SEO - Suchmaschinenoptimierung

4 Tipps, sich auf die Zukunft des Link Building vorzubereiten

Mit zahlreichen Google Updates verändert sich die Vorgehensweise beim Link Building. Ein Blick in Vergangenheit und Zukunft des Linkaufbaus.

© Sergey Nivens - Fotolia

Ankertexte, Deeplinks, Nutzer Intention – Was war, was wird…

Kaum eine Disziplin des Online Marketing wandelt sich so schnell – und doch meist ohne größere Ankündigung – wie die der Suchmaschinenoptimierung. Techniken und Vorgehensweisen, die heute noch als Trumpf gelten, können schon morgen mit dem nächsten Google-Update gute Gründe liefern, in den Suchergebnissen kräftig nach unten zu rutschen. Eine Technik, die genau diese Veränderung erlebt hat, ist das Link Building – ein guter Grund, in die Vergangenheit zurück- und in die Zukunft nach vorn zu blicken.

Während früher vor allem viele Links gekauft wurden, deren Ankertexte am besten direkt der Suchanfrage entsprachen, für die eine Website ranken sollte, sind Ankertexte heute nicht nur scheinbar fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, sondern könnten Rankings sogar negativ beeinflussen, wenn sie zu „commercial“ sind, wie Paddy Moogan von moz.com meint:

[…] we definitely are at a point where you can get hurt pretty badly if you have too much commercial anchor text in your link profile. It just isn’t natural. (Moogan, moz.com)

Zwar nicht negativ, aber auch weniger wichtig, dürfte die Rolle von Deep Links sein: Gerade eCommerce-Seiten weisen auf ihren Artikeldetailseiten zumeist nicht nur niedrig wertigen, sondern oftmals sogar duplicate content auf, weil sie ihre Artikeldaten nicht unique anbieten (können).

Immer wichtiger dagegen scheint die Intention der Nutzer zu werden: Wer als Nutzer Google in der Suchanfrage verrät, dass er nach „Testberichten“ sucht, macht direkt deutlich, in welcher Phase des Kaufs er sich befindet und dürfte in der Zukunft immer öfter eher ein entsprechendes Infoportal als Suchergebnis erhalten als einen Online Shop, der (zumindest nach Links) eigentlich besser für eben eine solche Suchanfrage rankt.

Dieser Effekt wird schon heute durch diverse andere Angaben verstärkt: So weiß Google über Standortinformationen, dass sich ein Nutzer etwa in Hamburg befindet und könnte auf mobilen Endgeräten direkt Suchanfragen mit geographischem Zusatz vorschlagen.

Völlig unklar bleibt dabei – und das ist zumindest aus Sicht vieler SEOs Fluch und Segen zu gleich – welche Rolle Backlinks in Zukunft überhaupt noch spieen werden.

Vier Tipps, mit denen sich der Zukunft des Link Building entspannt entgegenblicken lässt

Wie also können sich Online Marketer auf die ungewisse Zukunft des Link Building vorbereiten? Diese vier Tipps, angelehnt an einen entsprechenden Beitrag von Paddy Moogan auf moz.com, können dabei hilfreich sein.

  1. Den Wandel annehmen
    Der Wandel in der Suchmaschinenoptimierung bietet eine wunderbare Gelegenheit, sich selbst mal einige kritische Fragen zu stellen. Moogan schlägt dazu unter anderem vor:
    Warum habe ich es verdient, bei Google ganz weit oben zu ranken?
    Würde es irgendjemand merken, wenn ich morgen nicht mehr im Index auftauche? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
    Warum ist gerade meine Website ein attraktives Linkziel?
    Welche Mehrwerte biete ich meinen Nutzern?
  2. Den Kopf nicht in den Sand stecken
    Auch, wenn Wandel anstrengend sein kann – es gilt, die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen stets mitzuverfolgen. Wer weiß, wo sich plötzlich ungeahnte Potenziale ergeben?
  3. Weniger auf Skalierung setzen
    Skalierbare Lösungen sind toll, kosten aber in der Regel enormen Aufwand in der Entwicklung und rentieren sich erst über den Lauf der Zeit. Weil dieser Aufwand in Sachen Link Building aber völlig wage ist, sollten Marketer stattdessen lieber auf echte Inhalte setzen.
  4. „Cooles Marketing“ betreiben
    Eine mehr als platte und ausgelutschte Formulierung, aber noch immer wahr: Wer seinen Nutzern cooles Marketing mit Mehrwerten bietet, wird langfristig Erfolg haben. Auch in den Suchergebnissen.

Wie wird sich Link Building eurer Meinung nach entwickeln? Und was macht cooles Marketing aus?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

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