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Human Resources
Recruiting SEO: Stellenanzeigen erfolgreich optimieren

Recruiting SEO: Stellenanzeigen erfolgreich optimieren

Ein Gastbeitrag von Omid Rahimi | 03.11.21

Tipp fürs Recruiting: Wie optimiert man die Stellenanzeigen mit SEO? In diesem Artikel erfährst du, wie es richtig gemacht wird.

Heutzutage greifen viele Unternehmen für das Recruiting bei der Platzierung von Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen zurück, um qualifizierte Arbeitskräfte zu erreichen. In keinem Fall sollten hier die Suchmaschinen Google und Co. vergessen werden. Denn jede:r dritte Jobsuchende nutzte, laut einer Studie der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, im Jahr 2020 häufig Suchmaschinen, um sich über offene Stellen zu informieren – Tendenz steigend. Somit lohnt es sich für Unternehmen, eine bessere Sichtbarkeit im Netz mittels Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, anzustreben.

Was ist SEO für Recruiting?

Suchmaschinenoptimierung behandelt alle Methoden, um die Sichtbarkeit von Websites in Suchmaschinen zu maximieren. Der Content auf den Seiten wird so optimiert, dass er für Crawler leichter zu durchsuchen und zu verstehen ist und gleichzeitig Suchanfragenden einen Mehrwert bietet. Für Recruiting SEO bedeutet dies nun, dass die Stellenanzeigen sowohl optimal auf die Suchmaschinen als auch auf die Jobsuchenden eingestellt sind.

Bei dem Ziel des Personal-Marketings möglichst viele Bewerber:innen zu erreichen, spielt SEO somit eine wichtige Rolle. Denn wer in den Suchergebnissen nicht auf der ersten Seite steht, ist im Netz nicht sichtbar. Das ist sicherlich etwas überspitzt, trifft den Kern aber ziemlich gut. Schließlich wird man meist auf den ersten Seiten fündig oder ändert beziehungsweise präzisiert die erste Suchanfrage. Deshalb ist Recruiting SEO beziehungsweise HR SEO auch so bedeutend. Je besser die Platzierung auf der SERP, desto größer ist die Online-Präsenz, woraus mehr Klicks für die Ausschreibung und folglich auch mehr Bewerber:innenanfragen resultieren.

SEO als Erfolgsfaktor im Recruiting

Wie erhöht man nun seine Präsenz im Internet? Durch besseres Ranking in den SERPs. Oder ausführlicher formuliert: Je höher deine Website in den organischen Suchergebnissen platziert ist, desto mehr Suchende erkunden schließlich auch deine Stellenanzeige. Das ist logisch, da meist nur auf den vorderen Google-Seiten nach Informationen oder, in Bezug auf Recruiting, nach Jobangeboten gesucht wird.

Doch nicht nur bei Suchmaschinen wie Google werden Stellenanzeigen durch SEO besser positioniert: Sie sind auch in Jobsuchmaschinen sichtbarer. Da diese spezifischen Suchmaschinen auch Google und Co. nach Websites durchsuchen, werden gut positionierte Jobanzeigen öfter gefunden und Unternehmen profitieren somit auch bei ihnen durch optimierten Content.

Ein weiterer Vorteil für das Recruiting stellt das Abheben zur (digitalen) Konkurrenz dar. Vor allem durch einzigartigen Content, der einen großen Mehrwert für die Leserschaft darstellt, kann sich das Unternehmen absetzen. Hinzu kann man durch mobile Optimierung und Videos, wie später in den Tipps erklärt, gut auf die Wünsche jüngerer Bewerber:innen eingehen.

Ferner können die allgemeinen Kosten für Recruiting durch SEO sinken. Der simple Grund: Es ist ressourcenschonender. Das Abschütteln altmodischer und nicht-messbarer Personalwerbung kann dem Unternehmen finanzielle Einsparungen bringen. Außerdem ist eine Listung in Suchmaschinen kostenlos. Recruiting SEO hat zudem eine positive Auswirkung auf das Employer Branding. Schließlich wird die Effektivität erhöht, da man durch ein höheres Ranking eine größere Reichweite erreicht.

5 Tipps für SEO im Recruiting

Nun hast du bereits viel über Recruiting SEO im Allgemeinen und die jeweiligen Vorteile gelesen. Was genau kannst du aber tun, um deine Stellenanzeigen zu optimieren? Dazu kommen wir jetzt.

Tipp 1: Das passende Keyword

Die erste und vielleicht auch wichtigste SEO-Maßnahme ist die Keyword-Recherche. Denn ohne ein optimales Keyword wird die Stellenausschreibung nicht von den passenden Jobsuchenden gefunden. Im Recruiting bietet sich meist der Stellentitel an. Man sollte hier meist „klassische“ Bezeichnungen verwenden, da das Suchvolumen für „SEA Superheld“ oder „Content Ninja“ sehr klein ist. Dabei solltest du dir auch immer vor Augen führen, wonach die Bewerber:innen suchen und dementsprechend ein Keyword aussuchen. Dadurch kann der Text der Jobanzeige optimaler auf eine Zielgruppe ausgerichtet werden.

Zudem ist es sinnvoll, die Keywords in den Text oder die Überschriften einzubeziehen, da die User und Google selbst den Inhalt schnell einem Thema zuordnen können. Dies geschieht meist in den H-Tags, also den Überschriften. Was jedoch unbedingt vermieden werden sollte, ist Keyword Stuffing. Denn wenn Google bemerkt, dass eine Seite mit Keywords vollgestopft ist und keinen Mehrwert mehr bietet, führt das zu einem schlechteren Ranking Score.

Keywords sollten außerdem auch im Snippet wiederzufinden sein. Snippets sind die Vorschauergebnisse, die Google seinen Nutzer:innen in den Suchergebnissen anzeigt – bestehend aus einer sprechenden URL, dem Title und der Description. Dabei muss beachtet werden, dass die ausspielbare Länge von Title und Description begrenzt ist (60 Zeichen und 155 Zeichen) und diese nicht überschritten werden sollte. Sonst kann, wie hier im Beispiel, nicht alles dargestellt werden:

Sistrix-Beispiel für schlechten Title Tag
Sistrix-Beispiel für schlechten Title Tag, Screenshot, Quelle: eMinded GmbH

Im Folgenden ist ein korrektes Beispiel zu sehen, welches für die Suche „ Senior Marketing Manager München“ optimiert wurde:

Beispiel eines für die Suche optimierten Snippets im Recruiting-Kontext
Beispiel eines für die Suche optimierte Snippets, Quelle: eMinded GmbH

Im Beispiel sind URL, Title und Description kurz und informativ, passend zur Suchanfrage.

Tipp 2: Technische Onpage-Optimierung

Was für Google auch wichtig ist, sind technisch optimierte Seiten. Nicht nur für die Suchenden sind verständliche oder sprechende URLs vorteilhaft. Auch Google kann so die URL besser verstehen und somit optimaler ranken. Empfehlenswert sind separate URLs für jede Stellenanzeige. Zugleich sollten relevante Seiten in der XML-Sitemap aufgelistet und regelmäßig aktualisiert werden. Denn hier erkennt Google, ob Seiten geändert oder gelöscht wurden. Vor allem bei kurzlebigen Stellenausschreibungen ist es wichtig, mit Indexing APIs zu arbeiten. Mit dem richtigen Know-how ist es lohnenswert, die eigenen Seiten in HTML zu verfassen, da Google diese leichter interpretieren kann als mittels iFrame auf Websites eingebundene Anzeigen. Schließlich sollten die separaten URLs nicht per Meta Robots oder robots.txt vom Crawling ausgeschlossen werden.

Tipp 3: Bye, bye Duplicate Content

Im Optimalfall sollten nicht nur separate URLs, sondern auch verschiedene Texte für die Stellenanzeigen verwendet werden. Trotz Mehraufwand und ähnlichen beziehungsweise identischen Anforderungen lohnt sich Unique Content. Denn Duplicate Content ist von Suchmaschinen ungern gesehen und kann dafür sorgen, dass sich das Ranking deutlich verschlechtert. Gleichzeitig sollte der Content für die Bewerber:innen relevant sein und einen Mehrwert liefern.

Tipp 4: Mobile-Optimierung

Wenn es um Optimierung geht, kommt man heutzutage um Responsive Design nicht herum. Nach einer Umfrage von Statista suchten im Web schon 2019 51,7 Prozent aller Bewerber:innen per Smartphone nach passenden Stellen. Vor allem bei den jüngeren Generationen ist der Zuwachs immens. Zudem werden schnelle und simple Bewerbungen mit dem Handy immer beliebter. Laut hokify wünschen sich im Jahr 2021 drei von vier Jobsuchenden unter 25 Jahren eine mobile Bewerbungsmöglichkeit. Somit ist es ein Muss, Stellenanzeigen im Responsive Design anzubieten, um auch die Suchenden am mobilen Endgerät bestmöglich zu erreichen.

Tipp 5: Bilder für zusätzlichen Boost

Der letzte Tipp beinhaltet Bilder und Videos. Verständlicherweise ist eine Kombination aus textlichen und visuellen Elementen für die potentiellen Bewerber:innen am ansprechendsten. Aber nicht nur die Jobsuchenden lieben Abbildungen, auch Google sieht es gerne, wenn Bilder auf den Websites integriert sind. Jedoch sollte man auf bildüberlagernden Text verzichten und keineswegs auf die kontextbezogene Bildbeschreibung durch ALT-Tags verzichten. Diese werden gerne vergessen, sind aber unverzichtbar für ein gutes Ranking. Bewegtbilder, wie Animationen oder Videos, werden von Google sogar noch besser bewertet. In erster Linie kann das Unternehmen seine Vorstellungen besser kommunizieren. Davon fühlen sich vor allem junge Jobsuchende angesprochen.

Fazit: Der Nutzen von SEO im Recruiting

Für ein erfolgreiches Recruiting talentierter Arbeitskräfte sollten Unternehmen nicht nur auf HR-Kampagnen, sondern auch auf geeignetes Recruiting SEO setzen. Suchmaschinenoptimierte Stellenanzeigen können einen erheblichen Einfluss auf die Anzahl der geeigneten Bewerbungen haben. Das Erfolgsrezept ist recht simpel: Step-by-step können die einzelnen SEO-Tipps angewandt werden und verschaffen dem Karrierebereich der Website eine größere digitale Sichtbarkeit. Nur mit Unique Content und den passenden Keywords werden die richtigen Jobsuchenden mit einer mehrwertbietenden Stellenausschreibung angesprochen und schließlich überzeugt, auf den „Jetzt bewerben!“-Button zu klicken.

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