Display Advertising

Imageschaden dank Display Ads: Jeder dritte Banner wird aus Versehen geklickt

Popups gehören zu den Formaten, an denen sich User am häufigsten stören. Doch nicht nur das: Sie wirken sich zusätzlich auch negativ auf das Markenimage aus. Werbetreibende müssen umdenken.

© LoloStock | fotolia.de

Dass Display Banner sich keiner großen Beliebtheit erfreuen, sollte niemanden überraschen. Doch die Ads wirken sich nicht nur störend aus, sondern üben auch einen negativen Einfluss auf das Image einer Website aus, wie eine aktuelle Studie von HubSpot zeigt.

Ein Drittel des Budgets ist rausgeschmissenes Geld

Die Umfrage zur Nutzung von Adblockern auf Computern und Smartphones von HubSpot und Adblock Plus bestätigt, was längst jeder weiß: Banner Ads sind unbeliebt und die Klicks erfolgen häufig versehentlich – dies ist zumindest bei jedem dritten Klick der Fall. So wird ein ganzes Drittel des Budgets, das für Display Banner verwendet wird, umsonst ausgegeben.

Das Ranking der Unbeliebten

91 Prozent der Befragten finden, Online-Werbung sei noch aufdringlicher geworden, als sie es vor zwei oder drei Jahren noch war und 79 Prozent fühlen sich von Retargeting-Anzeigen verfolgt. Die unbeliebtesten Formate sind hierbei Popups (73 Prozent), gefolgt von Werbung auf mobilen Geräten (70 Prozent) und Videowerbung (57 Prozent). Unternehmen, die die genannten Formate einsetzen, gefährden demnach auch ihr Image. So gaben etwa 84 Prozent der Befragten an, dass die Meinung über die werbende Marke leidet, 85 Prozent nehmen die Website negativ wahr.

Meinung über Werbeformate

Versehentliche Klicks stellen PPC-Modell in Frage

Auch, dass die Klicks nicht immer absichtlich erfolgen, sollte jedem Nutzer bekannt sein, allerdings ist das bei ganzen 33 Prozent der Klicks der Fall, so dass ein Drittel des Budgets für Pay per Click etwa sinnlos verhallt. Nur 40 Prozent der Befragten gaben an, absichtlich auf eine Anzeige geklickt zu haben, weil diese das Interesse geweckt habe. Auch die Anzeigen auf den Suchergebnisseiten von Google werden lediglich von 20 Prozent anklickt.

Klickgruende HubSpot Adblock Plus

Adblocker-Nutzung als Ergebnis störender Werbeformate

Ebenfalls wenig überraschend sind die Gründe für die Nutzung von Adblockern. So wird Werbung von 64 Prozent als störend und 54 Prozent als unterbrechend eingestuft.

Gruende-fuer-Adblocker-Nutzung

Popups auf Mobile Devices werden von 73 Prozent als nervig empfunden. Vermutlich hängt dies auch damit zusammen, dass sie sich mit dem Finger schlechter schließen lassen und User häufiger versehentlich auf die Anzeige klicken, statt sie zu schließen. Die allgemeine Wahrnehmung von Werbung leidet darüber hinaus aufgrund von Vollformaten und Autoplay-Videos, weshalb 83 Prozent der Befragten Werbung gern vollständig vom Smartphone verbannen würden. Dennoch würden mehr als drei Viertel nur die extrem störende Werbung gern filtern.

Nachholbedarf für Werbetreibende

Zwar hat eine ganze Reihe an Publishern mit Contentsperren bei aktiviertem Adblocker reagiert, doch verzichtet ein Drittel weiterhin lieber auf die Inhalte, als den Adblocker auszuschalten. So empfiehlt Inken Kuhlmann, Team Manager Growing Markets bei HubSpot, statt auf nervige Formate eher auf sinnvolles Content Marketing zu setzen.

Doch gibt es auch hier bereits zahlreiche Fallstricke: Denn es reicht nicht, einfach nur wahllos Content zu produzieren – er muss auch einen Mehrwert haben und aus der Contentmasse herausstechen. Allzu störend ist dieses Format wohl nicht, im Zweifelsfall wird es einfach ignoriert.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

Ein Gedanke zu „Imageschaden dank Display Ads: Jeder dritte Banner wird aus Versehen geklickt

  1. Sacha Heck

    Hallo,

    Interessant dieser Artikel. Wir sind nämlich gerade dabei ein Budget aufzustellen für Online-Marketing Maßnahmen und wollten damit in den nächsten Monaten Erfahrungen sammeln. Wenn ich das aber nun hier lese …:/ Die Frage ist: Was tun? Wie geht man am besten vor? Content Marketing alles schön und gut, aber das alleine reicht doch auch nicht. Eine gute Diversifizierung in die wichtigsten Werbeformate? Video, Pop-Up sind klar nervig, das würde ich auch net machen :) Aber Display Ads, Facebook Ads, Remarketing … schwer die Balance zu finden zwischen »Nicht nerven« und »Endkunden erreichen« :)

    Viele Grüße,
    Sacha

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.