Display Advertising

Google erlaubt 300×250 Ads in Mobile jetzt auch „Above the Fold“

Google erlaubt nun Ads für Mobile im Format 300×250 „above the fold“ zu platzieren. Doch die Nutzerfreundlichkeit bleibt fraglich.

© Flickr / Peter Salanki, CC BY 2.0

Google AdSense widerruft Einschränkungen, die das Unternehmen für das Platzieren von Ads „above the fold“ im Mobile Bereich eingeführt hatte. Nun können auch Ads im Format 300x250px in dem Bereich, der ohne zu scrollen sichtbar ist, platziert werden. Google setzt jedoch voraus, dass die Ad nutzerfreundlich eingebaut wird.

300×250: U-Turn von Google bei den Medium Rectangle Ads

Bis vor kurzem konnten Mobile Ads bei Google im Format 300×250, auch als Medium Rectangle bekannt, nicht above the fold gesetzt werden. Doch das ändert sich nun. Google AdSense gab bekannt, man sei nach einer „Prüfung“ zu dem Schluss gekommen, dass Werbung in diesem Format keineswegs nervend, ablenkend oder anderweitig negativ konnotiert sei, sofern sie auf Nutzerfreundlichkeit ausgerichtet im Screenbereich implementiert werde, der für den User ohne Scrollen einsehbar ist.

Allerdings müsse auch der eigentliche Content der Seite stets gut sichtbar und erreichbar above the fold bleiben. So heißt es in der Mitteilung bei Google:

With the removal of this restriction, you still must be vigilant to ensure that their mobile site layouts do not cause ads to push the page content below the fold in such a way that may lead to accidental clicks. To ensure a good user experience, we still recommend the site content should be clear and accessible above the fold.

Dazu gibt Google Hilfestellungen mit dem Optimierungsguide für das Mobile Web.

Googles Angaben zur mobilen Seitenoptimierung; hier noch mit der Einschränkung, dass 300×250 Ads nicht above the fold gesetzt werden dürfen (roter Kasten), © Google

Vor drei Jahren hatte Google einige Erkenntnisse zum Thema Viewability veröffentlicht. Darin schnitten die Ads des betreffenden Formats weniger gut ab. Doch zeigte der Bericht auch, dass die Sichtbarkeit derlei Banner sich below the fold stark verringert.

Wirklich eine nutzerfreundliche Größe?

Um Werbung im Format 300×250 zwischen Titel und Content zu platzieren, müssen auch die Richtlinien, die von Google dafür aufgestellt worden sind, berücksichtigt werden. Hier siehst du noch einmal einige Formate im Vergleich.

 

Ad Größen bei Google im Vergleich, © Google

Dabei wird deutlich, dass die beschriebene Größe eine gewisse Fläche auf dem Screen einnimmt. Damit solch eine Ad nutzerfreundlich, und der User nicht zum versehentlichen Klick darauf verleitet wird, muss sich der Designer der mobilen Seite durchaus ins Zeug legen.

Letztlich zeigt sich also, dass Google sich keine Werbeeinnahmen entgehen lassen möchte. Jedoch werden vorauszusehende Probleme schon vorweg mit dem Verweis auf die Richtlinien abgeschwächt. Es bleibt eine Frage des Betrachters, ob diese Ads neben Advertisern und Google auch den User überzeugen können. Vorstellbar ist zumindest auch, dass dieser sie vielmehr als aufdringlich empfindet.

Quelle: Google AdSense 

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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