Display Advertising

Google bringt YouTube Livestreams und interaktiv 3D-Elemente in Display Ads

Mit Livestream und Swirl führt Google zwei neue immersive Ad-Formate für Display & Video 360 ein, die das Advertising auch für Nutzer aufregender machen.

© Google

Heute reicht es oft nicht mehr aus, allein mit Display Ads für ein neues Produkt oder die Marke selbst zu werben. Die User sind in einem schnelllebigen Netz unterwegs und bewegen sich auf Plattformen mit ansprechenden Visuals, Video Content oder interaktiven Formaten. Daher bietet Google nun zwei besonders interaktive Werbeerfahrungen an. Die Integration von YouTube Livestreams sowie von immersiven 3D Features in Display Ads.

Das neue Display-Format Swirl macht Produkte erfahrbarer

Swirl wurde von Google für das Mobile Web konzipiert und ist bei Display & Video 360 verfügbar. Dieses Format ist eines von zwei neuen, die Googles Produktmanagerin Rashi Verma im Blogpost vorstellt. Dank Swirl können Nutzer mit den beworbenen Produkten interagieren als wären sie wirklich greifbar. Sie lassen sich in alle Richtungen drehen und ein Zoom hinein und wieder hinaus ist möglich. Das Kosmetik-Unternehmen Guerlain zeigt anhand eines Parfums, wie wirkungsvoll das in einer Display Ad sein kann.

Jean-Denis Mariani,Chief Digital Officer bei Guerlain, zeigt sich von der Dynamik begeistert:

Swirl is opening up a whole new creative canvas for us. We’re able to tell a more dynamic story about our products and give customers a powerful new way to interact with them.

Marken, die bereits 3D-Elemente zur Verfügung haben, können diese im Google Web Designer im Bereich für 3D-/Swirl-Komponenten einsetzen, um eine Ad zu kreieren. Über Googles 3D-Plattform Poly lassen sich derlei Elemente bearbeiten, einstellen oder veröffentlichen. Wer bei der Erstellung von 3D-Inhalten Hilfe benötigt, kann unter anderem auf Googles Partner zurückgreifen, die hier Expertise aufweisen. Außerdem gibt ein ausführlicher Blogpost Aufschluss darüber, wie die immersiven Ads konkret integriert werden können.

YouTube Livestreams über Display Ads bewerben

Neben dem neuen Ad Feature Swirl bietet Google nun auch die Option, über Display & Video 360 den eigenen YouTube Livestream in Display Ads zu integrieren, die auf diversen Screens und Geräten laufen. Im Google Web Designer findet sich ein neues Template, über das bereits vorhandener Livestream Content für die Ads genutzt werden kann.

Das neue Format erlaubt es Nutzern unmittelbar mit dem Video in Interaktion zu treten. Dabei werden bekannte Steuermechanismen wie bei YouTube genutzt. So können Nutzer eine Preview für den Livestream wählen oder ihn als Full Screen Content wahrnehmen. Außerdem kann per Klick auch direkt auf YouTube weitergeschaut werden.

Google kommuniziert den Anspruch, künftig weitere Werbelösungen herauszubringen, die derart interaktiv sind. Dabei möchte man den Nutzern eine besonders Engagement-fokussierte Erfahrung bieten; und diese kann sich für Advertiser als sehr wertvoll erweisen. Noch befinden sich Swirl und das neue Livestream-Format in einer limitierten Beta-Version. Informationen dazu können Werbetreibende über den Display & Video 360 Account Manager einholen.

Sobald die Funktionen aber umfassend ausgerollt werden, könnten Marken damit sicher eine deutlich höhere Aufmerksamkeit für ihre Ads generieren. Und diese Formate sollten nur der Anfang sein. Denn während Advertiser auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, um Engagement für ihre Anzeigen zu erreichen, setzen die Werbenetzwerke nach und nach auf immer neue, vielversprechende Varianten. Vor allem das interaktive Element dürfte hierbei künftig noch relevanter werden; und die Interaktionsmöglichkeit sollte über den CTA hinausgehen. Google liefert bereits zwei aufregende Optionen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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