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Googles Kampf gegen Webspam: Trends, die Reaktionen fordern

Google zeigt im Webspam Report 2016, wie die Entwickler auf die neuen Herausforderungen des Spamming reagieren, sodass Usern eine gute UX ermöglicht wird.

© Flickr / Toshiyuki IMAI, CC BY-SA 2.0

Im Webspam Report 2016 benennt Google Probleme mit Spam und zeigt auf, wie das Unternehmen darauf reagiert. Darüber hinaus wird auf Praktiken verwiesen, die ein besseres Netz unterstützen sollen. Wir diskutieren im Folgenden Googles Erkenntnisse.

Der Webspam Report: Google erkennt Trends und geht gegenan

Google sagt Webspam Jahr für Jahr den Kampf an. Da dieser die User mindestens stört, legitimen Websites aber auch schaden kann, wenn es etwa um Search Traffic geht, ist diese Aufgabe für die Suchmaschine von großer Bedeutung. Dabei fallen bei immer mehr Content im Web besonders die Probleme der Sicherheit dort ins Auge. Google führt an, dass im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr 32 Prozent mehr Seiten gehackt worden sind. Immerhin konnten jedoch 84 Prozent der Webmaster, die einen Antrag auf erneute Überprüfung stellten, erfolgreich ihre Seite bereinigen.

Allerdings kamen weitere Probleme in Bezug auf die Netzsicherheit ins Spiel, die Google benennt:

  • Social Engineering
  • ungewollte Software
  • Ad Injection
  • Spam, der User auf andere Seiten leitet

Als Reaktion hat Google Optimierungen für Hilfsseiten vorgenommen. Etwa, wenn die Seite gehackt wurde. Nutzer werden auch besser vor gefährlichen Seiten geschützt und sicheres Browsing für Webmaster kann mit detaillierterer Hilfe vonseiten Googles gewährleistet werden. Vor allem, da User mehr über mobile Geräte suchen, ist eine Einschränkung dahingehenden Spams vonnöten.

Wie Google den Kampf angeht

Um Webspam zu bekämpfen, sind Googles Algorithmen weiterentwickelt worden. Als Updates zu Penguin, das überoptimierte und damit potentielle Webspam Seiten ausfindig machen kann, sind mehr Granularität und Real Time Arbeit angeführt. So können Änderungen wie Re-Indexierungen schneller auftauchen. Und Spam wird nicht mehr nur auf Grundlage der Website als Ganzes, sondern anhand einzelner Signale überprüft.

Darüber hinaus hat Google Spam, der nicht über Algorithmen identifiziert wurde, auch manuell aufs Korn genommen. Neun Millionen Nachrichten wurden an Webmaster verschickt, deren Websites mit Webspam in Verbindung standen.

Des Weiteren wurden Websites, die das Structured Data Markup verwenden, einem Qualitätscheck unterzogen. Ebenfalls manuell wurden bei 10.000 Seiten, die den entsprechenden Richtlinien zur Qualität nicht treu waren, Sanktionen vollzogen.

Wie Google das Netz proaktiv besser machen möchte

Während viele Optimierungen oder Benachrichtigungen von Webmastern usw. als Reaktion auf illegitimes Verhalten im Netz zurückgehen, versucht Google auch im Vorhinein Wege zu finden, Webspam einzuschränken oder zumindest rasch erkennen und unterbinden zu können.

Im Zuge dessen wurden im letzten Jahr 180.000 Berichte von Usern eingereicht, die Webspam zum Thema hatten. Nach einer Prüfung hat Google jedoch nur 52 Prozent der aufgeführten Seiten mit vermeintlichem Spam auch als solchen eingestuft. Diese Möglichkeit der Berichte über Spam hilft Google bei der Identifikation weiterer „Übeltäter“. Zudem konnten in über 170 Online Office Stunden und Live Events mehr als 150.000 Webmaster, Marketer und Webseiteneigner erreicht werden, sodass diese stets am Puls der (Google)Zeit und damit mit den Richtlinien gut vertraut sein dürften.

Auch das Webmaster Help Forum hat vielen helfen können. 2016 wurden 67.000 Fragen thematisiert. Letztlich hat Google mit den Top Contributor Meetups, einem Treffen von 119 freiwilligen Mitwirkenden und aufstrebenden Kennern der Branche, die von Google eingeladen wurden, noch mehr Innovationskraft gebündelt. Und das auf vier Kontinenten (Europa, Asien, Nord- und Südamerika).

Grafik zu Googles Top Contributor Meetups weltweit, © Google

Da Google jedem User die Möglichkeit geben möchte, ohne Spam eine informative und qualitative Search Experience zu erfahren, sind die im Report angeführten Ansätze weitere Schritte in diese Richtung. Klar ist aber auch, dass mit der wachsenden Konkurrenz im immer weitläufigeren Netz auch weitere und komplexere Schwierigkeiten auf Google – und auch andere Plattformen und Suchmaschinen – zukommen. Google muss also an seinen Aufgaben wachsen. Mehr Proaktivität, wie vom Unternehmen zumindest angeführt („Working with users and webmasters for a better web“), kann dafür der Schlüssel sein.

Quelle: Google Webmaster Central Blog

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