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Bot-Traffic überwiegt: 51,8 Prozent der Besucher im Netz sind nicht menschlich

Nur 48,2 Prozent des Traffic-Volumens wird von realen Personen verursacht. Diese Infografik zeigt, wer für den Rest verantwortlich ist.

© Flickr - Lily, CC BY 2.0

Über die Hälfte des Traffic-Aufkommens im Netz wird von Bots verursacht. Zu diesem Schluss kommt der Bot Traffic Report 2016 von Imperva. Dabei überwiegt der Anteil der schädlichen Bots gegenüber denen, die essentielle Aufgaben für Dienste wie Google ausführen.

51,8 Prozent der Visits stammen von Bots

Imperva, ein Unternehmen mit dem Fokus auf Cyber Security, legt bereits zum fünften Mal den Bot Traffic Report vor. Im Rahmen der Analyse wurden insgesamt 16,7 Milliarden Visits auf 100.000 Domains unter die Lupe genommen. Die Websites stammen aus dem Netzwerk der hauseigenen Incapsula Web-Application-Firewall und sind global in einem Zeitraum von drei Monaten erhoben worden.

Nachdem der Bot-Traffic drei Jahre lang zurückging, ist für 2016 erstmals wieder eine Steigerung zu beobachten. So stammt nicht einmal die Hälfte des gemessenen Traffics von Menschenhand (48,3 Prozent). Dabei sinkt dieser Wert, umso mehr Visits eine Website erreicht. Also: Wenn eine Website nur eine handvoll Klicks im Monat sammelt, kannst du dir sicher sein, dass der Anteil der Bots entsprechend hoch ist.

Die Veränderung des Bot Traffics im Verlauf der vergangenen fünf Jahre, © Imperva

Die Veränderung des Bot Traffics im Verlauf der vergangenen fünf Jahre, © Imperva

Bot ist nicht gleich Bot – Von Helferlein und Schädlingen

Das ist aber nicht so bedrohlich, wie es sich im ersten Moment anhört. Denn dabei muss unterschieden werden zwischen “guten” und “bösen” Bots. Den Anstieg verursachten hauptsächlich die guten Bots, wobei sie mit 22,9 Prozent immer noch weniger Volumen einnehmen als ihre Gegenspieler mit 28,9 Prozent.

Die helle Seite: Gute Bots

Die Mehrheit des “guten” Bot-Traffics verursachen sogenannte Feed Fetcher. Diese Programme sind dafür zuständig, dass Inhalte von Websites an anderer Stelle zur Verfügung gestellt werden. Die Bots lesen beispielsweise den RSS-Feed mehrerer Seiten aus, um einen eigenen Newsfeed zur erstellen (Beispiel: Feedly). Der aktivste hierbei ist der Facebook Bot, der Informationen für die App sammelt. Das ist wenig verwunderlich, steigt doch die Zahl der Mobile-User bei Facebook seit Jahren konsequent weiter an und beläuft sich derzeit auf 1,6 Milliarden monatlich aktive User.

Weitere Bots, die in dieses Spektrum fallen, sind Googles Crawler – auch Spiders genannt. Sie sind unter anderem dafür zuständig, eine Seite zu indexieren. Die Spiders untersuchen Seiten auch nach bestimmten Kriterien und leiten diese Informationen an die Algorithmen weiter, um Googles Ranking zu erstellen (mehr dazu hier: Infografik: Wie funktioniert eigentlich Google?).

Die dunkle Seite: Böse Bots

Der größte Anteil dieses ungewollten Traffics geht Imperva zufolge auf das Konto der Impersonators. Das sind Bots, die ihre Identität verschleiern und einen realen Besucher mimen, um Sicherheitslösungen zu umgehen. Sie sind hauptverantwortlich für DDoS-Attacken, die Websites lahmlegen, indem eine extrem hohe Anzahl an Anfragen – von vorgeblich echten Usern – in sehr kurzer Zeit den Server überfordert.

Einen weitaus geringeren Beitrag leisten die Hacker Tools, die Websites auf Sicherheitslücken testen, um beispielsweise Daten zu stehlen. Auch Scrapers machen nur einen Bruchteil aus. Diese Bots übernehmen Content von fremden Seiten, um ohne Aufwand an Inhalte zu gelangen und bei Google zu ranken.

Die Infografik schlüsselt die einzelnen Bots nochmals auf.

Die Infografik: Bot Traffic Report 2016

Die Infografik öffnet sich mit einem Klick auf die Vorschau. Achtung – sehr hochauflösend!

Infografik - Bot Traffic Report 2016 by Imperva

Quelle: Imperva

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