von einer erfolgreichen Reichweitenmaximierung sowie einer Marken-Verjüngung. Immerhin knapp ein Viertel gab an, mithilfe der Influencer einen Image-Lift generiert zu haben.

Influencer Marketing bedeutet eine umfangreiche Betreuung, die sich aber durchaus lohnt

Influencer Marketing etabliert sich als eine zentrale Disziplin im Marketing Mix. Die praktische Umsetzung und die Wirkungsmechanismen sind aber weitaus komplexer als viele Entscheider es von den klassischen Disziplinen her kennen. Die gesamte Wertschöpfungskette reicht von kleineren Kooperationen bis hin zur Integration der Meinungsmacher in den eigenen Innovationsprozess. Hier ist in den kommenden Monaten noch einiges zu erwarten
– David Eicher, Geschäftsführer der webguerillas.

So wird die umfangreiche Betreuung der Influencer von Marketern als häufigster Kritikpunkt aufgezählt. Die junge Disziplin muss also bei ihren potentiellen Nutzern noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Immerhin ist knapp ein Drittel der Marketer von der Arbeit mit Influencern überzeugt, doch 60 Prozent wollten zu dem Zeitpunkt noch kein abschließendes Urteil abgeben. Dies verwundert kaum vor dem Hintergrund, dass viele Unternehmen vermutlich rasant wachsende Umsätze erwarten, sobald sie eine Influencer Kampagne laufen lassen. Bei der Disziplin sollte in erster Linie an Brand Awareness und eine positive Reputation gedacht werden, statt eines massiven Abverkaufs der promoteten Produkte.

Allerdings: Die Studie wurde bereits im Juni durchgeführt, weshalb es wahrscheinlich ist, dass Influencer Marketing inzwischen weit bekannter ist als noch vor vier Monaten.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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