SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google verrät die drei wichtigsten SEO Faktoren für 2017

Drei Kernthemen spielen im Jahr 2017 aus Sicht von Google eine besonders wichtige Rolle. Wir stellen euch diese Bereiche im Detail vor.

© Pexels / Caio, CC0

In einem Interview mit Search Engine Land bestätigt Gary Illyes von Google die Kernthemen der Google-Websuche für das kommende Jahr. Besonders überraschend waren die Aussagen im Interview nicht:

  1. Maschinelles Lernen
  2. AMP (Accelerated Mobile Pages)
  3. Strukturierte Daten

Maschinelles Lernen – RankBrain Algorithmus

Das Hummingbird-Update von Google legte den Grundstein für RankBrain. Hummingbird interpretiert Suchanfragen und versucht daraus die Intention des Users abzuleiten. RankBrain kommt mittlerweile bei jeder Suchanfrage von Google zum Einsatz. Beim maschinellen Lernen interpretiert der Algorithmus den Content einer jeden Seiten in Echtzeit und entwickelt sich dabei kontinuierlich weiter. Laut Aussage von Jeff Dean, einer der führenden Mitarbeiter bei Google zum Thema künstliche Intelligenz, spielt RankBrain “vermutlich nicht bei jeder, aber bei vielen Suchanfragen” für das Ranking eine Rolle.

Über die Funktionsweise von RankBrain ist bisher wenig bekannt, selbst Google-Mitarbeiter kennen die genaue Funktionsweise nicht. Die Technologie interpretiert Suchanfragen, die zuvor noch nie gestellt wurden. Durch die Interpretation der Suchanfrage kann der Algorithmus eine Verbindung von neuen zu alten Daten herstellen. Sucht ein User zum ersten Mal nach “Größtes Volksfest in Hamburg”, kann dies durch RankBrain mit populären Suchanfragen wie “Hamburger Dom” in Verbindung gebracht werden.

Eine Optimierung auf Suchanfragen, die bisher noch nie gestellt wurden, ist schwer. Es empfiehlt sich bei der Erstellung von Inhalten Synonyme zu verwenden. Auch sollte man sich bei der Recherche nicht zu sehr auf andere Inhalte im Netz verlassen. Der Fokus liegt hier im besten Fall auf Inhalten, die es zu einem Thema im Netz noch nicht gibt.

AMP (Accelerated Mobile Pages)

Das AMP Framework liefert stark komprimierte und in der Darstellung reduzierte HTML Seiten aus. Der Fokus liegt dabei auf mobilen Endgeräten. Das Laden von externen Skripten ist nicht möglich. AMP wird mithilfe einer eigenen JavaScript Libary ausgeliefert.

AMP Seiten können im Google AMP Cache zwischengespeichert werden. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie die Instant Articles von Facebook und kommt aktuell im mobilen Index der Google-Suche zum Einsatz. AMP lohnt sich für Publisher, Blogs und informativen Seiten. Für Onlineshops wird der Einsatz der schnelleren Seiten aktuell nicht empfohlen.

AMP verwendet asynchrones JavaScript. Der sichtbare und lesbare Inhalt wird für den User in sekundenschnelle geladen. Erst im Anschluss wird dann das JavaScript nachgeladen. Somit wird das Rendern beschleunigt und die User Experience steigt. Gary Illyes hat für 2017 umfassende Änderungen und Neuerungen für AMP angekündigt.

Strukturierte Daten

Der Knowledge-Graph von Google bei der Suche nach "Star Trek Filme"

Der Knowledge-Graph von Google bei der Suche nach “Star Trek Filme”

Strukturierte Daten sind seit Jahren ein Thema. Insbesondere der Knowledge-Graph von Google greift auf Strukturierte Daten zurück. Die Auszeichnung von Inhalten, zum Beispiel bei Konzerten, FIlmen, Rezepten oder Produkten, wird im Jahr 2017 wichtiger.

Sucht ein User nach “Star Trek Filme” erhält er eine Übersicht aller Filme und den daran beteiligten Schauspielern. Durch die Auszeichnung von Inhalten werden diese Informationen für Google bereitgestellt.

Somit ist das ideale Ranking im SEO nicht mehr Position 1, sondern Position 0. Auf Position 0 werden die Informationen aus dem Knowledge-Graph angezeigt.

Fazit

Shopbetreiber sollten insbesondere Strukturierte Daten für Produkte integrieren. Werden Informationen zu Produkten bereitgestellt, zum Beispiel in einer Wissendatenbank, werden diese bestenfalls auch in AMP ausgeliefert.

Informative Portale sollten ihren Fokus bei der Contenterstellung auf bisher nicht beantwortete Fragen legen. Bei der Erstellung des Inhaltes empfiehlt es sich, das Thema holistisch abzubilden. Dabei kann auch die Verwendung von Synonymen helfen.

Quelle: Search Engine Land

Über Florian Franck

Online-Marketeer aus Leidenschaft, begeisterter Gamer und Early Adopter neuer Technologien. Redaktionelle Schwerpunkte: SEO sowie Trends und Neuigkeiten aus der OM-Szene.

8 Gedanken zu „Google verrät die drei wichtigsten SEO Faktoren für 2017

  1. Markus

    Ich verstehe nur den Sinn dahinter nicht, ständig den Algorithmus zu ändern. Warum kann Google es nicht einfach bei einem Algorithmus belassen?

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  2. Ferhat

    Hmm, ich glaube fest daran, dass der “normalsterbliche” Webseitenbetreiber auf nichts anderes Wert legen sollte, als auf herausstechenden Content und eine sauber programmierte Webseite die von Google leicht ausgelesen werden kann und dazu gehört es sich natürlich auch, sich in die AMP-Thematik einzulesen.

    Antworten
  3. Jörg K. Unkrig

    Interessant, auch wenn ich den ein oder anderen Fachbegriff googeln musste. Besonders hilfreich fand ich zusätzlich noch die Kommentare und deine Antworten.

    Antworten
  4. Daniel Haida

    AMP würde ich, jedenfalls im derzeitigen Stadium, nicht freiwillig einsetzen. Eben auch aus den Gründen, die mein Vorposter bereits genannt hat. Ich möchte meine Inhalte gerne selbst ausliefern, ohne das der Nutzer ausschließlich bei Google hängen bleibt und die echten Seiten gar nicht mehr zu sehen bekommt.

    Ob man dadurch wirklich von Ranking Vorteilen profitiert bleibt erst mal abzuwarten. Das hie´ß es auch bei HTTPS, ich kenne allerdings einige Seiten die durch die Umstellung massiv an Sichtbarkeit verloren haben.

    Antworten
    1. Florian Franck Artikelautor

      Hallo Daniel

      Danke für deinen Kommentar.
      Zum Thema AMP habe ich mich bereits unten geäußert. Was den Rankingverlust bei der Umstellung auf HTTPS angeht:

      Ich habe auch viele positive Beispiele im Ranking nach der Umstellung auf HTTPS gesehen. Oftmals werden jedoch Weiterleitungsketten bei der Umstellung durch den Webmaster erzeugt. Auch andere technische Fehler können zu einem Rankingverlust führen.

      Durch HTTPS kann es auch zu längeren Ladezeiten kommen. Auch dies kann zu Rankingverlusten führen.

      Grüße
      Florian

      Antworten
  5. Tom

    AMP ist lustig, damit wird der Traffic komplett abgezwackt, immer mehr Seiten laufen damit nur noch im Google Cache, es gibt oft keine Möglichkeit von dort auf die echte Seite zu kommen – jedenfalls solange man die einfachen Lösungen (WordPress Plugin) favorisiert und nicht selbst Hand anlegt. Seiten müssen damit oft mehrfach geladen werden weil wichtige Funktionen wie das Kommentieren fehlen. Clientbasierte Lösungen wie der Firefox Lesemodus finde ich da 100000x besser und praktikabler. Und auch Webdesigner haben mit AMP nur doppelte und dreifache Arbeit, gerade responsive Design verliert dadurch ein Stück Daseinsberechtigung. Man kann AMP ja nicht mal in seinem Google Account deaktivieren. Außerdem schüttet man Google so noch mehr Daten in den Hals was dem Monopol dienlich ist. Was die in Zukunft alles in ihrer Bibliothek nachladen weiß kein Mensch.
    Besser und schneller und sicherer und weniger datenhungrig wären viele Seiten wenn man einfach die Werbung blockt, dazu die Skripte blocken, etc… Aber das unterbindet Google mit AMP. Andere Gründe als konsequent die Werbung auszuliefern gibt es nicht, da es sonst bessere Lösungen gäbe. Darum sperren sie sich auch gegen Plugins für Chrome auf Android und iOS.
    Finde es immer schade wenn hier falsche Aussagen oder zumindest total unkritisch berichtet wird.

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    1. Florian Franck Artikelautor

      Hallo Tom,

      Danke für deinen Kommentar.
      AMP ist für den User gedacht. AMP Seiten müssen auch nicht im Google Cache gelagert werden. Wenn du deinen Usern schnelle mobile Seiten anbieten kannst, brauchst du den Google Cache für AMP nicht.

      Generell sollte man sich auch nicht von einem Suchsystem abhängig machen, sondern mehrere Trafficquellen und alternative Suchsysteme nutzen.

      Auch wenn andere Methoden aus deiner Sicht praktikabler und besser sind, heißt das nicht, dass auch alle User dies genauso sehen. Schau dir bspw. einmal die Browserverteilung an – nicht jeder kann den Firefox Lesemodus verwenden.

      Die Berichterstattung von mir war weder falsch und ich habe bewusst neutrale Aussagen verwendet.

      Grüße
      Florian

      Antworten

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