Social Media Marketing

Facebook Ads: Anzeigen in Gruppen als neue Cashcow?

Willst du dich vor Facebook-Anzeigen schützen, so suche deine Lieblings-Facebookgruppe auf. Da bist du sicher. Doch mit dieser Sicherheit ist es bald vorbei. Denn Facebook testet aktuell Anzeigen in Gruppen.

© Flickr / bixentro, CC BY 2.0

Facebook wächst und will weiter wachsen. Doch laut internen Prognosen wird der Anzeigendruck in den Timelines der User Mitte 2017 einen Höhepunkt erreicht haben, der sich in der Folge nicht mehr steigern lässt. Neue Formate sind gefragt. Daher testet Facebook aktuell die Ausspielung von Anzeigen innerhalb von Facebook-Gruppen.

Welche Potenziale stecken hinter diesen neuen Anzeige-Möglichkeiten?

Was ist Stand der Dinge?

Testmärkte aktuell sind Kanada, Irland, Australien und Neuseeland. Dort werden die ersten Ads in Facebook-Gruppen ausgespielt, sowohl auf Desktop als auch auf mobilen Endgeräten. Die Anzeigen sehen dabei aus, wie du sie aus deinem Newsfeed gewohnt bist.

Group-Ads und Facebook-Strategie

Der Produkt-Lebenszyklus ist spätestens dann der Feind jeder Wachstumsstrategie, wenn Zuwachsraten auf dem Höhepunkt gegen Null gehen. Das ist für klassische Newsfeed-Anzeigen spätestens ab Mitte 2017 absehbar.

Daher tüftelt Facebook fleißig an Alternativen, neue Star-Geschäfte zu entwickeln. Es gibt vier Aspekte, warum Group-Ads eine neue Wachstums-Cash-Cow werden könnten:

  • Das Wachstum der Facebook-Gruppen verläuft rasant: 500 Mio User waren es 2014 weltweit, mittlerweile hat sich diese Zahl verdoppelt.
  • Allein in den buy-and-sell Gruppen finden sich mittlerweile mehr als 450 Millionen User – für diesen schnell wachsenden Bereich hat Facebook sich allerdings seinen Marketplace einfallen lassen, der demnächst ausgerollt wird.
  • Die Targeting-Möglichkeiten in Facebook-Gruppen sind besser, als in der amorphen Masse der Facebook-User insgesamt.

Damit kommen wir zu den Potenzialen der Group-Ads für zukünftige Werbekunden.

Warum sind Group Ads für die Werbewirtschaft attraktiv?

Der entscheidende Punkt sind die Targeting-Signale, die ein Gruppenmitglied aussendet. Sie sind stärker als ein Like. Ein Like ist schnell gesetzt, ohne dass der User mit der Marke, auf der er den Like setzt, tatsächlich etwas am Hut hat.

Ein Gruppenmitglied qualifiziert sich durch seine Gruppenzugehörigkeit zu einer bestimmten Interessengruppe und offenbart damit sehr viel über seine Motive, Bedürfnisse und Bedarfe.

Nimmst du das Framework “Kundenreise”, dann kannst du über die Art der Gruppe feststellen, ob ein User ein bestimmtes Problem hat, bereits aktiv nach einer Lösung sucht oder extreme Konversions-Signale aussendet.

Hier ergeben sich kreative Möglichkeiten für zielgenaue Werbung.

Fazit – auf die Umsetzung kommt es an

Anzeigen in Gruppen zu schalten festigt Facebooks USP, Werbetreibenden chirurgisch präzises Targeting für Anzeigenwerbung anzubieten. Dieser USP hat zuletzt durch Kritik an der Wirksamkeit den Targeting-Möglichkeiten auf Facebook einen Dämpfer erhalten.

Entscheidend wird sein, ob und wie Facebook es schaffen will, die Kategorisierung und die Gruppenauswahl so zu gestalten, dass der Werbetreibende tatsächlich die richtige Facebook-Gruppe und damit seinen Zielkunden erreicht. Wirst du als Facebook-Anzeigenkunde bestimmte Gruppen direkt auswählen können? Wir werden es sehen.

Was denkt ihr über Facebook Group Ads? Haltet ihr das für eine schlaue Strategie?

Quelle: Techcrunch

Über Andreas Wieland

Andreas Wieland

Andreas J. Wieland ist Dipl.-Kaufmann und war 20 Jahre als Geschäftsführer eines Juweliers tätig. Mit dem Aufbau eines Online-Shops für Uhren infizierte er sich mit dem Online-Marketing-Bazillus. Als freiberuflicher Consultant berät er Juweliere und Dienstleister und unterstützt die Redaktion mit Beiträgen zu Online Marketing Themen.

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