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Unternehmenskultur
5 weit verbreitete Mythen über Kreativität und kreatives Arbeiten
© Pixabay - jolandabloem, CC0

5 weit verbreitete Mythen über Kreativität und kreatives Arbeiten

Petra Jahn-Firle | 28.06.17

Neue Ideen entwickeln, Produkte verbessern oder verhindern, dass es uns im Arbeitsleben zu stressig wird - überall ist Kreativität gefordert.

Kreativität wird für uns und unsere Arbeitswelt immer wichtiger. Das zeigt sich alleine darin, dass es in den vergangenen Jahren unglaublich viele Studien und Veröffentlichungen darüber gab. Der Wissensdurst ist offenbar groß. Ist Kreativität angeboren? Oder kann man sie erlernen? Kreativität ist nicht nur im privaten Umfeld ein Dauerbrenner. In vielen Berufen sind kreative Mitarbeiter gefragt, die die Prozesse smarter gestalten und neue Ideen einbringen.

Doch welche Kreativitäts-Mythen haben sich im Laufe der Zeit bei uns eingeschlichen? Und was haben Studien belegt? Wir klären über fünf Kreativitäts-Mythen auf, die der Neurowissenschaftler Andrew Tate in einem Beitrag über Kreativität und Psychologie für Canva aufgedeckt hat.

Kreativitäts-Mythos 1: Die rechte Gehirnhälfte ist für die Kreativität verantwortlich

Es ist ein Irrglaube, dass bei Kreativen die rechte Gehirnhälfte die dominantere ist. Zwar hat das menschliche Gehirn durchaus spezielle Bereiche, die die Kreativität beeinflussen sollen. Dass aber nur die Dominanz einer bestimmten Gehirnhälfte ausschlaggebend ist, ist nachweislich nicht richtig. Vielmehr ist es ein komplexes Zusammenspiel des gesamten Gehirns, das für Kreativität sorgt.

Kreativitäts-Mythos 2: Brainstorming ist die beste Kreativitäts-Methode

Wer kennt sie nicht, die Brainstorming-Runden, die in Unternehmen kursieren, um auf neue, durchschlagende Ideen zu kommen oder eine neue Strategie zu erarbeiten. Einfach das laut nennen, was einem gerade in den Sinn kommt.

Studien haben jedoch gezeigt, dass solche Brainstorming-Runden eher zu einer kreativen Idee führen, die im Endeffekt für das Unternehmen nicht nutzbar ist. Viel effektiver ist die sogenannte Brainwriting-Methode. Beim Brainwriting kommen alle Teilnehmer quasi gleichermaßen zum Zug. Jede Idee ist gleichwertig, weil sie zunächst schriftlich und anonym entsteht. Diese schriftlichen Gedanken können dann in großer Runde beispielsweise an eine Pinnwand geheftet, sortiert und die Ideen diskutiert werden.

Kreativitäts-Mythos 3: Unter Druck ist man kreativer

Eine Studie aus dem Jahr 2002 hat gezeigt, dass es bezüglich der Kreativität keinen Unterschied macht, ob Mitarbeiter unter Druck arbeiten oder nicht. Vielmehr liegt es am Ethos des Unternehmens und auf welche Art und Weise die Mitarbeiter auf die Aufgabe vorbereitet werden.

Die Leute in Agenturen arbeiten doch ständig unter Zeitdruck. Und die sind besonders kreativ.

Das liegt aber nicht unbedingt am Druck, sondern eher daran, dass ein kreativer Agenturmitarbeiter überzeugt davon ist, dass er oder sie an einer wichtigen Aufgabe arbeitet und diese ganz besonders gut und schnell erledigen möchte.

Kreativitäts-Mythos 4: Es gibt nur wenige wirklich kreative Menschen

Jeder kann kreativ sein. Es gibt Berufe oder Berufsgruppen, denen man per se mehr Kreativität zuspricht, zum Beispiel Künstlern oder Fotografen. Doch selbst wenn du einen „normalen“ Bürojob hast, oder in einem Krankenhaus oder im Blumenladen arbeitest, kannst du natürlich kreativ sein.

Kreativitäts-Mythos 5: Alles dreht sich um das „Aha-Erlebnis“

Vielleicht bringst auch du Kreativsein damit in Verbindung, dass da ein einziger, durchschlagender Moment ist, in dem man eine großartige Idee hat – ein sogenanntes „Aha-Erlebnis“. Das zeichnet Kreativität aber nicht aus. Kreativsein hat mit Arbeit zu tun, mit viel Arbeit. Übung macht den Meister – auch im Kreativsein.

Auch wenn Kreativität viel Arbeit bedeutet – es zahlt sich für dich aus! In diesem lesenswerten Blogbeitrag über die „Geheimzutat Kreativität“ erfährst du, warum gerade kreative Menschen erfolgreicher sind.
Quelle: Canva

Olga Kulmann am 29.06.2017 um 09:59 Uhr

Kreativität ist nur für kreative Berufe gut. Ein Arzt oder Feuerwehrmann braucht keinen Zirkus an der Arbeit.

Antworten
Mayer Bruno am 02.07.2017 um 00:51 Uhr

Olga, das war noch genauer als meine Mitteilung !!

Antworten
Bruno Mayer am 29.06.2017 um 09:16 Uhr

Arbeit ist Arbeit UND Kreavität ist Kreativität ! Manche kriegen nix tauglich hin.

Antworten
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