Interviews

d3con Experteninterview: Daniel Neuhaus, xplosion

Der Geschäftsführer der Targetingagentur xplosion spricht über die Zukunft des Retargeting und die Kombination mit Business Intelligence.

Daniel Neuhaus, xplosion

Der Countdown zur d3con Konferenz am 30.03. in Hamburg läuft. Für diejenigen, die es nicht erwarten können, lassen wir in den nächsten Wochen einige der Speaker hier zu Wort kommen und uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, was es auf der d3con zu lernen gibt.

Heute freuen wir uns, Daniel Neuhaus zum Interview begrüßen zu dürfen, Geschäftsführer des Targeting-Dienstleisters xplosion interactive und Speaker bei der d3con.

Daniel, hilft euch bei xplosion die Nähe zum OTTO-Konzern eigentlich dabei, besonders performante Targetinglösungen zu entwickeln? Bei eurer Konzernmutter schlummern ja große Datenschätze. Was dürft ihr mit denen machen?

xplosion interactive steht grundsätzlich für einen innovativen und individuellen Retargeting-Ansatz, der sich deutlich von anderen Anbietern unterscheidet. Dabei spielt die Nähe zum Otto-Konzern keine Rolle, sondern vielmehr unsere eigene Business Intelligence. Wir entwickeln eigenständig durch ein erfahrenes Business Intelligence Team Data Mining Modelle, die wir branchenweit einsetzen und ständig weiter optimieren. Dadurch können wir für unsere Kunden individuelle und effiziente Algorithmen zur gezielten Steigerung ihrer Conversion erstellen.

Auf eurer Webseite steht aktuell das Thema Retargeting noch ziemlich im Mittelpunkt. Damit allein dürfte es nicht so einfach sein, gegen die vielen anderen zu punkten, die das Thema mittlerweile auch anbieten. Was kommt danach oder was macht ihr besser?

Wir sehen uns ganz klar als Qualitätsführer im Bereich Retargeting. Denn durch unseren hochentwickelten und differenzierten Ansatz sowie unserer großen Nähe zu unseren Kunden wissen wir, was Werbungtreibende wirklich brauchen: Langfristige Strategien, die auf individuell angepassten Konzepten basieren und die Marke schützen, statt sie durch einen zu großen Werbedruck zu gefährden. Deshalb steuert der von unserem eigenen Technologie-Team entwickelte individuelle Retargeting-Ansatz Kampagnen nicht nur sehr dosiert aus, sondern zeigt Internetnutzern zudem auch immer wieder neue Empfehlungen an.
Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden statt einem reinen CPC-Abrechnungsmodell vor allem eine erfolgsbasierte Abrechnung basierend auf CPO oder Revenue Share an. Das ist aus unserer Sicht die fairste und sauberste Vergütung und zeigt, dass wir uns unserer Sache sicher sind. Denn unsere Erfahrung hat gezeigt, dass durch einen zu großen Werbedruck herbeigeführte Clicks meist zu einer schlechteren Conversion und damit zu höheren CPOs
führen. Deshalb optimieren wir nicht auf die Maximierung der Clicks hin, sondern auf die der Sales.
Zudem sind wir davon überzeugt, dass sich der Retargeting Markt weiterhin stark entwickeln wird und das Markvolumen weiter wächst. Natürlich wird es zu einer Ausdifferenzierung unter den kleineren Anbietern kommen, aber mit unserem maßgeschneiderten Lösungsansatz sehen wir uns ganz klar als einen der führenden Anbieter. Wir sind hervorragend in das neue Jahr gestartet und werden unsere Position als Qualitätsführer in diesem Jahr weiter festigen – unter anderem durch den Ausbau unserer Business Intelligence sowie unserer RTB Aktivitäten.

Bei der d3con Konferenz wirst du am Panel zum Thema EU-Datenschutzdebatte teilnehmen. Ein Thema, das der Branche permanent Sorgen bereitet. Was ist deine Meinung dazu – werden die Eurokraten, die das Geschäft nicht verstehen, es kaputt machen, oder siehst du einen Ausweg?

Der Schutz von persönlichen Daten ist grundsätzlich ein sehr wichtiges Thema und sollte bei allen datengetriebenen Unternehmen ganz oben auf der Agenda stehen. xplosion interactive bietet Internetnutzern bereits seit einiger Zeit die Möglichkeit, sich durch ein einfaches und zuverlässiges Opt-out für die Anzeige der durch xplosion ausgespielten Werbebanner auszutragen.
Wie bei solchen recht komplexen Themen üblich, liegt die eigentliche Gefahr darin, dass darüber Stellen entscheiden, die den Online Werbemarkt nicht kennen und denen somit die nötige Expertise fehlt. Die Verbände haben diese Gefahr jedoch erkannt und nehmen deshalb richtigerweise eine aktive Rolle ein.
Fakt ist, dass es noch keine finale Entscheidung gibt, ob und in welcher Form eine gesetzliche Regulierung in Kraft tritt. Hier gilt es, die in der Branche vor allem durch den BVDW und den iab entworfenen Lösungsansätze weiterzuentwickeln Nicht die Politik sollte hier der Regulator sein, sondern die Branche selbst.
Ein weiterer Aspekt ist die Aufklärung der Bürger. Hier sollte es – getrieben durch die entsprechenden Institutionen – gezielte Aktionen und Veranstaltungen geben, die das Thema Datenschutz neutral und informativ beleuchten. Denn grundsätzlich ist Online Werbung ja nichts Schlechtes, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile für die User mit sich.
Hier sehe ich jedoch nicht nur den BVDW und iab in der Bringschuld, sondern auch politische Institutionen oder den Verbraucherschutz.

Vielen Dank, viel Erfolg und bis bald bei der d3con, Daniel!

Wer Lust auf das Thema bekommen hat und noch nicht angemeldet ist, kann das hier nachholen:

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