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5 Gründe, warum Marketing Teams auf eine Cloud-Datenplattform setzen sollten
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5 Gründe, warum Marketing Teams auf eine Cloud-Datenplattform setzen sollten

Ein Gastbeitrag von Benoit Dageville | 20.10.20

Eine Cloud-Datenplattform hilft, Datensilos aufzubrechen und Kunden zu verstehen, um letztlich fundierte Marketing-Entscheidungen zu treffen.

Der Begriff Big Data ist im Marketing allgegenwärtig. Unternehmen nutzen Daten, um Inhalte wie Angebote zu personalisieren und um den Medien- und Kanalmix zu optimieren. Wenn Unternehmen heute in Echtzeit auf große Datenmengen zugreifen können, haben sie das Potential, sich von ihrer Konkurrenz abzuheben. Doch häufig wird das durch Datensilos verhindert – also der gängigen Praxis, verschiedene Arten von Informationen in getrennten, nicht miteinander verbundenen Systemen zu speichern.

Die Idee einer Datenplattform, die alle Daten eines Unternehmens zusammenführt, ist nicht neu: Data-Warehouse-Technologien gibt es schon seit Jahrzehnten, aber sie gehörten bisher in den Zuständigkeitsbereich der IT-Abteilung, weshalb sie für Marketing Teams und andere Unternehmensfunktionen kaum sichtbar oder interaktiv nutzbar waren. Die Lösung liegt in der Einführung einer Cloud-Datenplattform, auf der alle Daten eines Unternehmens sicher gespeichert sind. Sie ermöglichen es, dass sowohl technische als auch nicht-technische Benutzer sie gleichermaßen abrufen können.

Fünf gute Gründe für die Implementierung einer Cloud-Datenplattform

Die Gründe für die Implementierung einer Cloud-Datenplattform sind vielfältig:

1. Customer Lifetime Value (CLV) durch Personalisierung erhöhen

Marketing-Experten schwimmen heute geradezu in Daten zu einzelnen Kunden, die zum Beispiel aus Bestellinformationen, Kontaktaufnahmen, Website-Besuchen und Treueprogrammen stammen. Allerdings sind diese Datensätze oft an voneinander getrennten Standorten gespeichert. Das macht es äußerst schwierig, die einzelnen Aspekte zu verbinden und ein vollständiges Bild vom Kunden zu erhalten. Infolgedessen verpassen viele Marketing Teams die Chance, ihre Kunden durch personalisierte Inhalte und Angebote dauerhaft zu binden. Und wenn Kunden mit einer erwiesenen Affinität zu einer Marke nicht die beste Erfahrung machen, bleibt Umsatzpotential ungenutzt auf der Strecke.

2. Schnellerer ROI durch flexiblere Daten- und Analyse-Teams

Bei herkömmlichen Data-Warehouse-Technologien führen gleichzeitige Abfragen auf denselben Datensätzen zu Leistungsverzögerungen für alle. Weitere Verzögerungen entstehen durch den Zugriff auf in Silos gespeicherte Daten und die komplizierte Aufarbeitung dieser Daten für die Anwender. Die Folge sind lange Wartezeiten, die nicht nur die Effizienz senken, sondern auch zu Frust bei den Anwendern führen.

Eine Cloud-Datenplattform kann die Prozesse erheblich schneller ausführen, so dass alle Beteiligten parallel und mit größeren Datenmengen an komplexeren Problemen arbeiten können. Die Teams können zudem neue Sachen ausprobieren, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass die Kernaktivitäten verlangsamt oder „unterbrochen“ werden. Dadurch lässt sich der ROI schneller erreichen. Gleichzeitig ermöglicht die Bereitstellung aller Daten in Kombination mit einer geringen Latenz auch schnellere Produkt-Iterationszyklen, da Metriken und Feedback von Produktaktualisierungen viel schneller verfügbar sind – und zwar innerhalb von Minuten, nicht Tagen.

3. Vorausschauende Analysen sorgen für bessere Kundenerfahrungen und fundiertere Entscheidungen

In einer Cloud-Datenplattform führen vorausschauende Analysen und die Entwicklung von Szenarien zu fundierteren Entscheidungen bei Medienausgaben, dem Kanalmix sowie dem Merchandising. Das bedingt letztlich eine bessere Kundenerfahrung.

Wenn Marketing Teams die Eigenschaften von bestehenden hochwertigen Kunden mit der vorausschauenden Analyse kombinieren, dann lassen sich damit ähnliche Kundensegmente identifizieren – oder auch von Abwanderung bedrohte Kunden. In jedem dieser individuellen Fälle können dann gezielte Anzeigen und Angebote erstellt und die Kundenerfahrung aktiv verbessert werden, um neue Kunden zu gewinnen oder bestehende Kunden dauerhaft zu behalten.

4. Qualifizierte Analysetalente gewinnen

Praktisch jede große Marketingorganisation lechzt nach Analysten und Datenexperten, aber es ist eine enorme Herausforderung, diese einzustellen oder zu binden – selbst wenn das Unternehmen überdurchschnittliche Gehälter, umfangreiche Sozialleistungen und flexible Arbeitsregelungen anbietet.

Eine Studie von IBM schätzt, dass es 2020 in den USA beispielsweise mehr als 2,7 Millionen offene Stellen in den Bereichen Daten- und Analyse gibt – weit mehr als verfügbare Spezialisten. Diese können sich ihren Arbeitgeber nahezu frei aussuchen. Ein entscheidendes Kriterium ist für die Jobsuchenden die vorhandene Technologie, die auch der häufigste Grund für die Abwanderung von „Datenarbeitern“ ist. Das gilt insbesondere, wenn sie ihre Zeit größtenteils mit dem Handling der Daten statt mit der Auswertung verbringen. Eine Cloud-Datenplattform kann mühsame und zeitraubende Aufgaben automatisieren oder sogar komplett eliminieren. Das verbessert nicht nur die Effizienz in der Abteilung, sondern motiviert auch die Mitarbeiter.

5. Anforderungen an die IT und gesetzliche Vorschriften bewältigen

Die heutigen Budgets der IT-Abteilungen können häufig nicht mit den schnell wachsenden Anforderungen von Marketing Teams Schritt halten. Das führt zu einer großen Spannung in Unternehmen. Durch den Anspruch, das Marketing für jeden Kunden zu personalisieren, sammeln sich schnell Petabytes an Daten an. Der Speicherplatz und die Rechenleistung, um die Daten zu verarbeiten, kann deshalb schnell sehr teuer werden. Eine Cloud-Datenplattform lässt sich flexibel skalieren und bietet der IT gleichzeitig eine hohe Transparenz und Kontrolle über die Ausgaben. Sie hilft zudem, die umfangreichen Forderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zum Schutz personenbezogener Daten zu erfüllen.

Fazit

Die Vorzüge einer Cloud-Datenplattform liegen auf der Hand. Unternehmen sollten bei der Implementierung jedoch auf keinen Fall versäumen, alle Beteiligten – insbesondere Datenexperten und IT-Teams – einzubinden und ihre jeweiligen Wünsche und Ansprüche zu erfassen. Nur dann wird die Plattform sowohl die Anforderungen der Mitarbeiter als auch die des Unternehmens erfüllen.

Fakt ist: Die Nutzung von Daten war für das Marketing noch nie so wichtig, aber sie ließ sich auch noch nie so einfach realisieren. Und die gute Nachricht ist, dass praktisch jede Abteilung von den Vorteilen einer Cloud-Datenplattform profitieren kann.

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