SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google warnt: Eingebettete Instagram-Bilder als SEO-Problem

Wer Bilder von Instagram in seinen Content einbindet, könnte dadurch Traffic von Googles Bildersuche einbüßen. Denn die Integration bringt ein noindex Robots Meta Tag mit sich.

© Reza Rostampisheh - Unsplash, Instagram

Ein Seitenbesitzer beklagte deutliche Traffic-Verluste über die Google Bildersuche, nachdem er verschiedene Bilder von Instagram in seine Inhalte integriert hatte. Nach Tests von John Mueller und Glenn Gabe wird deutlich, dass das Einbetten von Instagram-Bildern zum SEO-Problem werden kann. Denn über ein noindex Robots Meta Tag mach Instagram klar, dass die Bilder nicht mit der Seite zusammen indexiert werden sollen.

Bilder von Instagram können Search Traffic über Bildersuche beeinträchtigen

Diese Erkenntnisse teilt SEO-Experte Barry Schwartz bei Search Engine Roundtable. In einem Google Hangout wurde Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller auf die Problematik angesprochen. Es ging um einen 43-prozentigen Rückgang in Image Search-Klicks, über Nacht, bezogen auf einen ansonsten verlässlichen Artikel. Daraufhin prüfte Mueller, was es mit den Instagram-Bildern auf sich hat, sobald man diese in seinen eigenen Content integriert. Die Antwort: der Einbettungscode enthält ein Robots Meta Tag mit noindex-Angabe. So wird durch den Code von Instagram verhindert, dass das entsprechende Bild bei Google Bilder im Kontext der Seite, bei der es eingebaut wurde, rankt. Mueller erklärt:

But what really kind of breaks the story for us is that within the content that is embedded from from Instagram on with within the iframe. They use a no index robots meta tag. And this meta tag tells us that you don’t want those images indexed together with the page itself. So if we just look at that iframe content we can recognize that there’s an image, there we can crawl that image but with that meta tag you’re basically telling us that you don’t want this image index together with that landing page.

Auch Glenn Gabe von Search Engine Land machte den Test und stellte das Ergebnis bei Twitter dar.

Der Verlust von Search Traffic über die Bildersuche ist demnach eine Folge des Einbettens der Instagram-Bilder. Dieses Einbetten kann für den Inhalt sinnvoll sein, wenn Kommentare oder Likes, die angezeigt werden, Relevanz besitzen. Für Google sind derlei eingebettete Elemente jedoch deutlich schwieriger zu indexieren. Um solche Bilder auch bei Google indexiert zu wissen, sodass womöglich der Search Traffic über die Bildersuche gewährleistet werden kann, müssten Webmaster die Bilder ein zweites Mal integrieren, also noch einmal als Bild selbst in den HTML Code einschreiben beispielsweise.

Letztlich müssen sich die Seitenbetreiber aber überlegen, ob die Content-Qualität durch die Einbettungen verstärkt wird und wie wichtig im Vergleich der Traffic über die Bildersuche ist. Eine Optimierung in beide Richtungen ist möglich, braucht aber Zeit und Aufwand. John Mueller klärt im Video detaillierter darüber auf.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Ein Gedanke zu „Google warnt: Eingebettete Instagram-Bilder als SEO-Problem

  1. Jean-Pierre

    Oh, das kam unerwartet. Wie soll man dann vorgehen? Den Uploader des Bildes fragen, ob man das Bild selbst auf seiner Webseite hochladen darf? Gänzlich darauf verzichten?

    Antworten

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