Suchmaschinenmarketing

Das wird Google nicht gefallen: Neuer AdBlocker für die SERPs “Free My Search”

Mit dem heute gestarteten Tool “Free My Search” ist es möglich, unerwünschte Elemente auf Googles Suchergebnisseiten zu deaktivieren.

free_my_search_logo

Auf Googles Suchergebnisseiten findet man schon seit Langem nicht mehr nur organische Ergebnisse. Neben AdWords sind in vergangener Zeit viele Elemente hinzugekommen. Eingebaute Bild-Elemente, Google Places, naheliegende Suchvorschläge und News zum Suchbegriff, um nur einen kleinen Teil vorzustellen. Die organischen SERPs werden immer kleiner und schwerer auszumachen. Diese Anzeigeformen werden “Verticals” genannt.

Auf den ersten Blick “above the fold” kaum organische Ergebnisse:

google serps rom

(c) free-my-search.com

Free My Search gibt die volle Kontrolle über die SERPs

Das neue Browserplugin “Free My Search” lässt den Nutzer einstellen, welche Elemente ihm auf den Ergebnisseiten eingeblendet werden sollen und welche nicht. In den Informationen zum Tool ist folgender Satz zu finden:

Denn der Betrieb einer Webseite kostet Geld, das irgendwie verdient werden muss. Werbung sollte daher als Teil des Internets betrachtet werden.

Das Tool entfernt standardmäßig nur Werbung und Product Listing Ads, die über den Suchergebnissen stehen, jedoch nicht die rechte Spalte. Der User hat die Möglichkeit alle Einstellungen selber vorzunehmen:

free my search

(c) Free My Search


Wir sprachen exklusiv mit dem Entwickler des Tools Naden Badalgogtapeh:

OnlineMarketing.de:Was waren die Gründe solch ein Tool zu entwickeln?

Naden Badalgogtapeh

Naden Badalgogtapeh

Naden Badalgogtapeh: Google zementiert die Serps mit einer Vielzahl von Verticals, so dass die organischen Suchergebnisse oft nur noch für Profis auffindbar sind.

Webseitenbetreiber müssen dankbar dafür sein, dass es User gib, die einen Adblocker installiert haben, sonst würden deren Webseiten keinen organischen Traffic mehr erhalten. Die gängigen Adblocker greifen aber viel zu weit und entfernen sämtliche Werbung, was keine Lösung ist. Auf der anderen Seite entfernt ein Adblocker keine Verticals aus den Google-Serps und greift demnach an dieser Stelle wieder zu kurz.

Welche Idee steckt dahinter?

Die Google-Suche muss wieder gerecht werden. Der Deal ist einfach: Google darf die Inhalte zahlloser Webseiten kostenlos nutzen und sendet den Webseitenbetreibern dafür Traffic. Beide Seiten müssen Geld verdienen, denn beides kostet Geld. Der Unterhalt einer Suchmaschine genauso wie der einer Webseite. Nutzt Google aber nur die Inhalte, ohne Traffic abzugeben, platz der Deal.

Es gibt keinen Unterschied zu Streamingangeboten, die ebenfalls Inhalte nutzen ohne das die Urheber am Umsatz partizipieren. Diese werden hart verfolgt. Unverständlicherweise greift niemand regulierend in den Suchmarkt ein, obwohl es seit Jahren überfällig ist. Deswegen muss man zur Selbstregulierung greifen. „Free My Search“ könnte da ein erstes Sandkorn im Getriebe sein.

Vielen Dank für deine Antworten.


Das Tool präsentiert sich zwar als AdBlocker, sagt gleichermaßen aber, dass Werbung im Internet essentiell für gute Inhalte ist. Das Tool will die Google Suche also fairer machen. Google bedient sich an den Daten von vielen Seitenbetreibern, nutzt diese für die eigenen Dienste, bringt aber keinen Traffic. Diese eigenen Entscheidungs- und Einstellungsmöglichkeiten sollen die Suche somit angenehmer und zielgerichteter machen zugleich auch die Akzeptanz und den Willen beim Nutzer stärken, die richtigen Elemente zu verwenden.

Wir meinen: Das Tool positioniert sich als Hilfe für Seitenbetreiber um diese Inhalte und den Besuch einer Website wieder in den Vordergrund zu rücken. Das Tool ist in jedem Falle interessant für Leute, die gerne die Kontrolle über ihre SERPs haben wollen. Zu Free My Search.

Über Marc Stahlmann

Marc Stahlmann

Marc Stahlmann ist Geschäftsführer von OnlineMarketing.de, dem größten Digitalportal zum Thema Online Marketing. Als studierter Betriebswirt, Startup-Fan und Online Marketer ist er vertraut mit dem aktuellen Marktgeschehen. Zudem ist er Mitgründer und Organisator vom Online-Karrieretag, der größten Karriereveranstaltung für die Digitalbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.