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Büroalltag
Post-Holiday-Syndrom: So kannst du gegen die Unlust zur Arbeit nach dem Urlaub vorgehen
© Mohamed Ajufaan - Unsplash

Post-Holiday-Syndrom: So kannst du gegen die Unlust zur Arbeit nach dem Urlaub vorgehen

Michelle Winner | 19.08.21

Die Rückkehr ins Büro fällt nach dem Urlaub besonders schwer. Die Gedanken liegen noch am Strand und die Motivation kehrt nur langsam zurück. Doch mit der richtigen Vorbereitung gelingt der Start die leichter.

Die meisten von uns kennen es: Schon in den letzten Tagen des Urlaubs wandern die Gedanken zum ersten Arbeitstag. Was wurde alles verpasst, was steht an, wie viele Mails erwarten dich wohl? Unweigerlich entsteht durch diese Überlegungen Stress und dann sitzt du wieder am Schreibtisch und merkst, dass dir so gar nichts gelingen will. Dir fehlt die Motivation zur Arbeit, weil die Gedanken noch im Urlaub hängen – das Post-Holiday-Syndrom setzt ein. Doch wie kann dem entgegengewirkt werden?

Das Problem beginnt oft bereits im Urlaub

Etwas gegen das Post-Holiday-Syndrom zu unternehmen, ist wichtig, weil es sonst sogar zur Post-Holiday-Depression kommen kann. Heißt, der Zustand der Unlust vergeht nicht nach einigen Tagen, sondern bleibt dauerhaft bestehen, wodurch Arbeit am Ende nur noch Frustration auslöst. Am besten beginnst du bereits während deines Urlaubs vorzusorgen: Schalte in deiner verdienten freien Zeit wirklich ab und sei nicht erreichbar. Auch nicht in der Arbeitsgruppe auf WhatsApp oder in den Mails. So kannst du deinen Urlaub genießen, ohne bereits an die Probleme und Pflichten zu denken, die eventuell am Arbeitsplatz auf dich zukommen.

Einige Leute neigen außerdem dazu, Schuldgefühle wegen ihres Urlaubs zu entwickeln. Sie fürchten, dass sie ihre Kolleg:innen im Stich lassen oder ihnen Verpflichtungen aufbürden. Gehörst du zu dieser Sorte Mensch, musst du an deinem Mindset arbeiten: Auch deine Kolleg:innen machen mal Urlaub und dann bist vielleicht du die Person, die für sie einspringt. Kollegialität ist ein Geben und Nehmen – vergiss das nicht und hab kein schlechtes Gewissen.

Für nach dem Urlaub vorsorgen

Um bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz nicht erschlagen zu werden, ist es wichtig, Vorkehrungen zu treffen – sowohl bezüglich deiner Aufgaben als auch deines Selbstschutzes.

Vor dem Urlaub ist nach dem Urlaub

Wie bereits erwähnt, solltest du kein schlechtes Gewissen haben, was deine Kolleg:innen angeht. Manche Aufgaben können nicht bis nach deinem Urlaub warten und deshalb ist es in Ordnung, diese zu delegieren. Sprich beispielsweise mit den Kolleg:innen deines Vertrauens und bereite eine Übersicht für sie vor, woran während deiner Abwesenheit unbedingt gedacht werden muss. Für alles, was bis nach dem Urlaub warten kann, solltest du eine To-Do-Liste anlegen. Sortiere diese von wichtig bis weniger wichtig, sodass du für deinen ersten Arbeitstag genau weißt, worum du dich sofort kümmern musst und was getrost noch warten kann.

Plane dir für den Tag der Rückkehr außerdem wenig Termine ein, damit du genügend Zeit hast, auf den neusten Stand zu kommen. Mails checken, Protokolle lesen und Co. dauert – sei also darauf gefasst. Du könntest deine Abwesenheitsnotiz übrigens einfach noch zwei bis drei Tage länger laufen lassen. Dann erwarten deine Gesprächspartner:innen nicht sofort am ersten Tag Rückmeldungen und du hast Zeit zum Durchatmen und Priorisieren.

Zwischen Urlaub und Arbeit

Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, solltest du zwei bis drei Tage „Erholung“ zwischen Urlaub und ersten Arbeitstag einlegen. Heißt, dass du nicht erst Sonntagabend aus deinem Feriendomizil zurückkehrst, wenn du Montag wieder ins Büro musst. Manchen Menschen gelingt dieser krasse Übergang, doch die meisten brauchen Zeit zur Umgewöhnung. In den paar Tagen zu Hause kannst du dann versuchen, mental mit dem Urlaub abzuschließen, dich wieder an den Alltag gewöhnen und bereits lästige Hauspflichten, wie Wäsche waschen, erledigen, damit diese dir auf der Arbeit nicht noch im Nacken sitzen.

Der erste Tag

Übernimm dich bei deiner Rückkehr ins Büro nicht und lass es ruhig angehen. Wenn du gute Vorkehrungen getroffen hast, wirst du nicht direkt von Aufgaben erschlagen. Arbeite deine To-Do-Liste ab und lege Pausen ein, um Kraft zu tanken. Gerade in den ersten Tagen nach dem Urlaub ist Energie schnell verbraucht. Mach deshalb auch pünktlich Feierabend und keine Überstunden.

Abgesehen davon solltest du socializen und dir Zeit für einen Schnack mit den Kolleg:innen nehmen, um zu hören, was es Neues gibt und um ein paar Einblicke in deinen Urlaub zu gewähren: Die Erinnerungen, die dadurch geweckt werden, können helfen deine Laune zu steigern. Um diesen Effekt zu verstärken, kannst du dir außerdem ein Stückchen Urlaub mit ins Büro nehmen – egal ob Foto oder Souvenir für den Schreibtisch oder ein leckerer, exotischer Pausensnack.

Verantwortung der Führungsetage

Auch Führungskräfte können dazu beitragen, dass ihre Angestellten einen guten Start nach dem Urlaub haben. So können für unentbehrliche Mitarbeiter:innen beispielsweise Vertretungen organisiert werden, um die Prozesse am Laufen zu halten. Außerdem können sie bei der Organisation und Delegierung von Aufgaben helfen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Mitarbeiter:innen sich weigern wollen, die Aufgaben von anderen während des Urlaubs zu übernehmen. Hier müssen Führungskräfte als Mediatoren agieren, an die Kollegialität appellieren und gleichzeitig klarmachen, dass es sich nur um eine zeitweise Veränderung handelt, während der alle Hand in Hand arbeiten müssen.

Es ist in Ordnung, in den ersten Tagen nach dem Urlaub etwas überfordert zu sein und wenig Lust aufs Arbeiten zu haben. Das ist nur menschlich, selbst dann, wenn du deinen Traumjob hast. Die hier genannten Tipps können dir jedoch dabei helfen, dein Stresslevel zu senken und deine Motivation langsam wieder aufzubauen. Lass dich nicht unterkriegen – der nächste Urlaub kommt bestimmt.

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