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Büroalltag
Zurück im Büro: 5 Ideen für eine angenehme Rückkehr in Coronazeiten
© Bethany Legg - Unsplash

Zurück im Büro: 5 Ideen für eine angenehme Rückkehr in Coronazeiten

Michelle Winner | 22.05.20

Die Stimmung in den Büros ist durch Abstandsregelung und angespannter Situation eher gedrückt. Doch mit kleinen Gesten könnt ihr dafür sorgen, dass das Arbeitsklima wieder wärmer wird.

Es geht wieder los: Nach den ersten Schrecken und Herausforderungen der Coronapandemie machen wir erste Schritte in Richtung Normalität. Lockerungen treten in Kraft und die ersten Büros öffnen deshalb wieder ihre Türen. Natürlich unter strengen Hygienevorschriften und Abstandsregeln. Genau diese können aber dazu führen, dass sich der Büroalltag plötzlich nicht mehr kollegial anfühlt, sondern distanziert, kalt und schlichtweg unangenehm. Um das zu verhindern, gibt es jedoch ein paar einfache Tipps und Tricks für dich und deine Kollegen, die die Arbeit im Büro angenehmer gestalten.

1. Willkommen zurück

Handschlag, Umarmungen und Küsschen stehen auf der großen Verbotsliste bei der Rückkehr ins Büro. Doch trotzdem gibt es Mittel und Wege für ein herzliches Willkommen. Als Arbeitgeber kannst du beispielsweise kleine Willkommensgrüße auf den Schreibtischen der Mitarbeiter verteilen – eine kleine Tüte Nervennahrung, eine Blume oder zumindest eine Karte, in der steht, wie man sich über die Rückkehr eines jeden Einzelnen freut. Kleine Gesten haben gerade während der Coronakrise oft eine große Wirkung. Eine andere Möglichkeit zur Begrüßung ist es, alle einmal zu versammeln – sofern es nicht zu viele Mitarbeiter sind und die nötigen Abstandsregeln eingehalten werden können. Der Arbeitgeber heißt das Team dann willkommen und die Mitarbeiter können ihre Kollegen zumindest alle sehen und ihnen zuwinken.

2. Gute Laune durch Dekor

Viele Büros waren schon vor Corona eher praktisch statt wohlig eingerichtet. Die jetzigen Abstandsregeln sorgen zusätzlich dafür, dass Schreibtische leer stehen und das Geschnatter unter Kollegen ausbleibt. Dem Büro wird die Lebendigkeit genommen. Um jedoch eine bedrückende Arbeitsatmosphäre zu verhindern, kann auf gestalterische Möglichkeiten gesetzt werden. Ein paar farbige Akzente durch Blumen oder Bilder können dem Büro wieder etwas Leben einhauchen. Darauf haben bereits einige Unternehmen gesetzt und positive Rückmeldungen von den Mitarbeitern erhalten.

3. Verständnis für alle

Während für die einen die Rückkehr ins Büro eine Befreiung vom lästigen, improvisierten Home Office darstellt, ist sie für andere eine erneute Umstellung. Verständlich: Plötzlich muss man wieder früher aufstehen, um den Arbeitsweg anzutreten, hat nicht mehr den Luxus auf der heimischen Terrasse arbeiten zu können und man muss tatsächlich wieder eine Hose zur Arbeit anziehen. Es ist deshalb wichtig, weiterhin Verständnis zu zeigen, wenn ein Kollege seine Arbeit zunächst etwas langsamer als gewohnt erledigt.

Gleiches gilt auch dann, wenn jemand versehentlich gegen gewisse Hygieneauflagen verstößt. Natürlich ist es wichtig, immer wieder auf die Regeln hinzuweisen und auch mal einen Rüffel zu verteilen – egal ob an Vorgesetzte oder Kollegen. Doch im Eifer des Gefechts kann es zu kleinen Verstößen kommen. Schließlich sind wir alle an unseren Büroalltag gewohnt und handeln ungewollt nach unserer üblichen Routine. Wenn also jemand gegen die Auflagen verstößt, sollte die Person freundlich und bestimmt darauf aufmerksam gemacht werden. Anschreien, bissige Kommentare oder Beleidigungen haben hingegen nichts im Büro zu suchen. Sie sorgen lediglich für eine angespannte Stimmung oder sogar für Angst bei den Mitarbeitern, einen Fehler zu begehen.

4. Benefits trotz Hygienevorschriften

Natürlich haben viele Unternehmen derzeit finanzielle Schwierigkeiten und sind froh darüber, überhaupt über die Runden zu kommen. Doch wenn es momentan möglich ist, hier und da ein paar Euro abzuzwacken, sollte auf kleine Benefits für die Mitarbeiter gesetzt werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer großen Pizzabestellung zur Mittagspause? Auch wenn vielleicht nicht alle gemeinsam essen dürfen, können sich zumindest Grüppchen zusammen finden, die mit genügend Abstand zueinander die Mittagspause zum Socializen nutzen und sich über Feel Good Food freuen. Die Geschäftsführerin von Simcom hingegen hat auf Care-Pakete gesetzt. Diese wurden entweder auf den Schreibtisch gestellt oder ins Home Office verschickt und es befanden sich darin zehn Schutzmasken, Bier oder Prosecco, eine Flasche Kleiner Feigling mit der Beschriftung „Mutling“, Seifenblasen für die Kinder, Klopapier und eine Tasse mit dem Firmenlogo.

Solche Aktionen müssen natürlich nicht nur vom Chef ausgehen. Die Mitarbeiter können auch selbst aktiv werden, wenn sie Lust darauf haben und gegen schlechte Stimmung im Büro vorgehen wollen. Eine gute Idee ist zum Beispiel das Backen von Keksen. Diese können in einzelne Papiertütchen verpackt und auf den Schreibtischen der Kollegen verteilt werden. Während bei Kuchen immer das Risiko besteht, dass sich mehrere Leute in der Küche tummeln und den Tortenheber anfassen, besteht dieses bei der Keks-Variante nicht.

5. Wir sind ein Team

Durch Abstand, räumliche Trennung und wochenlanges Arbeiten im Home Office hat oft das Teamgefühl gelitten. Um dieses wieder herzustellen, gibt es diverse Möglichkeiten. Rupert Fey, Geschäftsführer von Beyond Flora, hat zum Beispiel jedem Mitarbeiter ein Puzzleteil nach Hause geschickt. Am ersten Arbeitstag hat jeder sein Stück mitgebracht und nach und nach wurde das Puzzle zusammengesetzt. Damit sollte ein Wir-Gefühl geschaffen und jedem Mitarbeiter gezeigt werden, wie wichtig er für das Unternehmen ist. Als Motive eignen sich das Firmenlogo oder ein Gruppenfoto, sodass das Puzzle anschließend auch eingerahmt und aufgehängt werden kann.

Neben solchen Teambuilding-Maßnahmen ist vor allem eines wichtig: Reden. So empfiehlt es sich beispielsweise, die Mitarbeiter mit die Neugestaltung einzubeziehen. Sie sollten nach ihren Meinungen, Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen gefragt werden, denn schließlich erfahren sie die neue Situation am eigenen Leib. Dadurch wird den Mitarbeitern gezeigt, dass sie selbst und ihre Meinung ernst genommen werden. Abgesehen davon sollte sich auch immer ein bisschen Zeit für den klassischen Schnack unter Kollegen genommen werden. Auch wenn man 1,5 Meter voneinander entfernt steht, kann man miteinander reden. Tauscht euch über Neuigkeiten aus und teilt eure Coronaerfahrungen miteinander – und sorgt so wieder für ein angenehmes Arbeitsklima.

Status quo ist noch nicht erreicht

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass noch lange nicht wieder alles normal ist. Das sollte niemand von uns vergessen, weder Arbeitgeber noch Mitarbeiter. Trotz aller Lockerungen befinden wir uns immer noch in einer ernsten Situation, die unsere Gemüter belastet. Deshalb ist es wichtig, auch bei der Rückkehr ins Büro nicht so zu tun, als wären wir wieder im normalen Arbeitsalltag angelangt. Probleme und Sorgen müssen individuell behandelt werden und das Aufbringen von Verständnis sollte selbstverständlich sein. Wir sitzen alle im selben Boot und haben noch einen langen Weg vor uns. Doch mit Einhaltung der Hygieneauflagen und kleinen netten Gesten untereinander gehen wir Schritt für Schritt der Normalität entgegen.