Technologie

5 Tipps, die den Google Tag Manager zum Fliegen bringen

Fünf Ratschläge vom Analytics Summit für die Verwendung des Google Tag Managers als Tag Management System.

Credit: Trakken Web Services GmbH

Der Analytics Summit ist die einzige Google Analytics Konferenz in Deutschland. Die Hamburger Agentur Trakken als Veranstalter konnte rund 500 Teilnehmer versammeln, die insgesamt 18 Vorträgen nationaler und internationaler Google Analytics-Experten lauschten.

Der Google Tag Manager als Wundermittel?

Unzählige Tracking Pixel, ständig Änderungen am Quellcode und Datenchaos – Abhilfe für dieses Szenario schafft bereits seit 2012 der Google Tag Manager. Über das Tag Management System können JavaScript und HTML Tags aus dem Google-Universum, aber auch von anderen Anbietern ganz einfach und aus einem Interface heraus auf der Website eingebunden werden. Ständige Releases entfallen damit, die „IT-Abteilung“ hat allen Grund zur Freude – soweit die Theorie.

Dass die Realität so manches Mal auch anders aussehen kann, skizziert Michael Jannsen von zedwoo in seinem Vortrag: Unter dem Motto „Hack Your Google Tag Manager“ gibt er hilfreiche „Tipps, Tricks und Hacks für die effektive Nutzung des Google Tag Managers“. Ohne die richtigen Kenntnisse und Kniffe hat eine Google Tag Manager Implementierung auf Dauer durchaus Chaospotenzial – und Code Änderungen sind auch trotz Tag Manager manchmal unumgänglich.

Fünf Tipps, wie du das Beste aus dem Google Tag Manager herausholst

Janssen gibt deshalb ein paar gute Ratschläge, wie Unternehmen den Tag Manager von Google langfristig erfolgreich einsetzen können. Die wichtigsten Facts im Überblick:

  1. Grundlagen: Verstehe das System
    Tags, Trigger, Variablen, Container? Es hilft alles nichts: Ein System ist nur so mächtig wie der Nutzer, der es bedient. Ein gründliches Studium der Dokumentation, ein paar Hilfe-Videos auf YouTube und der Austausch mit anderen Anwendern sind essentiell für den effektiven Einsatz des Tools.
  2. Hintergrund: Eigne dir ein paar Basics an
    Natürlich musst du den Google Tag Manager kennen – und natürlich wird er dir eine Menge Arbeit abnehmen. Um ein wenig Grundlagenarbeit kommst du dennoch nicht herum: Am besten eignest du dir zunächst etwas HTML und CSS an, später dann zusätzlich auch JavaScript und Regular Expressions – so bist du bestens auf die Arbeit mit den Tags vorbereitet und verstehst, was dein Quellcode tatsächlich tut. Eine gute Quelle ist zum Beispiel die Codecademy.
  3. Gründlichkeit: Dokumentiere deine Arbeit
    Mit dem Google Tag Manager genießt du viele Freiheiten, wie du deine Use Cases technisch umsetzen möchtest. Damit du auch nach drei Wochen noch weißt, was wie im System hinterlegt ist, bemühst du dich am besten von Anfang an um eine saubere Dokumentation: verwende sprechende Namen, nutze Versionierungen und beschreibe diese. Bei der Dokumentationserstellung helfen dir die GTM Tools, mit denen du deine Arbeit ganz einfach exportieren und zum Beispiel in einem Confluence für alle zugänglich ablegen kannst.
  4. Testing: Kümmere dich um die Qualitätssicherung
    Der Klassiker: Die Vertaggung ist kaputt und keiner merkt es. Damit dir das nicht passiert, empfiehlt Janssen neben der Entwicklerkonsole (in Google Chrome) zusätzlich die Chrome Extensions Tag Assistant und DataLayer Inspector+. Mit diesen kleinen Tools checkst du, ob deine Google Tag Manager Implementierung (noch) richtig funktioniert.
  5. Sicherheit: Besorge dir ein Admin-Konto
    Zum Schluss noch eine Bemerkung in Sachen Sicherheit: Aus Janssens Erfahrung gibt es immer wieder Fälle, in denen Unternehmen keinen Zugriff mehr auf ihren Tag Manager haben. Der Grund: ein schlechtes Rechte- & Rollen- bzw. Benutzerkonzept. Er empfiehlt das Anlegen eines Admin Kontos, welches nicht weiter verwendet wird, sondern einfach nur den Fall abfängt, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen – und mit ihnen der Zugriff auf den Tag Manager.

Der Google Tag Manager ist in seiner Verwendung sicherlich nicht selbsterklärend und eine Implementierung kann je nach eingebundenen Tags eine hohe Komplexität aufweisen. Gleichwohl ist er ein extrem mächtiges Werkzeug, das die tägliche Arbeit im Online Marketing massiv erleichtern kann.

Die vollständige Präsentation des Vortrags gibt es auf zedwoo.de, der Website von Michael Janssen.

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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