Social Media Marketing

Facebook will mit Zufallsfragen mehr über dich erfahren – und sammelt Daten

“Gut zu wissen” gibt Nutzern die Möglichkeit, skurrile und alltägliche Fragen zu beantworten, damit das Soziale Netzwerk sie (noch) besser kennenlernt.

© Matt Botsford - Unsplash

Die Rubrik „Gut zu wissen“ bildet bei Facebook ein neues Feature für die Profilseite der User. Hier kannst du Sätze wie „Was mich immer zum Lachen bringt …“ um deine Antwort ergänzen. Damit können andere dich besser kennenlernen. Facebook sammelt damit fleißig Daten, die gerade für Werbezwecke relevant sind.

Noch mehr Daten für Facebook: Genaueres Targeting scheint das Ziel zu sein

Facebook versteht es riesige Mengen an Daten seiner Nutzer zu sammeln. Viele User geben sehr viel auf der Plattform preis. Das führt dazu, dass das Advertising auf Facebook sehr gut auf die einzelnen User zugeschnitten ist. Und damit kann das Unternehmen wiederum seine Werbekunden locken.

Tatsächlich kannst du als User auch einsehen, warum du eine bestimmte Anzeige im Feed siehst. Wenn du dabei oben rechts auf das Infofeld klickst, kannst du unter „Warum wird mir das angezeigt?“ prüfen, weshalb dir diese Werbung ausgespielt wird. Deine Einstellungen zur Werbepräferenz kannst du auch bearbeiten. Nun ist Facebook scheinbar aber darauf aus, noch zielgerichtetere Ads zu ermöglichen. Das könnte jedenfalls das langfristige Ziel sein, das mit dem Feature „Gut zu wissen“ erreicht werden soll.

„Gut zu wissen“-Rubrik bei Facebook

Bei diesem Feature kannst du einen unvollständigen Satz anklicken und mit deinen Präferenzen ergänzen.

Zu ergänzender Satz bei Facebooks „Gut zu wissen“, Screenshot Facebook

Wenn du bei einem Satz wie dem obigen nun einen bestimmten Joghurt erwähnst, wäre das sicherlich für Advertiser von Interesse. Daher ist Facebook bemüht, so viele interessante, vermarktungsfähige Informationen wie möglich zu ermitteln. Dabei werden auch konkrete Fragen gestellt.

Facebooks nächste Frage: auch hier kann man sich die passende Ad schon für jemanden, der darauf antwortet, schon vorstellen, Screenshot Facebook

Neben weiteren Sätzen, die fragen, was du für die beste Erfindung hältst oder wessen literarische Werke dein Leben verändert haben, sind natürlich auch Informationen zu deinem eigenen Nutzerverhalten online von Interesse.

Das Onlineverhalten ist mit Bezug auf Targeting von besonderer Relevanz, Screenshot Facebook

Lustiges und Informatives: User können sich ausleben, Facebook weiß mehr

Natürlich kannst du bei „Gut zu wissen“ auch eher lustige oder skurrile Sätze ergänzen. Vom besten Foto deines Haustieres …

Wer ein GIF oder Foto einbauen will, kann das auch tun, Screenshot Facebook

… bis zur längsten Zeit, die du am Stück wach warst.

Unsinnige Informationen können auch geteilt werden, Screenshot Facebook

All diese Anstöße zum Kennenlernen sollen das Engagement fördern. Dabei kommen sie dank solch unbedarfter Sätze oder Fragen weniger wie eine Befragung daher. Das könnten sie aber sein, sofern du die Antworten oder Ergänzungen als Statusupdate postest. Du hast aber auch die Option, deinen Post unter der Einstellung „Nur ich“ für dich zu behalten.

Posting von Antworten auf die „Gut zu wissen“-Fragen, Screenshot Facebook

Letztlich ist das neue Feature bei Facebook für die Community sicherlich eine spaßige Ergänzung, um Präferenzen sowie Bilder und GIFs usw. zu teilen. Trotzdem sollten die User nicht vergessen, dass Facebook damit eine Reihe von Informationen erlangen könnte, die sonst vielleicht nicht geteilt würden.

Der Name der umfassenden Rubrik „Gut zu wissen“ wird damit besonders für das Unternehmen – und gegebenenfalls für potentielle Advertiser – zum Programm.

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