SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google bringt neue Version für Mobile Page Speed Tool „Test My Site“

Googles Test My Site liefert nun Vergleiche, Auswirkungen auf die Einkünfte und empfohlene Optimierungsmöglichkeiten in Bezug auf Mobile Page Speed.

Googles Test My Site bekommt ein Update, © Google

Die mobile Ladegeschwindigkeit zählt zu den wichtigsten Rankingfaktoren und ist für die Nutzer von besonderer Relevanz. Webmaster sollten daher ihre Seiten regelmäßig prüfen. Und nun haben sie mit Googles überarbeiteter Version von Test My Site ein Tool zur Verfügung, das an einem Ort Page Speed nicht nur misst und gegenüber der Konkurrenz einordnen kann, sondern ebenso Lösungsvorschläge liefert.

Test My Site wird optimiert, mobiles Surfen steht im Fokus

Im Blogpost erklärt Googles Jerry Dischler, Vice President im Produktmanagement, dass das mobile Web die meistgenutzte Plattform ist und daher Innovationen vonnöten sind, um die mobile Experience weiter zu verbessern. Nach internen Google-Daten wird jeder zweite Einkauf über das Smartphone getätigt, während 60 Prozent der Internetnutzung mobil erfolgt. Bei dieser Entwicklung ist auch die Ladegeschwindigkeit extrem relevant. Diese ist jedoch bei vielen Seiten noch zu gering. Braucht eine Seite im mobilen Kontext mehr als 2,5 Sekunden zum Laden, gilt das als langsam (erst bei einer Sekunde und weniger kommt das Prädikat „schnell“ zum Einsatz). Ob die eigene Seite sich in diesem Rahmen bewegt, wie sie sich gegen Wettbewerber schlägt und wie sie letztlich zu mehr Page Speed gelangt, offenbart Googles Test My Site-Tool nun umfassend.

Dafür wurde eine „Top-to-Bottom“-Überholung des Tools durchgeführt. Daher können Nutzer desselben jetzt Folgendes prüfen:

  • Bewertungen der Ladezeit von gesamten Websites und von einzelnen, untergeordneten Seiten
  • die Entwicklung der Ladezeit im Vergleich zum Vormonat (Verbesserung oder Verschlechterung)
  • ob eine Website als schnell, durchschnittlich oder langsam eingestuft wird
  • einen Vergleich der eigenen Ladegeschwindigkeit mit anderen Branchenteilnehmern
  • die mögliche Auswirkung der Ladezeit auf die Conversion Rate und den Umsatz
  • individuelle Handlungsempfehlungen in Form eines Berichts zur Verbesserung der mobilen Geschwindigkeit

Welche Vorteile die Optimierung der Ladegeschwindigkeit haben kann, gibt Google selbst an. Telefónica senkte die mobile Ladezeit von sechs auf zwei Sekunden – 31 Prozent mehr Klicks aus der Google-Suche und 33 Prozent mehr Leads aus Klicks waren die Folge.

Test My Site in der Übersicht

Beim Tool Test My Site können die Seitenbetreiber oder andere Interessierte die URL ihrer Seite eingeben und erhalten vorab bereits einige grundlegende Informationen zu Mobile Page Speed. Dann folgen die Ergebnisse. Kaum überraschend lädt Googles mobile Seite sehr schnell, in 0,9 Sekunden. Es wird angegeben, dass die Seite im Monatstrend sogar um 0,1 Sekunden schneller geworden ist.

Googles mobile Seite lädt sehr schnell, © Google

Angegeben wird außerdem auch, dass es sich in Deutschland um 4G als Grundlage handelt. Die Ladegeschwindigkeit kann jedoch auch für andere Länder angezeigt werden. Zudem lässt sich die Ladezeit bei der direkten Konkurrenz darstellen.

Das Tool zeigt auch die Konkurrenz und ihre Geschwindigkeit im Vergleich an, © Google

Die weiteren Features haben ebenfalls viel Potential für die Seitenbetreiber. Zunächst lässt sich angeben, welchen finanziellen Mehrwert eine schnellere mobile Seite für die Website insgesamt haben könnte. Dabei wird eine mögliche Steigerung des Jahresumsatzes errechnet.

Die Page Speed-Optimierung kann am Ende Geld Wert sein, © Google

Weiterhin liefert Googles Tool individualisierte Hinweise, wie die Seite überhaupt schneller gemacht werden kann. Die Tipps reichen vom Minifizieren des JavaScripts bis hin zum Erhöhen der Lebensdauer von Caches. Schließlich bietet Google dem Nutzer an, dass ein Bericht erstellt und mit dem ganzen Team geteilt werden kann.

Empfehlungen zur Optimierung und ein Bericht können Webmastern helfen, © Google

All die Neuerungen und die Konzentration der hilfreichen Features an einem Platz sollten dafür sorgen, dass die Seitenbetreiber ihre Websites gründlich prüfen – und zwar wiederholt. Damit können sie nicht nur die allgemeine mobile Erfahrung der Nutzer verbessern, sondern sich gegebenenfalls einen Wettbewerbsvorteil verschaffen – der sich im Tool sogar direkt dokumentieren lässt.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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