Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Selfimprovement
Aufgaben auch ohne Deadline abhaken: 3 Wege, um endlich Motivation zu finden
© Danielle MacInnes - Unsplash

Aufgaben auch ohne Deadline abhaken: 3 Wege, um endlich Motivation zu finden

Michelle Winner | 22.07.20

Ohne Druck fällt es vielen schwer, Aufgaben ohne Abgabetermin zu erledigen. Im Home Office kann sich das noch verschlimmern. Doch drei einfache Schritte können dir bereits helfen, dem Aufschieben Adé zu sagen.

Eine Aufgabe ohne feste Deadline wandert schnell immer weiter und weiter nach unten auf unserer To-Do-Liste. Zum einen wird sie von Aufgaben mit Fristen verdrängt. Zum anderen fehlt uns aber oft die Motivation, sie endlich anzugehen. Manchen Personen fällt es extrem schwer, sich ohne Deadline zu motivieren – im Home Office macht sich das oft noch stärker bemerkbar als im Büro. Auf Dauer führt das schnell zu Frust, weil man sich selbst über fehlenden Fortschritt und Leistung ärgert. Doch wie kannst du dem ewigen Aufschieben einen Riegel vorschieben? Wie gelingt es dir, endlich anzufangen? Drei Methoden zur Motivation können dir dabei helfen:

1. Setze dir selbst eine Deadline

Wenn du von oben keine Frist gesetzt bekommst, lege selbst eine fest. Wichtig dabei ist, dass du dir diese wirklich aufschreibst und deine Ziele auch idealerweise im Kalender markierst. Dabei ist es auch egal, ob du ein konkretes Datum festlegst, einen Bearbeitungszeitraum oder dir jeden Tag eine kleine Teilaufgabe vornimmst. Empfehlenswert ist es, stressige Zeiten für die Bearbeitung von Aufgaben ohne Deadline zu meiden – bei Stress tendieren die Meisten dazu, einfach weiter aufzuschieben. Denk auch immer daran, richtig zu priorisieren: Feste Deadlines haben immer Vorrang. Elizabeth Grace Saunders, Coach für Zeitmanagement und Autorin, rät außerdem folgendes, wenn du mehrere Aufgaben ohne Frist hast:

Wenn Sie eine Reihe von To-dos ohne Deadline haben, erhöhen Sie Ihre Chancen auf Fortschritt, indem Sie sich eine Aufgabe pro Woche vornehmen. Es ist wahrscheinlicher, dass Sie ein Projekt abschließen, wenn Sie sich in den nächsten 30 Tagen auf nur ein Projekt konzentrieren, statt gleichzeitig mit mehreren Aufgaben zu jonglieren, die alle nicht dringend sind.

2. Sorge für Druck von außen

Aufgaben mit Deadlines fallen vielen Personen leichter, weil sie nicht nur zeitlichen Druck haben, sondern auch Druck von außen, heißt zum Beispiel vom Chef, Kollegen oder Kunden. Dabei geht es nicht zwingend darum, dass jemand hinter dir steht und mahnend den Finger erhebt. Viel eher liegt es an dir, jemanden mit ins Boot zu holen und der Person regelmäßige Updates über deinen Fortschritt zu geben. Das kann jemand innerhalb des Büros sein, jemand aus der Familie oder deine Social-Media-Kontakte.

Viele Autoren geben beispielsweise regelmäßig über Facebook, Twitter und Co. Updates darüber, wie sie mit ihrem neusten Werk vorankommen und welches Schreibziel sie sich für die nächsten Wochen gesetzt haben. Follower und Kontakte werden daraufhin zum Motivator, indem sie positives Feedback geben oder regelmäßig nachhaken, wie das Schreiben vorangeht. Diese Form der Motivation kann auch für dich und deine fristlosen Aufgaben gut funktionieren. Die Social-Media-Variante ist dabei vor allem für Personen im Home Office eine Möglichkeit, der Isolation zu entkommen und andere am „Büroalltag“ teilhaben zu lassen. Saunders erklärt dazu:

Die Kommunikation und die Nähe sorgen dafür, dass Sie sich verpflichtet fühlen, auch wirklich voranzukommen. Schließlich wissen die Kollegen, was Sie vorhaben. Sie schaffen dadurch auch ein gutes Arbeitsumfeld, sodass es sich nicht anfühlt, als genießen alle anderen ihre Freizeit, während Sie arbeiten. […] Alle Varianten schaffen Verantwortlichkeit, die dazu führt, dass Sie auch ohne Deadline das Gefühl haben, jemanden im Stich zu lassen oder Zusagen nicht einzuhalten, wenn Sie aufgeben.

Wenn es sich bei den Aufgaben um Gruppenprojekte handelt, solltet ihr versuchen euch gegenseitig zu motivieren. Zur Not muss jemand die Führung übernehmen und organisieren, dass ihr euch zu einem passenden Zeitpunkt trefft und gemeinsam an der Aufgabe arbeitet. Auch hierbei stellt sich ein Gefühl der Verantwortlichkeit ein.

3. Belohne dich selbst

Was schon Schulkindern beim Lernen half, klappt auch noch im Erwachsenenalter: Belohnungen für erledigte Aufgaben als Motivator. Dabei gibt es drei Formen des Belohnungssystems, die für dich funktionieren können:

1. Kleine, aber starke Belohnungen, die deinen Alltag aufhellen. Hast du eine Weile konzentriert an deinem Projekt gearbeitet oder eine Teilaufgabe erledigt haben, darfst du dir in der Mittagspause dein Lieblingsessen oder einen leckeren Nachtisch gönnen. Wenn Essen für dich nicht als Motivator funktioniert, kannst du es auch mit einem neuen Buch, einem Kleidungsstück oder einem Pausenspaziergang in der Sonne versuchen. Hierbei sind dir keine Grenzen gesetzt – Hauptsache die Belohnung ist etwas, worauf du dich freust und was dir Anreiz zur Arbeit gibt.

2. Kleine, aber gemeine Strafen, die dich zur Arbeit zwingen. Zugegeben, diese Variante bedarf einiges an Selbstdisziplin – schließlich musst du die Strafen selbst gegen dich durchsetzen. Doch für manche Personen klappt das System gut. Strafen können beispielsweise Netflixverbot am Abend oder eine Extraeinheit Kardiotraining sein.

3. Belohnungen, die direkt mit in den Arbeitsalltag integriert werden. Wenn möglich, kannst du dir beispielsweise deinen Laptop schnappen und deine Aufgabe in einem netten Café oder im Park erledigen. Ein angenehmes Erlebnis mit der Arbeit zu verbinden, wirkt für viele ebenfalls als Motivator.

Widerstehe dem Aufschieben und setz dich ran

So verführerisch es auch ist, Aufgaben ohne Deadline immer weiter nach hinten zu verschieben: Raff dich auf, such dir eine Methode zur Motivation aus und erledige deine Aufgabe endlich. Denn sobald du sie abgeschlossen hast, wird dich nicht nur ein Erfolgsgefühl überkommen, sondern dir wird auch ein unterbewusster Druck von den Schultern fallen. Du hast es endlich geschafft und musst nicht weiter daran denken. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und sollte es nicht auf Anhieb mit einer Methode klappen, dann keine Panik. Probiere dich aus, teste verschiedene Belohnungssysteme und finde deinen Weg.