Suchmaschinenmarketing

Bing baut um

Größtes Update der Bing-Geschichte: Bei der Suchmaschine von Microsoft gibt es bald ein neues Design zu bewundern.

Bing-Logo

Wie Techcrunch berichtet, werden die Suchergebnisse bei Bing in Zukunft in drei Bereichen dargestellt: Den Hauptteil nimmt der Bereich ein, in dem die Suchergebnisse rein in Textform dargestellt werden. Auf der rechten Seite kann der User bestimmten Kontext wie Karten und Reviews betrachten. Der Bereich ganz rechts ist dem Social-Kontext gewidmet. Hier werden Freunde oder Themen-Experten aufgelistet.

Mit dem Redesign reagiert Bing auf das Phänomen des „Search Overload“: Viele User fühlen sich angesichts der üblichen Anhäufung von Links, Tools und Karten etc. bei den Suchergebnissen überfordert.

Microsoft bringt mit diesem Redesign Google in Zugzwang, denn der scheinbar übermächtige Konkurrent zeigte sich zuletzt in der Design-Frage nicht immer sicher. Zu deutlich erkennt man bei Google das Bestreben, das Social Network Google+ den Usern nahezubringen.

In den USA wird das neue Design bereits in den kommenden Wochen zu bewundern sein. Der Rest der Welt muss etwas länger warten.

Interessante „Snapshot“-Sektion

Auffällig am neuen Design ist u. a. das linke Randfenster, das komplett textfrei ist. Dadurch entsteht ein großer Kontrast zum rechten Randfenster, das mit vielen Informationen gefüllt ist. Sehr interessant: die „Snapshot“-Sektion zwischen den reinen Suchergebnissen und dem Social-Bereich. Mit Karten, Produkt-Reviews oder Möglichkeiten zur Restaurant-Reservierung bzw. zur Flugbuchung hat dieser Bereich echten Service-Charakter. Bei Google werden Informationen dieser Art eher am Kopf der Seite dargestellt – optisch weitaus weniger ansprechend.

Bei den Ergebnissen kommt auch der Social-Faktor zum Tragen. Der User kann z. B. erkennen, ob Freunde bestimmte Suchergebnisse „geliked“ haben. Die Likes wirken sich allerdings nicht auf das Ranking der Suchergebnisse aus. Es werden nur graue, nach oben zeigende Daumen neben den Resultaten platziert. Fährt der User mit dem Mauszeiger über die Daumen, sieht er, wer die Ergebnisse „geliked“ hat.

Im rechten Randfenster gibt es ein „Ask Friends“-Feld. Hier können Freunde bei Suchanfragen helfen. Der User gibt seine Frage ein und darauf postet Bing diese und einen Link zur aktuellen Suchanfrage bei Facebook. Antwortet ein Freund, wird der User benachrichtigt.

Unter der „Ask Friends“-Sektion folgt die „Friends Who Might Know“-Sektion. Bing zeigt hier die Facebook-Freunde an, die eines der aktuellen Suchergebnisse „geliked“ haben. Ein Klick des Users und der betreffende „Experte“ wird via Facebook kontaktiert. Weitere „Experten“ werden in der „People Who Know“-Sektion dargestellt. Hierbei handelt es sich um User, die sich in dem bestimmten Thema, zu dem der User die Suchanfrage gestellt hat,  auskennen. Fährt der User mit dem Mauszeiger über diese „Experten“ werden aktuelle Beiträge von Facebook, Google+ oder Twitter angezeigt.

Wenn alles wirklich so kommt wie Bing verspricht, ist das wahrlich bemerkenswert. Damit könnte es Bing gelingen, den Rückstand auf Google zu verringern. Man darf gespannt sein, ob die User Bing dazu die Chance geben.

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