Unternehmensrichtlinien

Google entfernte letztes Jahr 2,7 Milliarden Bad Ads

Google gibt in einem Blogpost Auskunft über die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um Anzeigen, die nicht den Richtlinien entsprechen, von den eigenen Plattformen zu verbannen.

Google HQ in Mountain View

Google HQ in Mountain View, © Google

Im jährlichen Sicherheitsbericht gab Google an, im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Anzeigen gelöscht zu haben, da diese gegen die Richtlinien verstießen. Im Kampf gegen Ads, die die derzeitige Coronakrise ausnutzen, hat das Unternehmen sogar eine eigene Task Force gebildet. Diese kümmert sich insbesondere um Anzeigen, die Falschaussagen über Heilungsmittel machen oder medizinische Produkte zu unfairen und deutlich zu hohen Preisen anbieten.

5.000 Anzeigen werden pro Minute blockiert

2,7 Milliarden gelöschte Anzeigen im Jahr bedeuten etwa 5.000 in der Minute – eine wahre Sisyphos-Aufgabe. Zusätzlich wurden laut Google eine Million Advertiser Accounts gelöscht, weil sie gegen die Richtlinien verstoßen haben. Auch auf Publisher-Seite wurde aussortiert: 1,2 Millionen Accounts und Ads von 21 Millionen Websites aus dem Publisher Network hat Google blockiert.

We have thousands of people working across our teams to make sure we’re protecting our users and enabling a safe ecosystem for advertisers and publishers,

schreibt Scott Spencer, Vice President im Product Management, Ads Privacy und Safety, im Blogbeitrag. Doch besonders die Nutzer sollen geschützt werden. Schließlich würden diese sich darauf verlassen, dass die Anzeigen, die sie über Googles Plattformen sehen, vertrauenswürdig seien, so Spencer. Besonders vor dem Hintergrund der Coronapandemie sei dies ein verstärkter Fokus gewesen. Diesem speziellen Thema widmet sich eine eigens ins Leben gerufene Covid-19 Task Force. Mit Hilfe von neuen und weiterentwickelten Technologien konnten bereits mehrere Millionen Ads mit Coronabezug entfernt werden. Unter diesen waren zum Beispiel auch Anzeigen für Gesichtsmasken, die Google im März grundsätzlich blockierte.

Aktiv gegen Phishing und „trick-to-click“ Ads

Als Kategorien, die besonders negativ aufgefallen sind und somit verstärkt angegangen wurden, nennt Google Phishing und „trick-to-click“ Ads. Bei diesen seien besonders solche aufgefallen, die auf betrügerische Weise versuchen, an persönliche Daten der User zu kommen. Die verstärkten Maßnahmen zeigen laut Google Wirkung: Im vergangenen Jahr sind Anzeigen, die unter die beiden Kategorien fielen, um 50 Prozent zurückgegangen, 35 Millionen Phishing Ads und 19 Millionen „trick-to-click“ Ads wurden blockiert.

Über Aniko Milz

Aniko Milz

Aniko hat Digitale Medien an der Leuphana Universität studiert und ist Anfang 2019 als Redakteurin bei OnlineMarketing.de.

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