Human Resources
Jetzt auf Deutsch: Mit LinkedIn Hiring Assistant verborgene Talente finden

Jetzt auf Deutsch: Mit LinkedIn Hiring Assistant verborgene Talente finden

Selina Beck | 10.06.26

Unternehmen wie Siemens, SAP und SRH Holding nutzen das KI-Tool LinkedIn Assistant bereits beim Recruiting. Jetzt ist es auch auf Deutsch verfügbar und verspricht Zeitersparnis im HR Team.

In vielen Bereichen bleibt der Fachkräftemangel ein akutes Problem und dementsprechend ist die HR-Branche weiterhin gefragt, die für das Unternehmen richtigen Bewerber:innen zu finden. Eine aktuelle LinkedIn-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Recruiter (73 Prozent) relevante Fähigkeiten der Bewerber:innen erst bei einem genaueren Screening entdeckt. 53 Prozent der Personaler:innen geben an, dass der Mangel an Fachkräften ihre größte Herausforderung im Job ist. Deshalb lieferte LinkedIn 2025 den AI Hiring Assistant als Tool, um Abhilfe zu schaffen. Für dieses Tool kommt jetzt das nächste Update.

Verborgene Qualifizierte finden

Der spezialisierte KI-Assistant für Recruiting-Zwecke von LinkedIn ist nun auch auf Deutsch verfügbar. Der Vorteil: Das Tool erkennt relevante Fähigkeiten der User auch dann, wenn sie nicht im Lebenslauf oder in Jobtiteln vorkommen, wodurch Bewerber:innen sichtbar werden, die in konventionellen Auswahlprozessen oft nicht sichtbar sind. 81 Prozent der befragten Recruiter sehen in KI die Chance, versteckte Talente zu finden.

Die Startseite des LinkedIn Hiring Assistant, © LinkedIn, Screenshot
Die Startseite des LinkedIn Hiring Assistant, © LinkedIn

Etwa eineinhalb Stunden Zeitersparnis pro Stelle

Die schnelle Internetrecherche nach geeigneten Fachkräften stellt für die Personaler:innen eine Herausforderung dar, denn 47 Prozent der befragten Recruiter geben an, Kandidat:innen nur anhand von Lebensläufen kaum unterscheiden zu können. Dadurch werden die passenden Bewerber:innen oft übersehen.

Wenn die benötigten Skills unentdeckt bleiben, befürchten HR-Beschäftigte unter anderem sinkende Produktivität (37 Prozent), Kompromisse bei der Qualität von Einstellungen (38 Prozent) und Verzögerungen bei Wachstumsplänen (34 Prozent).

Laut LinkedIn-Pressemitteilung nutzen Unternehmen wie Siemens, SAP und SRH Holding den Hiring Assistant bereits. Dadurch sei ein messbarer Mehrwert im HR-Alltag vorhanden: 81 Prozent weniger Profile, die begutachtet werden müssen, und dadurch rund 1,5 Stunden Zeitersparnis pro zu besetzender Stelle. Zudem gebe es bis zu zwei Drittel höhere InMail-Antwortraten mit dem KI-Tool.

Beispielhafte Kandidat:innenevaluierung des LinkedIn Hiring Assistant, © LinkedIn, Beispielbild
Beispielhafte Kandidat:innenevaluierung des LinkedIn Hiring Assistant, © LinkedIn

Das Tool identifiziert relevante Fähigkeiten auch jenseits formaler Angaben und erkennt Zusammenhänge zwischen Erfahrungen und Kompetenzen. So gebe es laut Unternehmesmitteilung bessere Recruiting-Entscheidungen.

Die Ergebnisse basieren auf einer von LinkedIn beauftragten Befragung durch Censuswide. Im Zeitraum von Anfang bis Mitte Mai dieses Jahres wurden 750 Recruiter in Deutschland befragt.


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