Human Resources
So viele Marketing-Stellen erfordern bereits KI-Skills

So viele Marketing-Stellen erfordern bereits KI-Skills

Selina Beck | 31.08.26

KI-Kenntnisse werden immer mehr zum Karrierefaktor. Vor allem in manchen Städten und Branchen sind die KI-Skills mittlerweile unverzichtbar.

KI wird immer wichtiger im Berufsleben und auch bei den Bewerbungen spielen die Skills zunehmend eine relevante Rolle. Eine aktuelle Analyse von Indeed zeigt, dass Firmen gezielt nach Bewerber:innen mit KI-Kenntnissen suchen. Innerhalb eines Jahres hat sich der Anteil der Stellenanzeigen, in denen KI-Schlagworte genannt werden, mehr als verdoppelt (von 2,4 auf 5,9 Prozent).

München bleibt KI-Hauptstadt

Wie auch im vergangenen Jahr führt München das Ranking der Städte mit dem höchsten KI-Anteil an. Bereits 17,1 Prozent aller Stellenanzeigen nennen dort bereits KI-Begriffe, also fast in jeder sechsten Ausschreibung werden die Kenntnisse angesprochen. Berlin folgt mit 16,1 Prozent und Aachen mit 12,1 Prozent. Auch Stuttgart (11,8 Prozent), Frankfurt am Main (10,8 Prozent), Wolfsburg (10,3 Prozent) und Karlsruhe (10 Prozent) liegen im oberen Bereich. Die Schlusslichter kommen alle aus Nordrhein-Westfalen. In Mönchengladbach, Krefeld, Hagen (je 2,5 Prozent) sowie Herne (zwei Prozent) und Hamm (1,8 Prozent) werden KI-Schlagworte selten erwähnt.

Signifikante Nachfrage nach KI-Skills in diversen Branchen

Dennoch ist hervorzuheben, dass selbst die niedrigen Werte der unteren Städte im Ranking 2025 noch für einen Platz im Mittelfeld der Liste gereicht hätten. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Beschäftigten mit KI-Kenntnissen deutschlandweit rasant steigt. Sie erlebt an keinem Ort einen Rückgang. Am dynamischsten hat sich Oberhausen entwickelt, wo sich der Anteil der Stellenanzeigen im Vergleich zum Vorjahr um das 8,4-Fache erhöht hat. Auch Halle (4,8-fach) und das Schlusslicht Hamm (4,5-fach) erlebten starke Entwicklungen.

Insgesamt zeigt sich, dass nicht mehr nur Tech-Unternehmen AI Skills einfordern, sondern diese in allen Branchen unterschiedlich stark gefordert werden. In der Gruppe Daten und Analyse werden am häufigsten KI-Begriffe erwähnt (in 36 Prozent aller Stellenanzeigen). Auch die Sektoren Software-Entwicklung (27,3 Prozent) sowie Medien und Kommunikation (15,6 Prozent) fordern die entsprechenden Fähigkeiten.

In den Branchen IT-Anwendungen und Lösungen (15,2 Prozent), dem Personalwesen (13,6 Prozent), dem Wirtschaftsingenieurwesen (12,6 Prozent), der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung (11,6 Prozent) sowie IT-Infrastruktur und Support (11,1 Prozent) gehören KI-Kompetenzen inzwischen ebenfalls zum erforderlichen Know-how.

Deutschlands Städte im KI-Ranking, © LinkedIn, führt München das Ranking der Städte mit dem höchsten KI-Anteil an. Bereits 17,1 Prozent aller Stellenanzeigen nennen dort bereits KI-Begriffe.
Deutschlands Städte im KI-Ranking, © Indeed

KI wird auch im Marketing immer wichtiger

Wenig überraschend werden auch in der Marketing-Branche in 17,5 Prozent aller Ausschreibungen KI-Schlagworte genannt. Künstliche Intelligenz ist längst zum operativen Rückgrat vieler Marketing Teams geworden. So sind 66 Prozent der B2B Marketer laut LinkedIn-Analyse überzeugt, dass KI ihre Kampagnenleistung verbessert. 68 Prozent berichten zudem von Resultatsteigerungen, wenn sie KI gezielt zur Optimierung einsetzen. Marketer, die KI strategisch einsetzen und nicht nur Tools bedienen können, sichern sich einen massiven Wettbewerbsvorteil. Dr. Virginia Sondergeld, Ökonomin und Arbeitsmarktexpertin von Indeed, rät generell den Arbeitnehmer:innen in allen Branchen:

Für Beschäftigte bedeutet das vor allem, dass sie sich mit KI auseinandersetzen und lernen sollten, wie sie entsprechende Tools sinnvoll in ihrem Arbeitsalltag einsetzen können. Damit steigern sie ihre eigene Produktivität und stellen sicher, dass sie auch in Zukunft attraktiv für Unternehmen sind. Arbeitgeber sollten sich wiederum nicht darauf verlassen, ausschließlich neue Talente einzustellen, um die KI-Transformation zu meistern. Es wird ebenso entscheidend sein, auch die eigenen Mitarbeitenden gezielt weiterzubilden und auf den Einsatz von KI vorzubereiten.

Für die Analyse wurden Hunderttausende Stellenanzeigen in den 65 größten deutschen Städten sowie in 44 Berufsgruppen untersucht. Erfasst wurde hierbei der Anteil der Stellenanzeigen, in denen Begriffe zum Thema KI genannt wurden.


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Mehrere Personen sitzen an einem Tisch und denken nach
© RF._.studio _ – Pexels


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