Video Marketing

7 Gründe, warum Untertitel bei Videos ein Muss sind

Untertitel sind bei der Kreation von Videos inzwischen ein absolutes Must-have. Hier sind 7 Gründe, weshalb sie unverzichtbar sind.

© rawpixel - Unsplash

Nicht nur bei Spielfilmen freuen sich die Zuschauer oft über die Untertitel, die letztlich zum besseren Verständnis beitragen. Heutzutage spielt Video Content in Social Media, bei der Werbung und der Markenpositionierung überhaupt eine immens wichtige Rolle. Und diese Videos brauchen unbedingt Untertitel. Nicht allein, weil sie den Nutzern damit mehr Optionen liefern, sondern auch, weil das direkt zu mehr Engagement und Reichweite führt.

7 Gründe für die Relevanz der Untertitel bei Video Content

Vorweg sei gesagt, dass die Untertitel zwar nur dann vonnöten sind, wenn die Videos Sprachelemente aufweisen. Dennoch können die Bewegtbilder immerzu mit Textangaben unterlegt werden, um die Darstellung zu präzisieren. Aber sofern ein Video nach viel Arbeit in der Kreation fertiggestellt wurde, sollten beim Hinzufügen der Untertitelung keine Abstriche gemacht werden. Denn die Bewegtbildunterschriften, zumeist Übersetzungen, manchmal Erläuterungen, haben eine enorm positive Wirkung auf die Viewer.

Zu dieser Überzeugung gelangt auch Uscreen, das in einer Infografik die Vorteile des Einsatzes von Untertiteln aufzeigt. Demnach sind diese per se schon für eine ganze Reihe von Nutzern unerlässlich, weil sie taub oder schwerhörig sind. In den USA beträgt die Zahl der Menschen, die von derlei Beeinträchtigungen betroffen sind, etwa 28 Millionen.

Taube und Gehörlose wollen auch mit Videos erreicht werden, © Uscreen

In Deutschland gibt es nach Angaben des deutschen Gehörlosen-Bunds gut 80.000 Gehörlose, während knapp 16 Millionen Menschen an Schwerhörigkeit leiden. Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft das Stummschalten der Videos. Auch wenn bei Snapchat nach deren Angaben zwei Drittel aller Videos mit Sound abgespielt werden, schalten bei Facebook 85 Prozent der Viewer die Videos auf stumm. Und diese Option wird gerade in der Öffentlichkeit, wo Videos vermehrt mobil konsumiert werden, gern wahrgenommen. Außerdem schätzen viele Nutzer die Möglichkeit, sich auf die schriftliche Aussage im Video stützen zu können. Immerhin stärken Untertitel das Verständnis enorm; sei es auch nur, weil der Akzent eines Sprechers zu stark ist. Viele User nutzen die Übersetzung in Schriftsprache etwa beim Englischen selbst dann, wenn sie der Sprache mächtig sind.

Dazu kommt aber, dass verschiedene Sprachen ein Zielpublikum unterscheiden. Hier heißt es: kenne deine Zielgruppe und baue auf Untertitel in der passenden Sprache/ den passenden Sprachen (wenn möglich).

Die globale prozentuale Verteilung von im Internet genutzten Sprachen, © Uscreen

Engagement und Reichweite fördern

Die Stichworte Engagement und Reichweite hängen natürlich genauso an der Sprache. Häufig kann die Übersetzung des Gesprochenen ins Chinesische oder Spanische vorteilhaft sein, je nachdem, welcher Markt bespielt werden soll. Im Internet wird auch das Arabische zu immerhin fünf Prozent genutzt. Das Engagement bei einem Video mit Untertiteln steigt ebenfalls im Vergleich zu solchen ohne. 66 Prozent schauen Videos ohne Untertitelung bis zum Ende, doch 91 Prozent tun dies, wenn sie vorhanden ist.

Untertitel sorgen für mehr Video Views bis zum Ende, © Uscreen

Diese Werte scheinen etwas zu hoch angesiedelt, zeigen aber trotzdem auf, dass das sogenannte Captioning deutlich mehr Engagement fördert. Von großem Interesse für die Videoproduzenten dürften die Werte in Bezug auf die Reichweite sein, die Uscreen von Instapage bezieht. Nach diesen erhalten Videos mit Untertiteln bei Facebook nicht nur 15 Prozent mehr Shares und zu 17 Prozent bessere Reaktionen, sondern auch 26 Prozent mehr Click-Throughs bei Calls-to-Action. Alles in allem erhöht sich demnach die Reichweite der Videos mit Caption um 16 Prozent.

Die Reichweite von Videos in Social Media profitiert von Untertiteln, © Uscreen

Auch die SEO profitiert von den Untertiteln

Allein die längere Verweildauer bei den Videos und das verstärkte Engagement wirken sich positiv auf das Ranking aus. Zusätzlich indexiert Google aber ebenso Untertitel, die Bewegtbildcontent bei YouTube hinzugefügt werden; und das kann wiederum einen Unterschied machen. Dabei ist zu bedenken, dass Google keine automatisch generierten Untertitel indexiert. Bei Facebook oder YouTube lassen sich beispielsweise die Untertitel automatisch erstellen. Wie das geht, zeigen Facebook Business und Googles YouTube Support.

Allerdings ist es meist wertvoller, selbst Untertitel zu erstellen, auch wenn es mühsam ist. Natürlich gibt es Tools, die dabei helfen können. Trotzdem muss einiges an Zeit investiert werden, damit keine missverständlichen oder einfach schlecht gemachten Übersetzungen oder Erklärungen im Video auftauchen. Lohnen wird sich der Aufwand in Anbetracht der Vorteile, die die Infografik aufzeigt, aber allemal.

Die Infografik (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur kompletten Infografik)

Uscreens Infografik, © Uscreen

Uscreen hat diese Grafik auf Grundlage von verschiedenen Datenerhebungen erstellt. Einige der Werte müssen mit Vorsicht genossen werden, da sie sich inzwischen bereits verändert haben könnten oder bei unterschiedlichen Studien different dargestellt werden. Dennoch stellen die sieben angebotenen Gründe für eine Implementierung überzeugende Argumente dar, wenn das produzierte Video Engagement und Reichweite generieren soll. Und dazu ist es schließlich da. Am Ende gilt, dass sehr gute Untertitel ein starkes Video noch besser machen; weil es mehr Optionen zur Rezeption bietet.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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