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6 Fehler nach dem Aufwachen, die einen guten Start in den Tag verhindern
© Daniela Holzer - Unsplash

6 Fehler nach dem Aufwachen, die einen guten Start in den Tag verhindern

Michelle Winner | 06.01.21

Schlummertaste, Smartphone-Sucht und fehlende Morgenroutine - all das kann dafür sorgen, dass du einen schlechten Morgen hast. Vermeidest du diese Fehler jedoch, kannst du Müdigkeit und schlechte Laune verhindern.

Nicht jeder ist ein Morgenmensch und vielen fällt es schwer, fit und ausgeschlafen in den Tag zu starten. Das Resultat: Minutenschlaf in den Öffis auf dem Weg zur Arbeit und ein unmotivierter, müder Arbeitsbeginn, der oft von schlechter Laune begleitet wird. Um diesem Problem zu entfliehen, haben viele Menschen das Konzept einer Morgenroutine für sich entdeckt, die für einen besseren Start in den Tag sorgen soll. Doch was vielen nicht bewusst ist: Bestimmte Handlungen direkt nach dem Aufstehen, zerstören die Routine und sorgen dafür, dass der Morgen zum Desaster wird.

1. Den Tag mit der Schlummertaste beginnen

„Nur noch fünf Minuten…“ Diesen Satz haben die meisten von uns morgens sicherlich schon benutzt. Doch das Drücken der Schlummertaste ist oft der erste Schritt in Richtung morgendliches Desaster. Denn wenn du die Snooze-Funktion nutzt, beginnst du deinen Tag mit dem Aufschieben von etwas Wichtigem. Das erklärt zumindest Produktivitätsexperte Martin Geiger gegenüber Impulse. Er sagt außerdem, dass das ständige erneute Aufwachen nur zusätzlichen Stress mit sich bringt. Es ist also ein Irrglaube, dass die fünf Minuten mehr Schlaf auch mehr Erholung bedeuten. Das bestätigt auch Schlafexperte Timothy Morgenthaler bei Business Insider: Das Snoozen kann dich zurück in die Tiefschlafphase versetzen, womit ein neuer Schlafzyklus beginne, der nicht beendet wird. Nach dem endgültigen Aufwachen fühlst du dich dadurch eher gerädert statt erholt.

2. Sich nach dem Aufwachen einkuscheln

Vielleicht konntest du der Versuchung der Schlummertaste widerstehen – und jetzt? Viele Menschen neigen dazu, nicht direkt aufzustehen, sondern sich noch einmal unter der Decke einzuigeln und in die Leere des Schlafzimmers zu blicken. Damit geht das Risiko einher, doch noch einmal einzuschlafen und zu spät zur Arbeit zu kommen. Außerdem sorgt das Einkuscheln dafür, dass du mit weniger Selbstvertrauen in den Tag startest, so Havard-Psychologin Amy Cuddy. Sie erklärt, dass es einen positiven Effekt auf deinen Tag hat, wenn du dich nach dem Aufwachen groß machst. Steh also direkt auf und strecke dich ausgiebig. Cuddy konnte in ihren Untersuchungen feststellen, dass Menschen, die mit ausgebreiteten Armen aus dem Bett kommen, meist glücklicher sind, während die Einigler:innen mit Stress zu kämpfen haben.

3. Den ersten Blick aufs Smartphone richten

Viele von uns leiden an der sogenannten Fear of Missing Out – also der Angst davor, etwas zu verpassen. Und so ist es nicht unüblich, dass sich der erste Blick morgens aufs Smartphone richtet. Einige scrollen ihre E-Mails durch, andere checken WhatsApp und viele verlieren sich in den aktuellen News. Das Ganze kostet Zeit und ist häufig Ursache dafür, dass die Morgenroutine durchbrochen wird. Geiger empfiehlt daher, das Smartphone frühestens eine Stunde nach dem Aufstehen in die Hand zu nehmen – zu groß sei die Versuchung, in der Masse von Posts und E-Mails zu versinken. Diesen Rat gibt auch Autorin Julie Morgenstern. Laut ihr könne die schiere Masse an Anfragen und die Erinnerung an aktuelle Probleme zusätzlichen Stress am Morgen auslösen.

4. Den Tag im Dunkeln starten

Im Winter ist es morgens sowieso oft noch dunkel beim Aufstehen und viele belassen es auch gern dabei. Anstatt die Gardinen zu öffnen oder den Lichtschalter zu betätigen, tappen sie im Dunkeln durchs Schlafzimmer. Erkennst du dich in diesem Verhalten wieder? Dann solltest du versuchen, es zu ändern. Denn Natalie Dautovich von der „National Sleep Foundation“ erklärt, dass der Körper auf Licht beziehungsweise Dunkelheit reagiert. Heißt, wenn du im Dunkeln deinen Tag startest, ist es nicht unwahrscheinlich, dass dein Körper weiterhin im „Nachtmodus“ bleibt und du das Gefühl bekommst, nicht richtig wach zu werden.

5. Keine Morgenroutine haben

Eine Morgenroutine wird von vielen Expert:innen empfohlen. Und diese muss nicht ausschweifend und utopisch sein, wie die von berühmten Gründer:innen oder Stars. Schon kleine Rituale können deinen Start in den Tag verbessern. Doch wozu das Ganze? Geiger erläutert, dass das Fehlen einer Morgenroutine die Produktivität hemmen kann. Wichtig sei es außerdem, dass du dir kleine Rituale suchst, die dir guttun – alles ist laut ihm erlaubt. Und natürlich solltest du dafür Sorgen, dass das Ganze auch wirklich zur Routine wird, indem du die Rituale verinnerlichst und sie zur Gewohnheit werden. Business Insider schreibt außerdem, dass du dich ohne Routine morgens einer Vielzahl von Entscheidungen aussetzt, was dir Willens- und Entscheidungskraft für den eigentlich Tag raubt.

6. Den Tag planlos beginnen

Ein weiterer Rat von Geiger lautet, schon am Vorabend den nächsten Tag zu planen. Du solltest dir bewusst machen, welche Aufgaben auf dich warten, damit du am nächsten Morgen nicht davon erschlagen wirst. Im besten Fall fängt dein Unterbewusstsein so auch bereits damit an, nach Lösungen zu suchen. Geiger erklärt, dass du den nächsten Tag nicht bis ins kleinste Detail durchplanen musst, aber dir zumindest die wichtigsten Aufgaben bewusst machen solltest.

Wenn du die hier aufgezählten Fehler nach dem Aufwachen vermeidest, ist es vielleicht schon bald vorbei mit der schlechten Laune am Morgen und der endlosen Müdigkeit. Schon mit kleinen Veränderungen kannst du es schaffen, deinen Tag ausgeruht und entspannt zu beginnen, um so nicht nur produktiver zu sein, sondern auch dein eigenes Wohlbefinden zu verbessern.

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