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Fleisch ist mein Gemüse – McDonalds vs. Tierschutz

Fleisch ist mein Gemüse. Jägermeister hilft gegen Magenverstimmungen und warum werden in der Ukraine Hunde getötet?

Stop Killing Dogs auf Facebook

Die Facebook Seite der Tierschützer von Stop Killing Dogs

Vor knapp einem Jahr gab es die ersten Meldungen über die Tötung von Hunden in der Ukraine. Nun gibt es Tötungen von streunenden Tieren fast in jedem Land der Welt. Warum also damals der große Aufschrei? – Die EM 2012 stand vor der Tür und rückte die Ukraine in ein fades Licht. Grund genug für Tierschützer auf die Missstände vor allem in der Hauptstadt Kiew hinzuweisen.

Die Kritik der Tierschützer richtete sich dabei vorwiegend gegen Sponsoren und die FIFA. Laut der Tierschutz Organisation Stop Killing Dogs würden die Verantwortlichen und Sponsoren wegschauen und sich nicht aktiv an der Aufklärung der Bevölkerung beteiligen.
Thematisiert wurde dies, ende des Jahres in sämtlichen Medien. Die Regierung in Kiew versprach daraufhin Abhilfe.

Weitere Tierschützer (PETA) gehen noch einen Schritt weiter. So soll der Name „Jägermeister“ verboten werden, da dieser doch zu sehr an die Jagd und die Tötung von Tieren erinnere. Und wenns beim Namen PETA noch nicht klick gemacht hat: PETA hat anfang des Jahres den Spot der ING DIBA kritisiert, in dem Dirk Nowitzki herzhaft in einer Fleischerei in ein Stück Wurst biss. Übertriebener Aktionismus oder ein richtiger Schritt? Die Facebook Seite der Bank wurde daraufhin binnen kürzester Zeit durch wütende Vegetarier mit Kommentaren überschwemmt.

Am Sonntag, 18.03. rief die Organisation Stop Killing Dogs dann zum „Rund-Um-Schlag“ auf Facebook aus: User sollten über die Aktion „Nur ein Satz“ auf die Pinnwände der Sponsoren schreiben und so für mehr Publicity sorgen. Viele User posteten Bilder toter oder misshandelter Tiere. Mehrere Hundert Fans der insgesamt 90.000 Fans von Stop Killing Dogs beteiligten sich an der Aktion, die vorwiegend McDonalds und mitsponsor Sharp getroffen hat.
Warum ausgerechnet diese beiden Seiten? McDonalds ist einer der Hauptsponsoren der EM 2012 und des weiteren haben beide Seiten ihre Profile für Userkommentare geöffnet.

Andere Sponsoren werden von dieser Aktion wenig mitbekommen haben, da sie Postings auf ihren Seiten nicht zulassen bzw. nur nach Genehmigung freischalten.
Was bedeutet dies im Umkehrschluss für nahende Shitstorms auf Facebook? In Zukunft werden Firmen entscheiden können, ob sie sich alles gefallen lassen und dem User ein Mitspracherecht einräumen wollen.
Facebook Seiten leben von der Kommunikation bzw. der Interaktion mit dem User.

Müssen Nutzer wirklich auf die Pinnwände posten können?
Es gibt hiervon natürlich auch Ausnahmen, aber in der Öffentlichkeit stehende Unternehmen sollten ihre Pinnwand für User sperren um ungerechtfertigte Postings zu unterbinden.

Die Frage, welche sich Firmen und Unternehmen nun stellen müssen lautet: Postings der User zulassen oder nur über Kommentare mit den Usern kommunizieren? Durch die neue Timeline wird es in Zukunft leichter, sich gegen solche Kommentare, Shitstorms und wütende User zu wehren. Somit wird es recht bald zur Normalität werden, dass User nicht mehr auf Pinnwände von Unternehmen posten können / dürfen. Um aktive, wohlgesonnene User dennoch zu halten, sollten Seitenbetreiber aktiv werden um einen Mehrwehrt für die User generieren.

Über Florian Franck

Online-Marketeer aus Leidenschaft, begeisterter Gamer und Early Adopter neuer Technologien. Redaktionelle Schwerpunkte: SEO sowie Trends und Neuigkeiten aus der OM-Szene.

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