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Instagrammerin Debiflue – Einblick in das Leben eines Influencers

Debi Flügge alias Debiflue begeistert auf Instagram hunderttausende User. Im Interview berichtet sie über ihre Arbeit als Influencerin und wie sie dazu gekommen ist.

Debi Flügge alias Debiflue

Debi Flügge alias Debiflue

Auf der INREACH 2016 in Berlin trafen wir Debi Flügge, die unter dem Namen Debiflue 443.000 Nutzer auf Instagram in ihrem Bann zieht. Die gebürtige Mainzerin gibt auf der Plattform Einblicke in ihre Reisen und arbeitet für große Marken als Influencerin in den Bereichen Fashion, Travel, Sport und Food. Wir wollten im Interview von ihr wissen, wie die Idee entstand und wie sie ihren Berufszweig wahrnimmt. Debi gibt damit einen Ausblick auf das Influencer Marketing, der nicht nur von Unternehmensseite aus interessant ist.

Interview mit Debi Flügge alias Debiflue, Bloggerin und Influencerin

OnlineMarketing.de:  Was musst du als Influencerin heutzutage mitbringen?

Debi Flügge: Man sollte vor allem authentisch sein. Du solltest immer du selbst bleiben und für das stehen, was du bist. Wenn du auf Fußball stehst, solltest du bei Fußball bleiben und dich nicht für andere verbiegen, nur weil du auf einmal in der Öffentlichkeit stehst. Wenn man verrückt ist, ist man eben verrückt!

Welche persönlichen Eigenschaften helfen dir dabei?

Du solltest schon stressresistent sein oder zumindest jemanden haben, der dich dabei unterstützt. Auch wenn du viele Follower dazu gewinnst, solltest du auf dem Teppich bleiben, denn du bist ja einfach nur ein Mensch wie jeder andere auch. Das wird oft von Jüngeren unter- oder überschätzt.

Wie bist du selbst zum Influencer geworden?

Anfangs war es nur ein Hobby. Ich war für ein Praktikum in Südafrika unterwegs und hab dann Bilder auf Instagram gepostet. Das wuchs und wuchs und vor einem halben Jahr ist das richtig groß geworden. Im Januar hatte ich noch 100.000 Fans, jetzt sind es knapp 450.000.

Deborah Flügge am Strand, Quelle: Instagram

Debi Flügge am Strand, Quelle: Instagram

Arbeitest du vollzeit an deinem Account?

Ich studiere nebenbei Management and Economics, aber das Studium ist mittlerweile teilzeit geworden.

Wie viele Arbeitsstunden steckst du wöchentlich in deinen Account?

Eigentlich 24 Stunden am Tag. Also alles, was ich nicht verschlafe. Es ist sehr schwer, den Feierabend zu finden. Das betrifft ja nicht nur den Account, sondern auch noch viel drum herum. E-Mails, der Blog, Kontakte pflegen oder knüpfen – es ist eben nicht nur Instagram, für das ich den ganzen Tag Fotos schieße.

Wann sind die ersten Unternehmen auf dich zugekommen?

Da war ich noch relativ klein und hatte etwa 1.000 Follower. Dabei handelte es sich um eine Bikini-Marke, weil ich viele Urlaubsbilder aus Südafrika gepostet hatte. Die Marke war schon sehr groß und ist mittlerweile riesig geworden. Ich wurde gefragt, ob ich nicht ein paar Bikinis geschenkt haben möchte. Darüber habe ich mich riesig gefreut! Das war vor zweieinhalb Jahren, da war das noch etwas ganz Besonderes.

Ab wann kann man denn seinen Account zu seinem Beruf machen?

Das ist schwer zu sagen. Es gibt auch Blogger mit kleinerer Reichweite, die davon leben, das ist völlig verschieden. Es kommt immer darauf an, mit wem man zusammenarbeitet, wie die Qualität der Bilder ist oder aus welchem Segment die stammen. Man kann nicht pauschal sagen “ab 100.000 Follower kannst du das zu deinem Beruf machen”.

Ein Shot aus Berlin, Quelle: Instagram

Ein Shot aus Berlin, Quelle: Instagram

Was glaubst du, wie sich das Influencer Marketing in den kommenden Jahren entwickeln wird?

Ich kann mir vorstellen, dass das immer weiter wächst. Ich merke seit einem halben Jahr, wie Influencer Marketing stärker und wichtiger wird. Ich denke, dass Print verliert und immer mehr Budgets in Instagram oder generell Social Media fließen.

Was hältst du davon, sich Follower auf Instagram zu kaufen?

Davon halte ich gar nichts und ich werde wütend, wenn ich das bei Anderen sehe. Man macht sich so viel Arbeit, seinen Account aufzubauen. Es macht super viel Spaß, ist allerdings auch wirklich viel Arbeit. Aber jeder bekommt am Ende das, was er verdient. Früher oder später wird es auffliegen, denn wenn es schon auf manchen Statistik-Seiten erkennbar ist, dauert es nicht mehr lange und es wird auch auf anderen Seiten öffentlich. Außerdem ist die Qualität der Follower sehr wichtig! Ich glaube Follower, die gekauft werden, sind deutlich inaktiver als Follower, die einem folgen, weil der Content des Blogs ansprechend ist, und bewirken somit eher Negatives.

Worüber wirst du heute auf der INREACH sprechen?

Über Startups. Ich habe mit Stilnest eine Kooperation und so meine eigene Schmuck-Kollektion designt und vertrieben. Ich berichte über verschiedene Möglichkeiten für Brands, besonders Start-Ups, zur Kooperation mit Influencern und wie solche Konzepte oder Kampagnen aussehen könnten.

Dann viel Erfolg und vielen Dank für das Interview!

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