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Unternehmenskultur
Längere Elternzeit, Zuschuss bei Adoption und Pflegeurlaub: Pinterest führt neue Elternleistungen ein

Längere Elternzeit, Zuschuss bei Adoption und Pflegeurlaub: Pinterest führt neue Elternleistungen ein

Michelle Winner | 16.12.21

Um Familie und Karriere zu managen, sind Eltern auf die Unterstützung des Unternehmens angewiesen. Pinterest geht hierbei mit gutem Beispiel voran und beachtet auch unterschiedliche Familienkonstellationen.

Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach und schon mit der Elternzeit kann es zu Problemen kommen. Gerade Mütter haben oft das Problem, dass die Geburt eines Kindes ihrer Karriere Steine in den Weg legt und sie beispielsweise in die Teilzeitfalle abrutschen. Beschäftigte sollen sich jedoch nicht zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen und sich ein Leben nach ihren Vorstellungen aufbauen können. Das sagt zumindest Pinterest und stellt damit neue Elternleistungen des Unternehmens vor, die verschiedene Familienkonstellationen und sogar Schicksalsschläge berücksichtigen. Hiervon können andere Arbeitgeber:innen lernen.

Mehr Unterstützung in 2022

Damit Eltern so sein können, wie sie sind, treten bei Pinterest ab dem 1. Januar 2022 neue Elternleistungen in Kraft. Damit reagiert das Unternehmen zum einen auf Herausforderungen, denen Familien durch die Pandemie gegenüberstehen. Zum anderen wird aber auch auf allgemeine Probleme beim Meistern von Familie und Beruf eingegangen, denen Beschäftigte schon seit Jahren gegenüberstehen. Die neuen Leistungen gelten für Mitarbeiter:innen auf der ganzen Welt, wodurch auch Eltern in Ländern profitieren, in denen es weniger gesetzliche Regelungen zur Elternzeit gibt. Diese Änderungen wird es im kommenden Jahr geben:

  • 20+ Wochen Elternzeit: Eltern stehen mindestens 20 Wochen Elternzeit zu, damit sie Zeit mit ihren neugeborenen oder auch adoptierten Kindern verbringen können.
  • Zuschuss für Adoptiveltern: Adoptiveltern erhalten zusätzlich zu der Elternzeit auch noch finanzielle Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro. Zuvor waren es 5.000 Euro.
  • Pflegeurlaub in Notfällen: Muss ein Neugeborenes auf die Neugeborenen-Intensivstation, gibt Pinterest den betroffenen Eltern zwölf Wochen bezahlten Pflegeurlaub, um ihrem Kind beizustehen, ohne sich um die Arbeit zu sorgen.
  • Bezahlter Urlaub bei Schicksalsschlägen: Fehlgeburten sind traumatisch und eine emotionale Belastung. Um betroffene Eltern zu unterstützen, ermöglicht Pinterest vier Wochen bezahlten Urlaub bei einem solchen Schicksalsschlag, egal in welchem Stadium der Schwangerschaft.

Neben diesen Neuerungen gibt es außerdem Updates zu verschiedenen anderen Leistungen, die das Kombinieren von Familie und Karriere weiter erleichtern sollen.

  • Unterstützung durch Cleo-App: Eine App zur mentalen Fitness, die individuelle Coachings und Hilfestellungen für Eltern bietet.
  • Kostenlose Abos für Calm-App: Diese App können Mitarbeiter:innen und deren Familienangehörige nutzen, um Stress zu reduzieren und Konzentration sowie Schlaf zu verbessern.
  • Kostenloser Versand von Muttermilch bei Geschäftsreisen
  • Bezahlter Covid-Urlaub: Beschäftigte können vier Wochen bezahlten Urlaub zur Genesung oder zur Betreuung von Kindern bei geschlossenen Schulen und Kitas bekommen.
  • „Pintention Days“: An diesen über das Jahr verteilten Tagen macht das gesamte Unternehmen eine Pause. Mitarbeiter:innen können diese zusätzliche Freizeit nutzen, wofür sie möchten.

Eltern müssen Chancen gegeben werden

Zu oft wird Eltern das Gefühl vermittelt, dass sie sich zwischen Familie und Karriere entscheiden müssten und oft muss ein Elternteil für die Kinderbetreuung arbeitstechnisch kürzertreten. Pinterest ist sich dieser Problematik bewusst und möchte als Unternehmen seine Mitarbeiter:innen unterstützen. Christine Deputy, Pinterest Chief People Officer, erklärt:

Eltern verdienen Unterstützung und ein ausgeglichenes Arbeitsumfeld – zu jedem Zeitpunkt der Familienplanung und Kinderbetreuung. Das gilt ganz besonders in Zeiten einer globalen Pandemie. Wir erweitern unsere Leistungen, um allen Beschäftigten mehr Zeit mit ihren Kindern und Zeit für sich selbst zu ermöglichen, wenn es wirklich darauf ankommt. Das trägt besonders in Zeiten des Wandels entscheidend zu einem positiven Arbeitsumfeld bei. Die beste Arbeit leisten Menschen, wenn sie sich wertgeschätzt und unterstützt fühlen – und das an einem Arbeitsplatz, der inklusiv und inspirierend ist.

Eltern dürfen nicht dafür „bestraft“ werden, eine Familie gegründet zu haben und umso wichtiger ist die Unterstützung der Arbeitgeber:innen. Pinterest geht als gutes Beispiel für andere voran. Internationale Unternehmen sollten im Blick behalten, welche Regelungen zu Elternzeit und -geld es in den verschiedenen Standorten gibt und Maßnahmen ergreifen, wenn die gesetzlichen Regelungen unzureichend sind. Unabhängig davon sollten Arbeitgeber:innen ihre Angestellten aber auch bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen, sie ermutigen und Verständnis zeigen, wenn beispielsweise Krankschreibungen mit Kind vonnöten sind. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt geht es darum, Talente zu gewinnen und vor allem auch zu halten – die Förderung von Eltern kann dabei helfen.

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