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Karriere Tipps
Karrieretipps an dein 20-jähriges Ich: LinkedIn fragt, Twitter User antworten

Karrieretipps an dein 20-jähriges Ich: LinkedIn fragt, Twitter User antworten

Niklas Lewanczik | 14.07.21

Noch einmal 20 sein: Was hättest du in diesem Alter gern schon gewusst, um es für deine Karriere einsetzen zu können? Diese Frage hat LinkedIn auf Twitter gestellt und facettenreiche Antworten bekommen. Was wäre dein Tipp?

Je länger Menschen in der Arbeitswelt tätig sind, desto mehr Know-how und Skills eignen sie sich in der Regel an. Und getreu dem Motto „Hinterher ist man immer schlauer“ gibt es auch für das Dasein im Job Erkenntnisse, die Arbeitnehmer:innen in jüngeren Jahren womöglich schon gut zupass gekommen wären. Aber was würdest du deinem 20-jährigen Ich – setze hier ein beliebiges Alter ein, das du bereits überschritten hast – mit auf den Weg geben wollen, um erfolgreich in, vor allem aber auch zufrieden mit der Karriere zu sein? Genau diese Frage hat das Karrierenetzwerk LinkedIn nun öffentlich gestellt. Deine Meinung ist dabei ebenfalls gefragt und du kannst sie bei Twitter als Antwort auf LinkedIns Tweet und direkt bei uns in den Kommentaren teilen. Werfen wir aber zunächst mal einen Blick auf die vielfältigen Antworten diverser User.

Du bist länger „älter“, als dass du „jünger“ bist

Zugegeben, die Definitionen von älter und jünger sind sehr subjektiv. Trotzdem kannst du aus dem Rat des Users Ryan Hansen eine Lehre ziehen. Vielleicht ließe sich einfach sagen, dass Menschen in der Regel bis in ein hohes Alter, in Deutschland meist bis in ihre 60er, arbeiten müssen. Deshalb sollten die arbeitenden Menschen schon früh damit beginnen, genau den Job zu finden, von dem sie sich vorstellen können, ihn eine lange Zeit, auch in späteren Jahren, auszuführen. Zwar ist es nie zu spät, um die Branche oder den Job zu wechseln. Doch das dürfte mit zunehmendem Alter und einer stärkeren Verzahnung mit der eigenen Branchen auch zusehends aufwendiger werden.

Und weil Menschen meist so lange und viel arbeiten müssen – letztendlich verbringen sie einen Großteil des Lebens damit – rät Stephen Rowley dazu, den Kontakten und Freundschaften aus diesem Kontext ähnliches großes Gewicht beizumessen wie Know-how und Skills. Das mag nicht für alle Arbeitnehmer:innen, Selbstständige und Co. im Fokus stehen. Dennoch bietet dieser Ansatz Potential für eine gesunde Work-Life-Balance.

Entdecke alle Möglichkeiten – und mach dich dann an die Arbeit

Jeder Job ist Arbeit – aber was genau beschreibt Arbeit dabei eigentlich, oder besser: Wie sollte sie definiert sein? Auch das müssen Menschen häufig für sich selbst herausfinden (sofern sie den finanziellen und zeitlichen Rahmen dafür haben). Der User Max Korpinen meint, in jungem Alter wüssten einige noch nicht, was Arbeit für sie bedeutet. Deshalb rät er dazu, pauschal allen interessanten Möglichkeiten auf den Grund zu gehen, zu lernen, wieder zu entdecken, wieder zu lernen. Dann könnte der „perfekte Weg“ erreicht werden.

Lerne zu verhandeln und Grenzen zu setzen

Eine in jedem Falle wichtige Regel für das Arbeitsleben betrifft die Grenzen, die gesetzt werden. Ist dein Job dein Leben oder trennst du strikt zwischen Arbeit und Freizeit? Möchtest du am liebsten nur 20 Stunden pro Woche arbeiten oder bist du für dein Startup 24/7 erreichbar, weil du für dieses Projekt brennst? Egal wie deine Vorstellung von einem Arbeitstag oder einer Arbeitswoche aussieht, bestimmte Grenzen solltest du zu setzen lernen. Insbesondere in einem Anstellungsverhältnis. Denn wenn du dich überarbeitest, ist das langfristig oft gesundheitsschädlich. In unserem Quiz kannst du testen, ob du als Workaholic eingestuft wirst.

Eine gute Work-Life-Balance ist aber nicht alles, das du im Arbeitskontext beachten solltest – auch bei Verhandlungen. Lerne für diese auch, gleich klarzustellen, wie die Strukturen aussehen sollten (sofern es den Spielraum gibt). Setze dir Rahmenbedingungen für Gehalt, Arbeitszeit und ebenso Jobtitel, die für dich und deine Karriere relevant sind – und verkaufe dich nicht unter Wert. Oft ist das leichter gesagt als getan, und mit der Zeit kommen hier auch wertvolle Erfahrungen hinzu. Trotzdem kann der Reminder, sich frühzeitig mit der Verhandlung auseinanderzusetzen, langfristige Vorteile für Arbeitnehmer:innen mit sich bringen.

„Bring your real self to work“ und hab Spaß

Eine Binsenweisheit besagt, du solltest dir einen Job suchen, der Spaß macht. So einfach ist das dann leider auch wieder nicht, wenngleich es ideal ist, wenn du mit einem Lächeln zur Arbeit gehst; oder dabei zumindest häufiger Spaß hast (was auch mit den Menschen um dich herum zusammenhängen dürfte). Spaß wiederum kann ebenfalls subjektiv sein. Manche haben insbesondere dann Spaß an der Arbeit, wenn sie sich selbst testen, neuen Aufgaben verschreiben können. Tyler King rät in diesem Kontext dazu, auch die Möglichkeiten wahrzunehmen, die auf den ersten Blick beängstigend sind. Denn oft komme man schon dahinter, wie es zu machen ist: „You’ll figure ist out“. Ein weiterer Tipp von ihm: Sei du selbst auf der Arbeit. Inwieweit du dieser Prämisse folgst, hängt allerdings stark davon ab, wie sehr du Arbeit und Privates trennst und ob du nicht ganz zufrieden mit verschiedenen Personas bist.

Einen Tipp und einen sehr positiven Blick für womöglich jede Situation im Arbeitsleben hat der User Aron North parat:

Mit dieser überaus optimistischen Ansicht und einem Rat, an den du dich möglichst auch in Stresssituationen erinnern solltest, beenden wir diese Übersicht. Noch mehr Antworten auf die Frage von LinkedIn findest du im entsprechenden Twitter Thread.

All diese Tipps sind sehr subjektiv. Dazu kommt, dass viele von ihnen nicht nur vage sind, sondern mitunter auch nur für Personen relevant, die sich den Luxus leisten können, sich ihre Jobs auszusuchen und den Fokus verstärkt auf die Selbstoptimierung – auf die eine oder andere Weise – zu legen. Obwohl es auch eine Sache der Einstellung ist, wie Menschen an Arbeit und die eigene Karriere herangehen, darf nicht außer acht gelassen werden, dass die Voraussetzungen hierfür erheblichen Differenzen unterworfen sind. Nicht zuletzt deshalb würden wir uns freuen, wenn du deine Tipps und Meinungen zu dieser Frage von LinkedIn in den Kommentaren teilst.

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