Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Digitalisierung
LinkedIn Report: Das sind die B2B-Entscheider:innen von morgen
© Jason Strull - Unsplash

LinkedIn Report: Das sind die B2B-Entscheider:innen von morgen

Aniko Milz | 10.02.21

Die Millenials rücken langsam in Führungspositionen vor. Dabei entscheiden sie sich teilweise grundlegend von den vorangegangenen Generationen. Auf welche Weise die neuen B2B-Entscheider:innen angesprochen werden können, hat LinkedIn untersucht.

Millenials, also die Generation, die circa zwischen 1980 und 2000 geboren ist, wird oft auch als „Genration Y“ oder „Generation Smartphone“ bezeichnet. Schließlich sind sie mit dem Internet aufgewachsen und die meisten hatten ihr erstes Smartphone schon als Kind oder Teenager in den Händen. Zudem wuchsen Millenials als Digital Natives in einer Zeit fast unbegrenzter Möglichkeiten auf. Dementsprechend hoch sind ihre Ansprüche an einen Arbeitsplatz. Arbeit ist weniger nur Broterwerb und sollte zudem erfüllend sein. Mit starken Hierarchien kommen viele dem Klischee nach eher weniger klar. Doch was passiert, wenn die Millenials, die mittlerweile erwachsen sind, die ersten Führungspositionen übernehmen?

LinkedIn hat sich in einem neuen Report dieser Frage angenommen. Gemeinsam mit dem GWI (GlobalWebIndex) hat man die Daten von mehr als 34.000 Arbeitnehmer:innen im Alter zwischen 21 und 40 Jahren aus zehn verschiedenen Ländern erhoben, darunter auch Deutschland. Was unterscheidet Millenials, die nun auch im B2B-Bereich Entscheidungen über Geschäftsabschlüsse und Budgets treffen, von den vorherigen Generationen?

BETA: Die neue Generation der B2B-Käufer:innen

BETA steht für:

  • Blurred Boundaries
  • Evolving
  • Tech Native
  • Activist

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen

Verschwommene Grenzen (Blurred Boundaries) sind besonders seit der Coronapandemie zu beobachten. Gearbeitet wird von zu Hause aus, Arbeits-E-Mails werden am privaten Handy empfangen, Zoom-Konferenzen finden vor dem eigenen Bücherregal statt. Ohne einen Arbeitsweg ist es erstaunlich schwierig, im Feierabend anzukommen. Arbeitnehmer:innen sind dauerhaft erreichbar und demnach auch verfügbar. Dies bedeutet für die BETAs zusätzlichen Stress, doch auch eine Freiheit. Sie fordern von Arbeitgeber:innen eine erhöhte Flexibilität – auch nach der Pandemie. Wenn sie zu Entscheider:innen werden, wird es einen Rückgang zur „Normalität“ von vorher kaum geben.

Digitale Weiterentwicklung wird großgeschrieben

Die BETAs sind sehr darauf bedacht, sich beständig weiterzuentwicklen (evolve). Dabei geht es nicht nur um berufliche Weiterentwicklung, sondern auch um das Arbeiten an der eigenen Person. Dabei werden besonders digitale Tools und Angebote mit Interesse angenommen. Dies könnte sich auf das zukünftige Verhalten im B2B-Einkauf auswirken. Denn die BETAs vertrauen zunehmend auf Empfehlungen aus Business-Netzwerken. Sie sind häufig für den Software- und Hardware-Einkauf zuständig, was für Marketer besonders interessant sein dürfte.

Tech Natives treiben die Digitalisierung voran

Die BETAs sind ihren Vorgänger:innen in Sachen Digitalisierung oft weit voraus. Sie kennen sich mit gängigen Technologien gut aus, schließlich sind sie damit aufgewachsen. Außerdem nehmen sie neue Technologien schneller an und arbeiten sich leicht ein. Sie bewegen sich sicher von Plattform zu Plattform, sind auf allen Geräten angemeldet und wechseln am Tag mehrfach zwischen ihnen hin und her. Marketer sollten genau wissen, wann und wo sie diese Gruppe ansprechen können.

Politik am Arbeitsplatz: So unterschieden sich Millenials von Boomern

Das „A“ in BETA steht für Activist. Anders als die Generationen davor, scheuen sich die meisten Millenials nicht, auch politische Themen am Arbeitsplatz anzusprechen und Missstände aufzuzeigen. Fehlende Diversität, Sexismus, Rassismus oder zu wenig Nachhaltigkeit sind nur einige der Punkte, die die BETAs an Unternehmen kritisieren – und ändern werden. Wer qualifizierte BETAs einstellen möchte, sollte sein eigenes Standing festigen. Und auch Geschäftspartner:innen und Dienstleister:innen sollten sich entsprechend präsentieren, wenn sie in Zukunft mit den BETAs in Entscheidungspositonen handeln möchten. Ein weiterer Punkt, auf den sich das Marketing einstellen muss.

Für Marketer ist es an der Zeit, Millenials richtig anzusprechen – auch im B2B-Kontext. Die Insights des LinkedIn Reports können dabei helfen.

Der gesamte Report lässt sich hier herunterladen.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Melde dich jetzt zu unserem HR-Update an und erhalte regelmäßig spannende Artikel, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Bereich Human Resources.